NEVERMORE: Dead Heart in a Dead World

NEVERMORE: Dead Heart in a Dead World

Ja, Leute! Alles, was ihr im Vorfeld zu dieser Veröffentlichung gelesen habt, ist wahr! Das neue NEVERMORE-Album Dead Heart in a Dead World ist erneut ein Meisterwerk geworden, das Album ist wieder ein ganzes Stück eingängiger als die beiden Vorgänger – was jedoch auf keinen Fall einer Qualitätsminderung gleich kommt –, Warrel Dane schreit ab und an wieder wie in alten SANCTUARY-Tagen, Andy Sneap hat für eine moderne, aber dennoch hervorragende Produktion gesorgt und mit Sound of Silence hat die Band erneut eine der außergewöhnlichsten Cover-Versionen der Musikgeschichte abgeliefert.

Was gibt es also sonst noch zu sagen? Nichts und dennoch so viel! NEVERMORE-Fans dürfte klar sein, was auf sie zu kommt und wer auf anspruchsvollen Metal (das Kleid progressiver Power-Metal sitzt dieser Band nach wie vor viel zu eng) steht, wird an Dead Heart in a Dead World nicht vorbei kommen!

Tja, bleibt also nur, all denjenigen, die mit NEVERMORE bisher noch nicht in Berührung kamen, zu erklären, was die Qualitäten dieser Band sind: NEVERMORE bestechen durch unkonventionelle Songstrukturen, die nach intensiver Auseinandersetzung jedoch stets schlüssig sind. Jedes einzelne Bandmitglied ist ein Ass auf seinem Instrument. Jim Sheppard sorgt gemeinsam mit Van Williams für eine tighte und powervolle Rhythmusarbeit, wobei vor allem das Schlagzeugspiel auf diesem Album hervorzustechen weiß. Und auch Jeff Loomis hat für Dead Heart in a Dead World wieder eine ganze Reihe an interessanten Ideen beigetragen und gleichzeitig perfekt umgesetzt (das gesamte Album wurde übrigens mit einer 7-saitigen Gitarre eingespielt!). Bestes Beispiel: The River Dragon has come! Verstärkt kommen auf dem neuen NEVERMORE-Album auch akustische Gitarren zum Einsatz und mit The Heart Collector, Believe in Nothing und Insignificant kommen gleich drei ruhigere Songs zu tragen, die aber gerade durch ihre Intensität und ihre eingängigen Refrains zu den Höhepunkten des Albums gehören. Intensität ist eh ein Stichwort, das man mit dem Namen NEVERMORE gleich setzen kann. Bei dieser Band gibt es kein oberflächliches Geplänkel, hier hat jede Note, jeder Ton und jede Textzeile ihre tiefere Bedeutung. Und nicht zuletzt kann die Band mit Warrel Dane wohl einen der besten Metal-Sänger aller Zeiten vorweisen, der mit seinen oftmals bizarr anmutenden und tief schürfenden Texten und den dazugehörenden eigenwilligen Gesangsmelodien seinen Stempel auf die Songs aufdrückt.

Glaubt mir, bei diesem Review ist kein Superlativ zu viel. NEVERMORE ist Band und Stilbezeichnung gleichzeitig und nebenbei wohl eine der wenigen Bands, die es versteht, moderne Metal-Sounds so mit traditionellen Elementen zu kombinieren, dass zum einen die Glaubwürdigkeit stets bewahrt ist und der musikalsiche Anspruch gleichzeitig befriedigt wird. Wie auch all die Vorgängeralben gehört Dead Heart in a Dead World in jede vernünftige Metal-Sammlung!

Die CD erscheint übrigens inklusive 2-er Multimedia-Tracks, auf denen die beiden Videos der Band What tomorrow knows und The Next in Line zu finden sind! Und außerdem ist Dead Heart in a Dead World das erste NEVERMORE-Album, das auch auf Vinyl erscheinen wird.

Fierce

Veröffentlichungstermin: 18.09.00

Spielzeit: 56:49 Min.

Line-Up:
Warrel Dane – Vocals

Jeff Loomis – Guitars

Jim Sheppard – Bass

Warrel Dane – Vocals

Produziert von Andy Sneap
Label: Century Media

Hompage: http://www.the.nl./nevermore/

Tracklist:
1. Narcosynthesis

2. We Disintegrate

3. Inside four Walls

4. Evolution 169

5. The River Dragon has Come

6. The Heart Collector

7. Engines of Hate

8. The Sound of Silence

9. Insignificant

10. Believe in Nothing

11. Dead Heart in a Dead World