KADAVERDISCIPLIN: Death Supremacy

KADAVERDISCIPLIN: Death Supremacy

Für KADAVERDISCIPLIN haben sich drei Musiker aus der schwedischen Kleinstadt Västervik zusammen gefunden, um nebst ihren Hauptbands (etwa ZOMBIFIED, BLODSRIT) zu musizieren. Fürs Schlagzeug gab es dann noch Unterstützung durch Fredrik Widigs (MARDUK, Ex-THE UGLY). Als Output bekommt man dadurch ein rundes Album wie „Death Supremacy“ zu hören, das den flotten schwedischen Black Metal der 90er-Jahre – mit erkennbaren Parallelen zu MARDUK und WATAIN – etwas moderner und melodiöser interpretiert.

„Death Supremacy“ startet stark

Schon mit dem eröffnenden Titeltrack „Death Supremacy“ legen die Schweden sehr gut los, als dass der Song ohne viel Einleitungsgeplänkel losbrettert und den Hörer mit gutem Riffing und eingängiger Melodie für sich gewinnt. In weiterer Folge nimmt die Begeisterung etwas ab, als dass allzu melodiöse Passagen der schwarzen Urgewalt mitunter den Zahn ziehen („Leading Them (Through the Pearly Gates)“). Auch wissen langsamere Tracks wie „Frozen Meadows“ nicht wirklich zu überzeugen. Doch natürlich packen KADAVERDISCIPLIN immer wieder einmal packende Riffs aus, die zwar nicht gänzlich neu, aber doch schön treibend sind („Longing for Winter“, „Cyanide Finale“).

KADAVERDISCIPLIN verstehen Handwerk

Gesanglich setzen die Schweden auf einen bissigen Keifgesang, der die Lyrics gut zur Geltung bringt. Insofern hat „Death Supremacy“ schon Hand und Fuß und wirkt als Black Metal-Album durchaus schlüssig. Auch musikalisch kann man den Schweden nichts vorwerfen, als dass das Album schön nach vorne marschiert (passend dazu „One Hundred Days“), aber letztendlich nicht den Eindruck vermittelt, dass es ein ständiger Gast im CD-Schacht werden könnte.

 

Veröffentlichungstermin: 20.10.2017

Spielzeit: 51:38 Min.

Line-Up:
Jimmie Nyhlén – Gesang
Antti Kurvinen – Gitarre
Pelle Fransson – Gitarre
Fredrik Widigs – Schlagzeug

Label: Hammerheart Records

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/kadaverdisciplin

KADAVERDISCIPLIN „Death Supremacy“ Tracklist:

1. Death Supremacy
2. The White Death
3. Longing for Winter
4. Mother of Defeat
5. Frozen Meadows
6. Cyanide Finale
7. Död Och Förödelse
8. Landscapes of Burning Limbs
9. One Hundred Days
10. Ripping Wounds
11. Leading Them (Through the Pearly Gates)

Teilen macht Freude:

Christian Wögerbauer

Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.

Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge