TERRORIZER: Hordes Of Zombies

TERRORIZER: Hordes Of Zombies

Es ist ein ganz schön starker Intensitätsabfall, direkt nach Utilitarian von NAPALM DEATH ein vergleichsweise biederes Album wie Hordes Of Zombies zu hören. TERRORIZER, deren Zukunft nach jedem Album mehr als ungewiss ist, erheben sich nun schon in ihrer dritten Inkarnation, und das fast sechs Jahre nach dem tragischen Tod von Bandchef Jesse Pintado. Immerhin, Pete Sandoval zeigt sich auf Hordes Of Zombies wieder genesen und neben ihm ist vom letzten Album auch noch Grummler Anthony Rezhawk wieder mit von der Partie. Das Line Up wird durch Bassist Dave Vincent, der schon auf World Downfall mitwirkte, sowie Gitarristin Katina Culture vervollständigt, so dass die Zeichen wieder auf Sturm stehen könnten.

Aber wieder sind TERRORIZER meilenweit von der Klasse ihres Debüts weit entfernt. Vielleicht liegt es daran, dass World Downfall einfach 1989 Staub aufwirbelte, der sich 2012 schon lange gesetzt hat. Vielleicht gehörten TERRORIZER einfach in diese Zeit und sollten nicht, wie so manche Mahlzeit, aufgewärmt werden. Immerhin, Hordes Of Zombies ist spürbar besser als Darker Days Ahead. Dazu gehört aber auch nicht viel. TERRORIZER beeindrucken vor allem durch Pete Sandovals akkurates, extrem schnelles Drumming, bei dem die Bandmitglieder Mühe haben, mitzuhalten. Das Riffing hingegen ist unspektakulär, das Geröchel von Rezhawk ist recht kraftlos und die Songs an sich haben keinerlei Highlights zu verzeichnen, nur selten stechen wirklich gute Ideen hervor, wie in Evolving Era, Flesh To Dust und State Of Mind. Hängen bleibt von diesem Album nur sehr wenig.

TERRORIZER ist eine Band, deren Legendenstatus mit jedem weiteren Album droht, Schaden zu nehmen , auch wenn Hordes Of Zombies das Herz nicht so sehr bluten lässt, wie Darker Days Ahead. Dennoch, zu mehr als einem netten, von Blast Beats getriebenen Death-Grind-Album taugt Hordes Of Zombies ebenso nicht. Die Ideen wirken gelangweilt, als hätten sich TERRORIZER bereits selbst mental aufgegeben. Wer altmodischen Death-Grind ohne Kompromisse und ohne große Abwechslung mag, der findet auf Hordes Of Zombies vielleicht Material, das Spaß macht und zu dem man gut abschädeln kann, wer von Grindcore aber mehr erwartet als stumpfes, wenn auch technisch ordentliches Geprügel, der sollte sich anderweitig umsehen. Alles in allem gibt es auch im Jahre 2012 wie erwartet eher durchwachsene Kost von TERRORIZER zu hören. Mit diesen vierzig Minuten ist kein Terroranschlag möglich, geschweige denn ein ganzer Krieg zu gewinnen.

Veröffentlichungstermin: 24. Februar 2012

Spielzeit: 39:20 Min.

Line-Up:
Anthony Rezhawk – Vocals
Katina Culture – Guitar
David Vincent – Bass
Pete Sandoval – Drums

Label: Season Of Mist

Homepage: http://www.terrorizergrindcore.net/

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/terrorizergrindcore

Tracklist:

1. Intro
2. Hordes Of Zombies
3. Ignorance And Apathy
4. Subterfuge
5. Evolving Era
6. Radiation Syndrome
7. Flesh To Dust
8. Generation Chaos
9. Broken Mirrors
10. Prospect Of Oblivion
11. Malevolent Ghosts
12. Forward To Annihilation
13. State Of Mind
14. A Dying Breed