ONSLAUGHT: Sounds Of Violence

ONSLAUGHT: Sounds Of Violence

Für ihr Comeback-Album Killing Peace haben ONSLAUGHT vor knapp vier Jahren durchweg gute bis sehr gute Kritiken erhalten. Jetzt haben die Briten mit Sounds Of Violence endlich nachgelegt und eröffnen das Jahr 2011 mit einer weiteren starken Thrash-Scheibe. Personell hat es einen Wechsel an der Gitarre gegeben, Alan Jordan wurde gegen Andy Rosser-Davies ausgetauscht. Zwischen das Intro Into The Abyss und das Outro The End Of The Storm haben ONSLAUGHT acht Thrash-Granaten gepackt, die sich wie gewohnt am Bay Area-Sound orientieren, insbesondere EXODUS haben deutliche Spuren im Sound der Band hinterlassen. Und wie die US Legende schaffen es auch ONSLAUGHT den klassischen Bay Ara Thrash-Sound in die Gegenwart zu retten, zu keiner Sekunde angestaubt zu klingen.

Im Gegenteil, die Engländer klingen sogar noch eine ganze Ecke moderner als die Post-Reunion-EXODUS ohne dabei ihre Wurzeln aus dem Auge zu verlieren oder sich gar an aktuelle Trends in Sachen moderner, harter Mucke anzubiedern. Einzig die Tatsache, dass Sy Keeler auch gesanglich stark in Richtung EXODUS tendiert finde ich etwas schade, sein melodischer Gesang auf dem 1986 Meisterstück The Force gefiel mir eigentlich verdammt gut. Aber auch so macht er seine Sache verdammt gut und das aggressivere Shouting passt natürlich auch zur härteren musikalischen Ausrichtung. Sogar vereinzelte Growls, unter anderem bei Code Black gibt der Mann von sich.

Mit dem Opener Born For War treten ONSLAUGHT das Gaspedal direkt bis zum Boden durch. Die Gitarristen Nigel Rockett und Andy Rosser liefern sich das eine oder andere Duell. Beim Titeltrack kommt der EXODUS-Einschlag besonders stark durch während beim Code Black im Mid Tempo gegroovt wird. Es ist also für jeden was dabei, Leute, die Thrash-Bands aus den Achtzigern jegliche Anpassung ihres Sounds absprechen wollen, mal ausgeklammert. Mit Sounds Of Violence sollte es ONSLAUGHT also gelingen, alle Thrasher abzugreifen, die an den ja durchaus ebenfalls modernisierten Sounds der Bay Area-Helden wie EXODUS oder DEATH ANGEL ihre Freude haben. Als Bonustrack gibt es noch ein Cover des MOTÖRHEAD-Klassikers Bomber zu hören bei dem man sich Phil Campbell und Tom Angelripper als Gäste dazu geholt hat. Sehr gelungene Umsetzung wie ich finde. Zum zweiten Bonustrack kann ich nichts sagen, der fehlt bei meiner Promo. Wie auch immer, Sounds Of Violence ist eine sehr gute Scheibe geworden, die man als Thrasher auf jeden Fall gehört haben sollte. Der zweite Frühling alter Hasen geht also fröhlich weiter, gut zu wissen.

Veröffentlichungstermin: 28.01.2010

Spielzeit: 48:01 (inklusive Bonustrack Bomber) Min.

Line-Up:
Sy Keeler – vocals
Nige Rockett – guitar
Andy Rosser-Davies – guitar
Jeff Williams – bass
Steve Grice – drums

Produziert von Jacob Hansen
Label: AFM Records

Homepage: http://www.onslaughtfromhell.com

MySpace: http://www.myspace.com/onslaughtuk

Tracklist:
01. Into The Abyss (Intro)
02. Born For War
03. The Sound Of Violence
04. Code Black
05. Rest In Pieces 
06. Godhead
07. Hatebox
08. Antitheist
09. Suicideology
10. The End Of The Storm (Outro) 
11. Bomber (Bonustrack)
12. Angels Of Death (Bonustrack)

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