JOB FOR A COWBOY: Genesis

JOB FOR A COWBOY: Genesis

Wenn es eine Band gibt, die gehypt wurde bis zum Umfallen, ohne dass sie bisher musikalisch viel von sich hören hat lassen, dann sind das die Südstaatler JOB FOR A COWBOY. Wahrscheinlich waren alle arbeitslos und haben den ganzen Tag nur neue Freunde in die Myspace-Freundesliste hinzugefügt, das ist jedoch nur pure Spekulation. In nahezu jedem Forum das mit Metal zu tun hat, fiel jedenfalls dieser Name unter dem Motto das große neue Ding. Vor dem Release ihres Debütalbums meinten alle Metalkids über JOB FOR A COWBOY zeigen zu können, dass sie Ahnung vom Underground haben. Somit verwundert es nicht, dass sich die Labels um die fünf Death Metaller aus Arizona rissen.

Dieser Hype lässt nun folgende Fragen entstehen: Sind JOB FOR A COWBOY wirklich das nächste große Ding? Eine Band, die eine von Stagnation erfüllte Metalszene umkrempelt? Oder ist es eher so, dass sie nicht schlecht sind, aber bei weitem nicht das erfüllen, was versprochen wurde? So ist es nämlich am ehesten. JOB FOR A COWBOY prügeln sich souverän durch die 30 Minuten ihres ersten Albums und hinterlassen durch 100% Wut und Aggression auch keine Gefangene, aber dennoch ist Genesis eher durchschnittlich und solide. Gegen ihre Vorbilder CANNIBAL CORPSE können JOB FOR A COWBOY nicht anstinken, auch nicht mittels ihrer frische Herangehensweise – das Quintett klingt nämlich erfreulich wenig nach Klon.

Auch weil auf Genesis hier und da mal ein Gang zurück geschaltet wird um Atmosphäre aufzubauen, wie in Altered from Catechization oder in Upheaval. Meistens regiert allerdings die pure Death Metal-Harke und zwar so sehr, dass hier und da der Groove abhanden kommt – dann rauscht das Material leider teilweise erbarmungslos am Hörer vorbei. Sowas passiert allerdings nicht zu oft und durch clevere Riffs, intelligente Arrangements und gute, nicht übertriebene musikalische Fähigkeiten heben sich JOB FOR A COWBOY von den ganzen dämlichen und derben Death-Grind-Bands ab.

Dennoch ist Genesis ein Album, das noch nicht sein volles Potenzial auszuspielen vermag. Einige Längen wie in The Divine Falsehood, der viel zu gleichförmige Brüllgesang und einige recht durchschnittliche Ideen lassen „Genesis“ zu einem fett produzierten Album werden, das keine wirkliche Pflichtveranstaltung darstellt, aber immer wieder mal Spaß macht. Das neueste große Ding sind JOB FOR A COWBOY dieser Tage also definitiv nicht, der ganze Hype hin oder her.

Veröffentlichungstermin: 18. Mai 2007

Spielzeit: 30:48 Min.

Line-Up:
Johnny – Vocals
Bobbi – Guitar
Ravi – Guitar
Brent – Bass
Jon – Drums

Produziert von Cory Spotts
Label: Metal Blade Records

Homepage: http://www.jfacmetal.com

Tracklist:
1. Bearing the Serpents Lamb
2. Reduced to Mere Filth
3. Altered frim Catechization
4. Upheaval
5. Embedded
6. Strings of Hypocrisy
7. Martyrdom Unsealed
8. Blasphemy
9. The Divine Falsehood
10. Coalescing Prophecy

Teilen macht Freude: