MOTORJESUS: Wheels Of Purgatory

MOTORJESUS: Wheels Of Purgatory

Vier Jahre sind seit dem letzten MOTORJESUS-Album Deathrider vergangen. Nach diversen personellen Querelen gab es Ende letzen Jahres ja in Form der 100.000 Volt Survivor-EP wenigstens mal ein Lebenszeichen abseits der Live-Auftritte, dann zum Jahreswechsel die Quasi-Reunion mit Guido Reuss und Oliver Beck. Und jetzt ist endlich auch das dritte Album der Mönchengladbacher Heavy Rocker fertig. Hat ja auch lang genug gedauert. Wie klingen MOTORJESUS denn nun auf dem dritten Album? Hat das ewige Hin und Her in Sachen Line Up die Band zermürbt? Alle Fans können sich beruhigt zurücklehnen, denn mit Wheels Of Purgatory haben MOTORJESUS erneut eine konkurrenzlose geile Heavy Rock-Scheibe abgeliefert, die, zumindest denke ich das momentan, den Vorgänger Death Rider übertrifft. Insgesamt wirken MOTORJESUS auf ihrem dritten Album eine Spur reifer, die Songs insgesamt noch mal eine Ecke ausgearbeiteter. Wenn es stimmt, was man über das dritte Album einer Band sagt, dann sollte der Band der schon lange verdiente Durchbruch nun endlich mal gelingen, denn auf Wheels Of Purgatory rocken die Mönchengladbacher auf einem Niveau, dass dieses Jahr sonst keiner erreicht hat, der meinen weg kreuzte. Auch die aktuelle VOLBEAT kann da nicht mithalten.

Chris Birx hat immer noch eine saugeile Rockröhre und liefert hier vielleicht seine bisher beste und variabelste Gesangsleistung ab, dazu die starken, mal gefühlvollen, mal wilden Soli von Andy Peters und das fette Rhythmus-Fundament der Herren Reuss, Beck und Jasicak. Egal ob MOTORJESUS bei Down To Zero oder Fuel The Warmachine die fetten Groves auspacken oder wie bei West Of Hell oder dem Album-Highlight The Church (Of Booze And Kerosene) Vollgas geben, die Mönchengladbacher machen einfach alles richtig. Besonders The Church kommt wirklich ganz nah an die immer noch unerreichte Bandhymne Motorjesus ran. Bei The Shadowman zaubern MOTORJESUS zwischendurch mal ein Riff aus dem Ärmel, dass verdächtig nach OVERKILL´s Necroshine klingt während es bei King Of The Dead End Road stilecht eine Kuhglocke zu hören gibt. Ihr wisst schon, we need more cowbell! Mit Fist Of The Dragon und dem wunderschönen, das Album ruhig beendenden NEIL YOUNG-Cover Old Man finden sich auf Wheels Of Purgatory zwei Songs von der Ende letzten Jahres veröffentlichten 100.000 Volt Survivor-EP. So, genug gequatscht, kauft das Teil!

Veröffentlichungstermin: 10.12.2010

Spielzeit: 53:21 Min.

Line-Up:

Christoph Birx – vocals
Andreas Peters – lead guitar
Guido Reuss – guitar
Roman Jasicak – bass
Oliver Beck – drums

Produziert von Achim Kaiser @ Sonic Sound Studio
Label: Drakkar/Sony

Homepage: http://www.motorjesus.net

MySpace: http://www.myspace.com/motorjesus

Tracklist:

01. Ignition
02. Motor Discipline
03. Fist Of The Dragon
04. King Of The Dead End Road
05. Fuel The Warmachine
06. Hammer Of The Lord
07. West Of Hell
08. Down To Zero
09. Wheels Of Purgatory
10. The Church (Of Booze And Kerosene)
11. The Shadowman
12. Fire 99
13. Electric Rise (Bonus Track)
14. Old Man (NEIL YOUNG-Cover, Bonus Track)