PÄNZER: Fatal Command

panzer fatal command Cover

PÄNZERs „Fatal Command“ ist da: thrashig, kritisch, gut. Wenn mit HERMAN FRANK bei PÄNZER plötzlich der zweite Songwriter und Gitarrist fehlte und wie SCHMIER und Drummer Stefan Schwarzmann die Lücke nach dem Prinzip „doppelt hält besser“ füllten, lest ihr hier.

Ja, genau: Wir sprechen von ehemals THE GERMAN PANZER, ehemals PANZER. Bereits den dritten Bandnamen zu haben, vor der zweiten Veröffentlichung, das schaffen nicht viele. SCHMIER kanns. Nachdem mit den beiden Neuzugängen Pontus Norgren (HAMMERFALL) und V.O. Pulver (G.U.R.D., POLTERGEIST) – HERMAN FRANK verließ die Band 2016 –  zwei neue, nicht aus Deutschland stammende Gitarristen mit an Bord genommen wurden, war mit dem Schweden und dem Schweizer das „German“ hinfällig und man entschied sich schlicht für PÄNZER. Ist ja aber eigentlich auch völlig wurscht.

Nachdem auf der Erstlingsscheibe „Send Them All To Hell“ von (damals noch) THE GERMAN PANZER die Einflüsse beider Songwriter (SCHMIER und HERMAN FRANK) deutlich hörbar waren, gehören die etwas abgemilderten Töne nun der Vergangenheit an. PÄNZER thrashen ihr zweites Werk „Fatal Command“ im 80er Jahre Stil und machen ihrem Namen alle Ehre. Hier wird alles überrollt, was musikalisch, stilistisch oder lyrisch nicht ordentlich Krach macht.

DESTRUCTION-Frontman SCHMIER zeigt sich bei PÄNZER in Bestform

Los geht’s schnell, hart und mit messerscharfem Sound, der sich übrigens durch das ganze Album zieht. „Satan’s Hollow“ mit SCHMIERs Thrashstimme ist ein wirklich gut gewählter Opener. Der Titeltrack „Fatal Command“ wird mit einem zum Bangen einladenden „Let’s Go“ begonnen, der Gesang ist rau bis teilweise fast (aber nie ganz) klar. Einen weiteren Banger finden wir am Ende des Silberlings mit „Promised Land“. Und als müsste die Hörerschaft noch extra angefeuert werden, beginnt „Afflicted“ mit einem motivierenden „JAJAJAJAJA“. „Bleeding Allies“ bollert mit schnellen Riffs und eingängigem Refrain im coolen Kombipack mit SCHMIERs Geschrei. Auf die obligatorische Ballade wurde einfach verzichtet.

„Is This Really The Best Way To Protect Our Country?“ Das finden PÄNZER  vermutlich nicht!

Thematisch ist die Scheibe eher vielseitig und so findet man auf „Fatal Command“ natürlich auch Kritik. „We Can Not Be Silent“ z.B. beginnt mit einem kritischen:“ Is this really the best way to protect our country?“.Das mag sein wie es möchte, auf jeden Fall ist es dieses Album wert, gehört zu werden. 80er Thrash, in technisch modernem Gewand!

Veröffentlichung: 6.10.2017

Spielzeit: 58:06

Line-Up: Schmier: Vocals, Bass; Pontus Norgren: Guitars; V.O. Pulver: Guitars; Stefan Schwarzmann: Drums

Label: Nuclear Blast

Im Netz: facebook.com/TheGermanPanzer

PÄNZER „Fatal Command“ Tracklist

Satan’s Hollow
Fatal Command (Video bei YouTube)
We Can Not Be Silenced (Lyrics-Video bei YouTube)
I’ll Bring You The Night [Explicit]
Scorn And Hate
Afflicted [Explicit]
Skullbreaker
Bleeding Allies
The Decline (…And The Downfall)
Mistaken
Promised Land
Wheels Of Steel

 

Teilen macht Freude: