SLAEGT: The Wheel

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Auf ihrem 2015er Debüt “Ildsvanger” spielten SLAEGT noch recht rohen Black Metal. Kratzige Gitarren, dumpfes Schlagzeug und gekrächzter Gesang. Das alles mit einer Produktion, die schon sehr nach den ersten Gehversuchen der norwegischen Black Metal-Bands Anfang der Neunziger klang. Nur drei Jahre später hat die Band mit “The Wheel” ihr drittes Album fertig und in der Zwischenzeit eine durchaus beachtliche Entwicklung hingelegt, was man bereits auf der “Beautiful And Damned”-EP, noch deutlich mehr allerdings auf dem letztjährigen Album “Domus Mysterium” feststellen konnte.

Black Metal trifft auf klassischen Heavy Metal und einen Schuss Goth-Atmosphäre

Der ursprüngliche Black Metal ist immer noch da, doch macht er inzwischen nur noch einen Teil des Sounds der Band aus. Dazu gesellt sich ein großer Anteil traditioneller Metal und eine gewisse Düster Rock-Attitüde. Ein bisschen klingt das so als würden sich DISSECTION mit TRIBULATION paaren und dabei klassischen Metal hören. Von Veröffentlichung zu Veröffentlichung ist der Black Metal-Anteil im Sound der Dänen immer weiter zurückgegangen, doch ein wichtiger Teil von SLAEGT ist er immer noch. “Perfume And Steel” – das Betörende, Verführerische trifft auf das Harte und Kalte. Ähnlich hielten es SLAEGT schon mit dem Titel der EP “Beautiful And Damned”. Als Beschreibung für den Stil der Dänen taugt diese Parabel durchaus – harsche Black Metal-Riffs und entsprechender Gesang treffen auf melodische, dem klassischen Heavy Metal entlehnte Gitarrenharmonien und Soli.

SLAEGT erschaffen auf “The Wheel” einen atmosphärischen und packenden Sound

Diese Mischung ist nun nichts wirklich neues mehr, doch SLAEGT schaffen es, aus diesen Zutaten einen sehr atmosphärischen und packenden Sound zu erschaffen. Mal schroff, dann umschmeichelnd, mal leise und unheimlich, dann wieder wild rockend. Es gibt keine Song auf “The Wheel”, der nicht mindestens einmal, die Stimmung oder das musikalische Thema wechselt. Schroffer Black Metal wechselt sich mit klassischem Heavy Metal und Goth ab. Auf klirrende Riffs folgen verträumte Harmonien und furiose Soli. “The Wheel” ist das dritte Album der Band seit 2015 und zeigt eine hungrige, spielfreudige Band die bereits großartige Musik geschaffen hat. Allerdings habe ich das Gefühl, dass die Band ihren ganz großen Wurf noch vor sich hat. Aber auch so haben SLAEGT mit “The Wheel” ein absolut faszinierendes und mitreißendes Werk erschaffen.

Veröffentlichungsdatum: 05.10.2018

Spielzeit: 41:59

Line Up:
Oskar J. Frederiksen – vocals, rhythm guitar
Anders M. Jørgensen – lead guitar
Olle Bergholz – bass, backing vocals
Adam „CC“ Nielsen – drums

Produziert von: Lasse Ballade @ Ballade Studios, Kopenhagen

Label: Ván Records

Facebook: https://www.facebook.com/Slaegt
Bandcamp: https://slaegt.bandcamp.com/

SLAEGT „The Wheel“ Tracklist

01. Being Born (Is Going Blind)
02. Masician
03. Perfume and Steel (Audio bei YouTube)
04. Citrinitas
05. V.W.A.
06. Gauntlet of Lovers
07. The Wheel