REBAELLIUN: Burn The Promised Land

REBAELLIUN: Burn The Promised Land

Ach du ahnst es nicht. Das unlesbare Bandlogo zeigt schon, was man von Rebaelliun zu erwarten hat: rasenden Death-Metal-Onslaught, der hart an der Geschwindigkeitsgrenze zum puren Krach entlanggeknüppelt wird. Die Brasilianer, auf ihrer Stippvisite in Belgien von Hammerheart gesigned, fühlen sich von Morbid Angel, Slayer und Deicide beeinflußt. Könnte hinkommen, ab und an wird noch eine Prise Krisiun oder Cannibal Corpse addiert. Am besten gefällt mir der Gitarrensound und die recht klare (wenn man in diesem Gewitter von klar sprechen kann) Produktion. Definitiv eines der brutalsten Alben des Jahres, das mit 35 Minuten allerdings nicht allzu üppig ausgefallen ist. Warum? Nach einer halben Stunde legt sich der Drummer erst mal zum relaxen ins Sauerstoffzelt… Der „Gesang“ ist der Death-Metal-typische Mix aus Growl-Grunzen, Oraler Defäktion und Röchel-Röhren. Ziemlich nervig auf die Dauer. Genrefans sollten den Südamerikanern (vielleicht stimmt die These ja doch, das mit härteren Lebensumständen auch die Musik härter wird. Andererseits – warum gibt es dann in Norwegen so viel Black Metal?) beide Ohren leihen, könnte mir vorstellen, das sich der eine oder andere überzeugen lässt. Für alle übrigen: ab und zu ist ein Song wie der Titeltrack eine ganz schöne Abwechslung vom wahren Metal. Und damit wäre wohl auch das Vorurteil meines werten Redaktionskollegen Thomas H. entkräftet, ich würde musikalisch in den Achtzigern leben. Ha! Jetzt ist aber Schluß, muss mich erst mal bei ‘ner Runde Axehammer etwas entspannen.

Wings

Tracklist:

1. At War

2. … And The Immortals Shall Rise

3. Killing For The Domain

4. Spawning The Rebellion

5. Flagellation Of Christ

6. Hell’s Decree

7. The Legacy Of Eternal Wrath

8. Burn The Promised Land

9. Triumph Of The Unholy Ones

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