TAROT: Suffer Our Pleasures

TAROT: Suffer Our Pleasures

Bereits im Jahre 1986 erschien das Debütalbum “Spell Of Iron” der Finnen TAROT. Nun, fünf Jahre nach dem letzten Lebenszeichen der Band „For The Glory Of Nothing“ (1998), erscheint die nun mehr siebte Veröffentlichung aus dem Hause der Hietala-Brüder Marco und Zachary. Marco Hietala dürfte einigen Leuten als Bassist der Chartbreaker NIGHTWISH bekannt sein.

Die musikalische Ausrichtung von TAROT ist allerdings weit entfernt vom NIGHTWISH-Sound, denn auf „Suffer Our Pleasures“ bekommen wir knackigen Power Metal mit traditionellen Heavy Metal geboten, fernab nerviger Bands dieses Genres (Namen werden ausnahmsweise mal keine genannt…). Man merkt dem Quartett einfach ihre langjährige Erfahrung und ihre songwriterischen Qualitäten an.

Den Anfang des aktuellen Outputs macht gleich mit „I Rule“ eines der Highlights von „Suffer Our Pleasures“. Grooviger, tighter Power Metal, der ordentlich in den Popo tritt. Besonders markant sind hier, wie auch auf der gesamten Platte, die Vocals von Marco Hietala, der eine sehr kraftvolle Röhre besitzt und mit dieser auch sehr viel anzufangen weiß. Keyboards leiten „Pyre Of Gods“ ein, welches mit fetten Riffs und recht straight ausgestattet wurde. Gelungen ist die Uptempo-Bridge zum hochwertigen Ohrwurmrefrain, der zum Mitsingen animiert. Düster und beklemmend startet das folgende „Rider Of The Last Day“ und Marco setzt seine Stimme dementsprechend cool ein. Der Chorus hat dann schon wieder was von Bombast und man erkennt, dass TAROT wert auf Abwechslung legen. Das Tempo wird bei „Follow The Blind“ mit einer schnelleren Doublebass anfangs wieder angezogen, um anschließend im Midtempo diesen melodischen Power Metal-Stampfer zu zelebrieren. Bei „Undead Son“ regiert zunächst wieder die kalte Atmosphäre durch die Keyboards und die erstklassigen fehlerfreien Vocals, die in einem erneuten Ohrwurmrefrain münden.

Balladeske Töne dürfen natürlich auch bei TAROT nicht fehlen und so zeigt uns die Kapelle bei „Of Time And Dust“ ihre gefühlvolle Seite. Professionell absolvieren die vier Musiker auch das leicht progressive „From The Void“, den Stampfer „Convulsions“, die Doublebassnummer „From The Shadows“ (mit Countryeinstieg!) und den Flamenco-lastigen Track „Painless“ (der nicht so sehr ins Gesamtbild passen möchte) mit Bravour und ich kann „Suffer Our Pleasures“ jedem Fan melodischen Power Metals wärmstens empfehlen.

Veröffentlichungstermin: 01.09.2003

Spielzeit: 48:04 Min.

Line-Up:
Marco Hietala – vocals, bass

Pecu Cinnari – drums

Zachary Hietala – guitars

Janne Tolsa – keyboards

Produziert von J. Tolsa/M. Hietala
Label: Spinefarm Records

Hompage: http://www.wingsofdarkness.net

Tracklist:
I Rule

Pyre Of Gods

Rider Of The Last Day

Follow The Blind

Undead Son

Of Time And Dust

From The Void

Convulsion

From The Shadows

Painless

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