OVERKILL: The Electric Age

OVERKILL: The Electric Age

Sein wir mal ehrlich: OVERKILL haben in den letzten zehn und mehr Jahren immer solide Kost abgeliefert, richtig umgehauen haben die New Yorker aber nicht mehr. Bis, ja bis vor zwei Jahren Ironbound rauskam. Man hatte sich ja schon damit begnügt, dass die Band alle paar Jahre ne neue Scheibe als Vorwand für eine Tour rausbringt und uns dann live den Arsch aufreißt. Aber mit einem so starken Album hatten OVERKILL mich echt überrascht. Jetzt steht mit The Electric Age der Nachfolger zu Ironbound an und OVERKILL können die gute Form auch auf dem neuen Album halten. Am Anfang war ich sicher, dass Ironbound letztendlich doch das bessere Album ist, inzwischen würde ich sagen, dass beide Alben sich nicht viel nehmen. So oder so ist The Electric Age ein Album, welches eine Band zeigt, die immer noch vor Spielfreude sprüht und jede Nachwuchs Thrash-Band mit links an die Wand klatscht. Diese Band ist echt, ihre Musik ist echt, kein Image, keine Allüren. Nur 100% Metal!

Der Opener Come And Get It überrascht mit ACCEPT-mäßigen Chören zwischendurch und ist ansonsten ein typischer Up Tempo Nackenbrecher mit wieselflinken Soli der Herren Linsk und Tailer, die allgemein auf The Electric Age wieder groß auftrumpfen. Beim bereits vorab vorgestellten Electric Rattlesnake geben OVERKILL noch mehr Gas – der Song wird live mit Sicherheit dabei sein und den Moshpit auf Touren bringen. Das Riff in der Strophe von Wish You Were Dead klingt ein bißchen nach den Kollegen von EXODUS und ergibt einen weiteren Hammer. Meine Fresse, diese Band ist echt nicht müde zu kriegen. Oder doch? Black Daze rockt etwas entspannter aus den Boxen, man meint fast, Bobby Blitz wäre mal kurz nicht kurz davor zu explodieren. Dafür wird im Mittelteil ausführlich soliert.

Alle die währenddessen trotzdem eingepennt sind, werden mit Save Yourself ganz schnell zurück ins Leben geholt. Das ist wieder eines dieser Alben, bei denen ich fast durchgehend headbangend am Tisch sitzen könnte. Könnte… Sieht aber blöd aus. Die Katzen denken noch, ich würde jetzt endgültig durchknallen. Mit Drop The Hammer, welches durch die sehr melodischen Gitarrenharmonien hervorsticht, dem rhythmischen Groover Old Wounds New Scars oder All Over But The Shouting, bei dem Bobby im Refrain ein bißchen nach U.D.O. klingt, gehen auch im weiteren Verlauf die Highlights nicht aus. Also Leute, am Freitag rennt ihr bitte alle in die Läden und kauft The Electric Age, viel besser wird es in Sachen Thrash dieses Jahr nicht mehr, da verwette ich meinen Arsch drauf!

Veröffentlichungstermin: 30.03.2012

Spielzeit: 50:32 Min.

Line-Up:
Bobby Blitz Ellsworth – vocals
Dave Linsk – guitars
Derek Tailer – guitars
D. D. Verni – guitars
Ron Lipnicki – drums
Label: Nuclear Blast

Homepage: http://www.http://wreckingcrew.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/pages/Overkill/6210233633

Tracklist:
01. Come And Get It
02. Electric Rattlesnake
03. Wish You Were Dead
04. Black Daze
05. Save Yourself
06. Drop The Hammer
07. 21st Century Man
08. Old Wounds New Scars
09. All Over But The Shouting
10. Good Night