MADAME MAYHEM: Now You Know

MADAME MAYHEM: Now You Know

Klar, als attraktive Frau hat man es irgendwie leichter im Musikbusiness. So hatte es MADAME MAYHEM sicher auch nicht schwer, namhafte Musiker für sich zu gewinnen. Billy Sheehan (TALAS, MR. BIG, WINERY DOGS) spielte nicht nur Bass und Gitarre, er schrieb auch gleich die Songs gemeinsam mit der New Yorker Sängerin und produzierte das Album. Als Sidekicks standen Basser Corey (STUCK MOJO, SAINT ASONIA), Drummer Ray Luzier (KORN, KXM) sowie Ron Thal (GUNS N´ ROSES), Russ Parrish (FIGHT, WAR & PEACE, STEEL PANTHER) sowie Simone Sello (BILLY SHEEHAN, CHICANERY, WARREN CUCCURULLO) an der Gitarre bereit. Zuhause in den USA erschien Now You Know bereits im letzten Herbst.

Geboten wird ein recht bunter, meist moderner Mix an Songs. Gleich der Opener „Monster“, zu dem es auch ein Video der durchaus knusprigen Madame gibt, kommt überraschend zäh und grungy. Ich muss hier immer wieder an die bezaubernden schwedischen Mädels von DRAIN STH denken, ebenso beim schrägen „Perfect Nightmare“. Mal wird es zappelig modern („Something Better (Now You Know)“, „Witchcraft“), mal poppig soft fürs Radio-Airplay („Left For Dead“), wo auch Alternativ- und Symphonic-RockerInnen glücklich werden. „Sacrifice“ erinnert angenehm ein wenig an VIXEN nach deren großen MTV-Zeiten. Straighte Rocker stehen neben Kuschelsongs, nett anzuhören, aber absolut Überraschungsfrei. Die bietet eher die Version des souligen BURT BACHARACH-Oldies „Anyone Who Had A Heart“ von DIONNE WARWICK bzw. CILLA BLACK. Hier packt MADAME MAYHEM ihre zarte, Mädchenhafte Stimme aus, passt! Gerade in den härteren Songs hat man auf Dauer jedoch arg zu tun mit ihrer sehr hellen Stimme, die sie gern mal nach oben schraubt. Die ist durchaus gut und passend, aber auf Dauer auch etwas ansträngend. Dass die Herren Musiker hier einen amtlichen Job abliefern, wo das genauere Hinhören immer wieder lohnt, nun ja, wir haben es mit Profis zu tun. Auch der Sound ist gut, hätte gern etwas mehr Tiefe vertragen, um die harten Songs etwas drückender zu präsentieren. Mit den interessanteren Songs am Anfang können die folgenden nicht wirklich mithalten, zumindest bleibt das Album aber sehr abwechslungsreich. Nur wirklich fesseln kann es nicht, dazu gibt es zu wenig besondere Songs und die Stimme von Frau Mayhem wird auf Dauer etwas fordernd. Trotzdem darf da gerne noch Nachschub kommen, „Now You Know“ landet öfter im Player als anfangs selbst vermutet.

Moderner, abwechslungsreicher Female Fronted Metal/Rock. Gibt es viele, MADAME MAYHEM kann sich da trotz namhafter Unterstützung nicht wirklich nach vorne absetzen, bietet aber genug, um unbedingt mal reinzuhören und auch reinzuschauen.

MADAME MAYHEM: Video zu Monster bei Youtube

MADAME MAYHEM: Video zu Left For Dead bei Youtube

Veröffentlichungstermin: 26.08.2016

Spielzeit: 52:18 Min.

Line-Up:
Madame Mayhem – Vocals
Billy Sheehan – Bass, Rhythm Guitars
Ray Luzier – Drums
Ron Thal – Lead Guitar
Russ Parrish – Lead Guitar
Corey Lowery – Bass
Simone Sello – Rhythm Guitars

Produziert von Billy Sheehan

Label: !K7 RECORDS

Homepage: http://www.madamemayhem.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/madamemayhem

Tracklist:
1. Monster
2. Perfect Nightmare
3. Something Better (Now You Know)
4. Left For Dead
5. Witchcraft
6. More Than Misery
7. Better Days
8. … After 2 AM
9. Nothing To Lose
10. Under The Microscope
11. Sacrifice
12. Pain
13. Can´t Stand
14. Anyone Who Had A Heart

Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!