SERGE: Defy The Clan [Eigenproduktion]

SERGE: Defy The Clan [Eigenproduktion]

Zunächst erwartet man bei den Schweizern SERGE das Übliche, denn die Einflüsse sind mit HATEBREED, SLAYER, PANTERA und CHIMAIRA in dieser Kombination nicht gerade außergewöhnlich.

Hört man sich aber Defy The Clan an, so fühlt man sich positiv überrascht, denn dieser Metal/Hardcore-Hybrid klingt eher groovig denn thrashig und erinnert somit oft an Helden wie MACHINE HEAD oder SEPULTURA. Gerade Sänger Keke röhrt wie Max Cavalera in seinen besten Zeiten! Probleme kommen erstmals auf wenn man durch ein paar Songs durch ist – da bleibt einfach nichts hängen. Dadurch dass SERGE quasi komplett auf gesungene Passagen verzichten und die drei hohen Saiten ihrer Gitarren nur äußerst selten benutzen, kommt Defy The Clan schon bald nur noch als Vorschlaghammer auf einen Amboss daher – das kann gut sein, ist es aber hier nicht, denn irgendwann kann man das dauernde Nu Metal-Riffing nicht mehr vom vorherigen Song unterscheiden. Leider.

Die Aufmachung von Defy The Clan ist jedoch absolute Spitzenklasse: das Digipack und auch der glasklare Sound deuten auf einen hohen Finanzaufwand hin, den die Schweizer bei dieser Eigenproduktion betrieben haben.

SERGE sind eine extrem sympathische Band, der ich wünsche, dass sie mit einer nächsten Veröffentlichung (vielleicht unter Mithilfe eines Produzenten) ihre guten Ideen besser kanalisieren können.

Spielzeit: 39:16 Min.

Line-Up:
Oli – Bass
Nico – Schlagzeug
Bora – Gitarre
Michel – Gitarre
Keke – Gesang

Produziert von SERGE

Homepage: http://www.serge747.ch

Tracklist:
01. Blood In MY Eyes
02. Lamppost
03. Maximum
04. Clan
05. Train Back
06. Bore Out
07. Inner Mayhem
08. Addicted
09. N.O.T.N.
10. Soultrip
11. Farmers From Hell

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