NIKKI PUPPET: Disco Inferno

NIKKI PUPPET: Disco Inferno

NIKKI PUPPET basteln derzeit an ihrem sechsten Studioalbum. Diese Information der Rockband aus Hannover hat mich geradewegs zur Vorgängerscheibe „Disco Inferno“ geführt. Das Werk erschien vor gut zwei Jahren und hat leider erst jetzt mein Interesse geweckt. In der Zwischenzeit erschien 2016 noch ein Re-Release des Debüts „Puppet On A String“ von 2005. Aber zurück zu „Disco Inferno“: Der Silberling besteht aus 14 Titeln, die in guten 50 Minuten ordentlich abrocken. Produziert wurde die Scheibe wieder von HERMAN FRANK (THE GERMEN PANZER, VICTORY, ACCEPT).

Ich ignoriere die Anspiel-Tipps der Band und folge umgehend dem Hinweis des Gitarristen Christos Mamalitsidis. Ich starte mit Titel Nummer drei „I Like to Drink“. Was bei NIKKI PUPPET immer auffällt, kracht auch hier direkt ins Ohr. Es ist die überwiegend rotzig-ausdrucksvolle Stimme von Frontfrau Nicky Gronewold. „I Like to Drink“ ist ein totaler Party-Song. Rockig und eingängig beinhaltet er textmäßig die Getränkekarte einer gut sortierten Bar. Sonderbar, dass ausgerechnet der „Jack and Coke“ fehlt. Sei es drum, durstig geht hier niemand nach Hause. Abgesehen davon, dass dieser Titel auch am Nachmittag nüchtern Spaß macht, wurde er mit ganz viel Liebe zum Detail geschrieben. Immer wieder werden passende Partygeräusche fast beiläufig zwischengemischt. So hört man zum Beispiel zu Beginn das Öffnen einer Bierflasche, im Verlauf noch das Ploppen eines Korkens und die etwas angetrunkene Partystimmung.

Auf „Disco Inferno“ brilliert Frontröhre Nicky Gronewold erneut!

Der Opener „Insane“ besteht aus allem was NIKKI PUPPET ausmacht, den eingängigen Gitarrenriffs, rockig und hart, sowie aus der facettenreichen Stimme Nicky Gronewolds. „Paranoid Eyes“ überzeugt vor allem mit seiner coolen Melodie und ist bereits eines meiner Highlights des Albums, noch bevor ich überhaupt die ganze Scheibe gehört habe.
Abwechslung muss sein! Etwas poppig kommt „People like you and me“ daher. Aber auch die Popstimme beherrscht die Frontfrau. „Longing for the Summer“ startet slow und lässt die lang ersehnte, drückende Sommerhitze spüren, bevor sich pures Sommerfeeling breitmacht. „Amazing Grace“ lädt ein, das Leben zu rocken! Hier klingt sowohl lyrisch als auch musikalisch eine ganz deutliche Aufforderung durch. Für mich ein weiteres Highlight und ein echter Gute-Laune-Song!

NIKKI PUPPET rocken mit Riffs, Melodie und Stimme!

Mit „Puppet on a Wire“, „Shout it Out“ und „Elevate me“ reihen sich noch weitere eingängige Rock-/ Hardrock-Songs an. Gegen Ende des Albums kommen wir bei meinem absoluten Favorite an: „Days turn into Night“! Starke Riffs spielen mit der Leadstimme und Melodie.
Abschließend haben NIKKI PUPPET noch eine akustische Überraschung mit draufgepackt. Countrymäßig angehaucht stellt „Mirror Mirror II“ die Frage „Spieglein, Spieglein an der Wand..?“…

Wer Female Fronted Rock und Hardrock mag liegt hier goldrichtig. NIKKI PUPPET beweisen auf „Disco Inferno“ einmal mehr was sie können: Abwechslungsreichen, eingängigen und aussagekräftigen Rock!

Veröffentlicht: 30.10.2015

Spielzeit: 52:15 min.

Line-Up:
Nicky Gronewold: Vocals
Anke „Basspüppi“ Doernberg: Bass
Christos Mamalitsidis: Guitars
Felix „Thunder“ Zander: Drums

Produzent: Nikki Puppet/ Herman Frank

Label: 7hard/ membran

Band-Homepage: http://www.nikkipuppet.de

Mehr im Netz: https://de-de.facebook.com/nikkipuppet/

Tracklist NIKKI PUPPET „Disco Inferno“:

1. Insane 3:25
2. Paranoid Eyes 3:16
3. I like to drink 3:53 (YouTube Link)
4. People like u and me 3:53
5. Longing for the Summer 4:44
6. Amazing Grace 3:28
7. Puppet on a Wire 3:30
8. Wild at Heart 3:42
9. Shout it Out 3:57
10. Soar Up 3:38
11. Elevate me 3:30
12. Days turn into Night 3:17 (YouTube Link)
13. Not your Doll 3:22
14. Mirror Mirror II 4:34