S.I.N.: The 13th apostle

S.I.N.: The 13th apostle

Wie das mit den 12 Jüngern damals genau lief und was Herr Jesus mit ihnen gemacht hat, ob er denn nun einen Abflug gemacht hat und ob er wirklich noch mal vorbeigeschaut hat, wer weiß das schon. Das sagen sich auch die deutsch-norwegischen Kollegen von S.I.N. und haben für ihr drittes Album eine Story geschrieben rund um Jesus, dessen Schwester, dem titelgebenden 13. Apostel, einer heimliche Liebschaft und damit verbundenen Verwicklungen. Die Story ist mit der Hilfe von Ana Kugli gut gelungen und auch spannend, wenn man kein Jesus-Fan ist, und vor allem ist sie in ein musikalisches Gewand gekleidet, welches das Thema wunderbar umsetzt.

Irgendwo zwischen theatralem Metal Richtung QUEENSRYCHE, fröhlichem Metal wie EDGUY, energievollem Power-Metal und einer Portion unkitschigem Symphonic-Metal können die Songs jeder für sich überzeugen, werden klasse gespielt und niemand drängt sich in den Vordergrund, dieser Platz wird immer der Storyline gelassen. Die Kapitel werden durch kurze Sequenzen verbunden, sodass letztendlich eine kleine Rock-Oper entsteht. Das wird noch unterstützt, indem man dem neuen S.I.N.-Sänger Patrick Simonson, ebenfalls aktiv bei den norwegischen Melodic-Rockern HUSH, weitere Sänger beiseite stellt, um die Charaktere zu verkörpern. Während er dem 13. Apostel Julian seine Stimme leiht, vertont Carsten Schulz (Ex-DOMAIN, EVIDENCE ONE) Jesus himself, Renee Walker (RENEE WALKER BAND) dessen Schwesterherz und Connie Andreszka (CABAL, CIRCLE OF PAIN, CRYSTAL BALL) Judas. Dazu kommen noch einige Backing Vocals vom Franzosen Boban Milojevic (WICKED SENSATION, SNAKE EYE). Durch den Einsatz dieser verschiedenen Stimmen beginnt die Story zu leben und kann mit jedem Durchgang mehr begeistern. Dazu die gute, abwechslungsreiche musikalische Umsetzung und der klasse Sound, da gehen beide Daumen nach oben. Die Story kann man natürlich entsprechend im Booklet begleiten.

Klar kann man nicht mit Überwerken wie Operation mindcrime konkurrieren, aber mit der Story vor Augen kann The 13th apostle fesseln und zum intensiven Zuhören einladen, mit den starken Melodic-Metal-Songs kann man das Konzeptalbum aber auch gut nur nebenher hören.

Veröffentlichungstermin: 25.04.2008

Spielzeit: 50:42 Min.

Line-Up:
Patrick Simonsen – Vocals
Wolfgang Frank – Guitars
Deddy Andler – Guitars, Keyboards
Jan Ebert – Bass
Alex Hlousek – Drums

Gastvocals:
Julian: Patrick Simonsen
Jesus: Carsten Schulz
Junia: Renee Walker
Judas: Connie Andreszka

Produziert von Andler/Frank
Label: Artist Service/Music Buy Mail

Homepage: http://www.sin-band.com

Tracklist:
1. Prelude
2. Signs of doubt
3. Awakening
4. Junia´s eyes
5. Chosen are few
6. In your darkest hour
7. The faithful offer
8. Sealed with a kiss
9. Tears of Gethsemane
10. Failure
11. For eterniry and beyond
12. His 13th apostle
13. Circuit

Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!