SAXORIOR: Never Ending Battles

SAXORIOR: Never Ending Battles

SAXORIOR wurde bereits im Januar 1994 gegründet. Doch auch zehn Jahre später lassen es die Sachsenkrieger auf Never Ending Battles tüchtig krachen. Der Opener Disaster Is Coming beschwört die … magni blandinn ok megintiri-Zeiten von FALKENBACH herauf (unter anderem im kurzen Intermezzo The Old Spruce In The Wolfsschlucht) und auch im weiteren Verlauf ihres neuesten Werkes bieten SAXORIOR heldenhaften Pagan Metal mit Black und Melodic Death-Einsprengseln. Die Produktion ist solide, wenn auch manchmal sehr dynamisch bezüglich der verschiedenen Lautstärken. So wird man denn nach dem zarten Vogelgezwitscher im Opener mit dem Einsetzen des Metals beinahe erschlagen.

Bezeichnend für den Sound ist die klare Übermacht von Keyboard- und Gitarrenfraktion. Trotz fehlender Soundspielereien und wohl bekannter Klangeinstellungen kommt keine Langeweile auf, da SAXORIOR zu jeder Zeit mit viel Gefühl und in treibender Art und Weise musizieren. Seien es Bläserklänge und Pathos à la Glory and Perdition von SEAR BLISS, Bombast im Sinne der neueren BATHORY-Werke oder überschwengliches Heldentum im Sinne von DOOMSWORD – auf dem neuen Output der Sachsen ist alles in Fülle vorhanden. Die Vocals sind meist auf der aggressiven, heiseren Schreistufe gehalten, einige cleane Parts (etwa in Dem Meister – ohne Sächsisch-Akzent) sind ebenfalls vorhanden und werden wie ein edles Gewürz sachte dosiert. Anspieltipps zu geben fällt angesichts der stets überzeugenden Eigenkompositionen schwer, das hymnische und mit einigen gelungenen, wunderschön melodiösen Gitarrenläufen überzeugende Father dürfte aber sicherlich einen guten Einblick in das Schaffen von SAXORIOR geben. Dem Meister widmet sich schliesslich in mitreissender Art und Weise dem Komponisten Richard Wagner und wartet mit einigen klassisch angehauchten Versatzstücken auf.

Der Eigenkompositionsbereich von Never Ending Battles bietet somit mehr als genügend deftige Pagan Metal-Kost. Einziger Schwachpunkt dieses Werkes ist die AC/DC-Coverversion von For Those About To Rock. An den Vocals schreit BALTAKs Gorgoroth, zwar erträglicher als auf seinem eigenen neuesten Werk Macedonian War, doch wie bei SIX FEET UNDER (die sich ja leider auch schon an AC/DC vergriffen haben) fragt man sich: Warum muss das sein?

Zuletzt bleibt aber der positive Eindruck, den man von den eigenen Kompositionen von SAXORIOR gewonnen hat. Diese überzeugen auf der ganzen Linie und versprühen soviel Gefühl, dass man sich ihnen kaum entziehen kann.

Veröffentlichungstermin: 2004

Spielzeit: 51:44 Min.

Line-Up:
Kai Uwe Schneider – Vocals, Gitarren

Florian Tilke – Bass

Matthias Eschrich – Vocals, Gitarren

Michael Mann – Drums

Frank Nitzsche – Keyboards

Label: Battlegod Productions

Homepage: http://www.saxorior.de

Email: saxorior@aol.com

Tracklist:
1. Disaster Is Coming

2. Never Ending War

3. Expiation

4. Reasons Of War

5. The Old Spruce In The Wolfsschlucht

6. Blade Of Revenge

7. Pain

8. Father

9. Dem Meister

10. For Those About To Rock (AC/DC-Cover, Bonustrack)