ORIGIN: Antithesis

ORIGIN: Antithesis

Fasten your seat belts, please! Nachdem bereits HATE ETERNAL vor kurzem mit Fury & Flames in Sachen Irrsinn ordentlich vorlegten, würden ORIGIN sich in ihrer Ehre gekränkt fühlen, es nicht zumindest zu versuchen. Ohne um den heißen Brei herumzureden, das Quartett aus Kansas gewinnt das Duell um den amerikanischen Brutal Death Metal-Thron mit Leichtigkeit. Denn Antithesis ist ein unglaubliches Album geworden, eines, das nicht langweilig wird, obwohl nur geballert wird.

Wieder in der Besetzung ihres zweiten Albums Informis Infinitas Inhumanitas angekommen, wird das schwache Echoes of Decimation in Grund und Boden geblasen. Das hier ist die eigentliche Weiterführung des Zweitwerks dieser Band, zeigt einerseits eine technische Weiterentwicklung, andererseits auch ausgefeilteres Songwriting. Die Songs sind nicht nur kurze, zweiminütige Knüppeleien, sondern ausgestattet mit niveauvollen Riffs, die erstaunlich gut ins Gehör gehen. Die Gitarristen Jeremy Turner und Paul Ryan können sich vollends austoben und liefern hier und da zusätzlich saucoole Gitarrenleads. Das Drumming von John Longstreth ist gewohnt tight und hochwertig, doch was besonders kickt, ist der fiese Gesang, dessen Abwechslungsreichtum und stimmliche Ausdauer beeindruckend ist.

Mit Wrath of Vishnu, The Beyond Within und der abschließenden Übernummer Antithesis haben sich außerdem Mördersongs auf dieses Album geschlichen, so dass weder Abnutzungs- noch Ermüdungserscheinungen auftreten. Klar, Antithesis ist in seinem Mikrokosmos der Brutalität ein Meisterstück. Um jedoch auch für andere Gruppen interessant zu sein, fehlt das Spezielle. Ein Genre-Highlight ist Antithesis allerdings locker geworden: Grimmig, mies gelaunt und kompromisslos bis in die Haarspitzen. Fans kommen an diesem Werk nicht vorbei, andere Zielgruppen werden auch trotz des unglaublichen Niveaus wegen des dargebotenen Wahnsinns dennoch keinen Gefallen an ORIGIN finden. Schade eigentlich.

Veröffentlichungstermin: 11. April 2008

Spielzeit: 41:50 Min.

Line-Up:
James Lee – Vocals
Paul Ryan – Guitar
Jeremy Turner – Guitar
Mike Flores – Bass
John Longstreth – Drums

Produziert von Robert Rebeck
Label: Relapse Records

Homepage: http://www.origin-site.com

Tracklist:
1. The Aftermath
2. Algorithm
3. Consuming Misery
4. Wrath of Vishnu
5. Finite
6. The Appalling
7. Void
8. Ubiquitous
9. The Beyond Within
10. Antithesis

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