MADE OF IRON: Made of Iron

MADE OF IRON: Made of Iron

Tja, da kann die Band mal schauen, wie sie aus der Kiste wieder raus kommt. Nicht nur, dass man die MAIDEN-Einflüsse im eigenen Sound offensichtlich macht, das Label vermarktet mit dem Vergleich auch noch – klar, schließlich begann man ja auch als IRON MAIDEN-Coverband – und mit Sicherheit wird kein Rezensent daran vorbei kommen, den Namen der Engländer immer wieder zu zücken, um den Sound dieser Band zu beschreiben. Ja und den Namen an sich könnte man so oder so als Wortspiel pur betrachten.

MAIDEN-Klons gibt es auf der ganzen Welt, die einen sind überzeugender in dem was sie machen, andere weniger. MADE OF IRON gehören zu der Sparte Bands, bei denen zumindest ab und an weitere Einflüsse durchscheinen, bei denen der Sänger nicht zwingend nach Dickinson klingt, die wenig eigene Ideen mitbringen, dennoch aber ganz ordentlich Spaß machen.

Wie gesagt, MAIDEN als stärksten Einfluss zu nennen, da kommt man nicht drumherum. Das schöne bei MADE OF IRON ist allerdings, dass die Band weiß, wie sie die Energie ihrer Musik auf den Hörer überträgt. Vor allem die Refrains bleiben einem richtig schön im Kopf hängen und trotz Ohrwurm nervt das ganze nicht. Somit ist also auf jeden Fall schon mal für gute Laune beim Hörer gesorgt und man hat die Sympathien auf seiner Seite. Durch die mittelalterlich angehauchten mehrstimmigen Gitarrenleads wird von Zeit zu Zeit auch eine leichte Assoziation mit den Schweizer True-Metal-Kollegen von EMERALD geweckt und somit auch ein Brückenschlag zu WARLORD gemacht. Das aber wirklich nur sehr dezent. The Alchemist könnte in ähnlicher Form durch die treibenden Gitarren auch auf der neuen WOLF stehen und die hatten früher ja schon gleichgelagerte Probleme. Das Album mit einem Song zu beenden, der den Vergleich mit Alexander the Great geradezu aufdrängt, lässt letztendlich aber dann doch keine Fragen mehr offen.

Wichtig bei derartiger Musik ist natürlich, dass auch der Sänger passt und da hat man einen am Start, dessen Organ sich weder nach oben, noch nach unten besonders hervorhebt. Vielmehr setzt er das, das, was er singt, stets im Dienste des Songs um und kann an der ein oder anderen Stelle auch Akzente setzen. Und somit passt das.

Wie so oft ist es aber eben auch bei MADE OF IRON so, dass auf Dauer eine gewisse Gleichgültigkeit einsetzt. Man hört sich das Zeug sehr gerne an, hat aber nie das Gefühl, dass man dieses Album jetzt unbedingt einlegen muss, um sein Seelenheil zu erlangen, genauso fiebert man einzelnen Songs auch nicht entgegen. Das bringt einen in den üblichen Konflikt der Bewertung: denn auf der einen Seite mag man das Gehörte recht gerne. Aber was für eine Empfehlung soll man aussprechen, wenn man objektiv zum Schluss kommen muss, dass man was Neues nicht wirklich geboten bekommt. Deshalb mein Rat: Entscheidet einfach nach aktueller Lust und Laune, ob ihr Made of Iron im CD-Regal stehen haben wollt oder nicht.

Veröffentlichungstermin: 17. Dezember 2004

Spielzeit: 48:52 Min.
Label: Sonic Age Records

Hompage: http://www.madeofiron.com

Tracklist:
1. Fight for the Cross…Die for Jerusalem

2. The Storm Just Began

3. Made of Iron

4. The Alchemist

5. Never Deny your Fate

6. Peace in Flames

7. Time to Repent

8. Gates to Purgatory

9. King of all Kings