MIDNIGHT: Shox Of Violence

MIDNIGHT: Shox Of Violence

MIDNIGHT sind mit einem weiteren Schlag in die Fresse zurück! Mastermind Athenar hat wohl schon das komplette nächste Album im Kasten, beglückt uns jetzt aber erst mal mit einer 12″ Vinyl-Single mit vier neuen Songs. Ach ja, die CD-Version enthält noch ein paar Bonustracks… 21 Bonustracks, um genau zu sein. So kommt zu den etwa elf Minuten Spielzeit noch mal ne Stunde Bonumaterial dazu. Kann man machen. Die Extra-Songs sind Beiträge zu diversen Splits oder Flexi-Discs. Ein großer Teil der Bonustracks sind Cover-Songs so unterschiedlicher Acts wie VENOM, THE SPITS, GIRLSCHOOL oder QUIET RIOT. Kein Scheiß, MIDNIGHT covern „Slick Black Cadillac“.

Aber kommen wir erst mal wieder zu den eigentlichen Songs von „Shox Of Violence“. Hier bekommt der geneigte MIDNIGHT-Connoisseur die bekannte Mischung aus MOTÖRHEAD, VENOM und CELTIC FROST beziehungsweise HELLHAMMER geboten. „Death Scream“ paart Rudimentär-Thrash mit einer ordentlichen Portion Rock´n´Roll. „Who Gives A Fuck?“ ist als Tribut an Lemmy gedacht und klingt daher nicht ganz überraschend wie ne Mischung aus MOTÖRHEAD und Bahnhofsklo. Wunderbar! „Ready for Destruction“ springt dich danach an wie ein tollwütiger Köter, der kurz vorher ne MOTÖRHEAD-CD gehört und sich zugekokst hat. Bei „Groin Gripper“ packt  Athenar dann tief in die Kiste mit den modrigen, stumpfen HELLHAMMER-Riffs. Stumpf as stumpf can!

Und jetzt noch mal zu den Bonustracks. „Sadist Sodomystic Seducer“ von der 2015er Split mit SHITFUCKER ist eine rumpelige, räudige Speed Metal-Atttacke. Die beiden folgenden VENOM-Cover fügen sich nahtlos ein und passen stilistisch sowieso wie Arsch auf Eimer. Vor allem die gefühlt doppelt so schnelle Version von „In League With Satan“ klatscht das Original mal eben an die Wand. BÄM! Ich muss allerdings anmerken, dass nicht alle Bonustracks die Qualität dieser Stücke halten können. Vor allem die Soundqualität geht zu nicht geringen Teilen an die Grenze des zumutbaren – und das schon am generellen Maßstab einer MIDNIGHT-Produktion gemessen. Von den eigenen Songs haut mich „The Witch“ auch nicht unbedingt aus den Socken. Das QUIET RIOT-Cover von „Slick Black Cadillac“ wiederum hat in der hier gebotenen, völlig verranzten und rumpeligen Version durchaus seinen Charme, obwohl sich auch hier der Sound dem spielerischen Niveau anpasst. Ziemlich gut rein laufen auch die beiden Cover-Songs von TAIPAN, CRUCIFIXION und SCARAB.

Alles in allem bekommt man hier trotz einiger Makel mehr als genug geilen Stoff um die Vernichtung größerer Mengen Dosenbier zu beschallen. Wer den räudigen MIDNIGHT-Sound ins Herz geschlossen hat, der kann hier wenig falsch machen.

Veröffentlichungstermin: 20.02.2017

Spielzeit: 71:27

Line Up:
Athenar    – vocals, guitars, bass
SS – Drums

Label: Hells Headbangers Records

Homepage: /totalmidnight.webs.com/

Mehr im Netz: www.facebook.com/Midnight-87909491643

Tracklist:
01. Death Scream 02:33  
02. Who Gives a Fuck? 02:56  
03. Ready for Destruction 02:25  
04. Groin Gripper 03:14  
05. Sadist Sodomystic Seducer 02:12  
06. In League with Satan (VENOM cover) 02:45  
07. Too Loud for the Crowd (VENOM cover) 02:41  
08. The Witch 03:01  
09. Breakout (TAIPAN cover) 03:00  
10. Hells Fire (MISTREATER cover) 03:23  
11. TAP 03:17  
12. When I Die (PAGANS cover) 02:43  
13. Unholy and Rotten (live) 02:41  
14. …on the Wings of Satan (live) 03:46  
15. Slick Black Cadillac (QUIET RIOT cover) 04:25  
16. Nuclear Bomb (THE SPITS cover) 01:12  
17. Black Kar (THE SPITS cover) 01:49  
18. Rat Face (THE SPITS cover) 01:51  
19. Shitty World (THE SPITS cover) 01:37  
20. Death Sentence (CRUCIFIXION cover) 02:21  
21. Wicked Women (SCARAB cover) 03:16  
22. Eyes of Satan (PAGANS cover) 02:08  
23. Watch Your Step (GIRLSCHOOL cover) 03:13  
24. Vomit Queens (demo) 04:02  
25. Cross Held High (demo) 04:54  

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