MOB RULES: Ethnolution A.D.

MOB RULES: Ethnolution A.D.

Ums gleich vorweg zu nehmen, mit Ethnolution A.D. ist MOB RULES das bisher ausgereifteste Album der Bandgeschichte gelungen. Wo man bei früheren Werken wie z.B. Hollowed Be Thy Name aufgrund von zuviel Bombast teils ins Kitschige abgedriftet ist, da spannt die mittlerweile fünfte Veröffentlichung der Wilhelmshavener den Bogen zwischen Härte und Bombast nahezu perfekt.
Bestes Beispiel dafür: der Opener Ethnolution mit einer Gesamtspielzeit von zirka 24 Minuten. Auf CD in sechs Teile untergliedert, wirkt der Song dennoch keine Sekunde schlicht zusammengefügt, sondern durchgehend als homogenes Ganzes. In Ethnolution ist wirklich alles drin. Ob im Midtempo angesiedelt (Unhloy war, Ashes to ashes), ob Doublebass-Stampfer (Fuel to the fire) oder ob eine von einem gefühlvollen Instrumental (Veil of death) eingeleitete Hymne (The last farewell, das übrigens auf der bandeigenen Homepage als Video begutachtet werden kann), MOB RULES fügen alles ein was diesen Song zu einem Opus werden lässt: Druck, Dramatik, Athmosphäre…

Das Album Ethnolution A.D. hat noch mehr zu bieten, zum Beispiel das rockige Day and a lifetime, das orientalisch angehauchte Ain´t the one, oder das piano-untermalte With sparrows. Für Puristen ist mit dem doublebassbestimmten New horizon auch noch ein feiner Happen dabei. Wirklich hervorzuheben ist aber noch die abschließende Ballade Better morning, die abwechselnd mit ruhigen, melodischen und dramatischen Passagen glänzt. Dieser Song hätte aufgrund seiner brillanten Athmosphäre durchaus auch noch sehr gut ins Konzept von Ethnolution gepasst.

Sänger Klaus Dirks liefert zudem, wie auf den vorhergehenden Alben, einen meisterhaften Job. Die Instrumentalfraktion steht dem Sänger in nichts nach und der Spagat zwischen Härte und Bombast wurde so erfolgreich wie nie zuvor von dieser Band bewältigt. In Sachen Sound gab es sowieso noch nie was zu meckern und das hat man auch mit dem neuesten Sprössling wieder eindrucksvoll demonstriert.

Ethnolution A.D. ist ein Album geworden, das ich der Band so nicht zugetraut hätte und damit sollte es MOB RULES absolut gelungen sein, die führende Position in Deutschland im Melodic Metal Bereich zu festigen, wenn nicht sogar noch ein bisschen auszubauen. Ein Melodic Metal Highlight des Jahres 2006. Daumen hoch und weiter so!!!

Spielzeit: 51:10 Min.

Line-Up:
Vocals: Klaus Dirks
Guitar: Sven Lüdke und Matthias Mineur
Bass: Markus Brinkmann
Drums: Arved Mannott
Keyboards: Sascha Onnen

Produziert von MOB RULES
Label: SPV

Homepage: http://www.mobrules.de

Tracklist:
Ethnolution:
a) prologue
b) unholy war
c) ashes to ashes
d) fuel to the fire
e) veil of death
f) the last farewell
Day and a lifetime
River of pain
Ain´t the one
New horizon
With sparrows
Better morning

Gastreview von Metallmonster