IDLEWAR: Rite

IDLEWAR: Rite

IDLEWAR sind ein Heavy Blues Rock-Trio aus Orange County im Süden Kaliforniens. Drei reife Männer, das hört man. 2014 gegründet folgte 2015 die EP „Dig In“ und ein Jahr später das Album „Impulse“. Hört man sich das Debüt an, wo der 70er Hard Rock noch weiter vorne stand, so sind hier ein paar neue Anleihen hinzugekommen. Den Sound des neuen Albums „Rite“ bezeichnen sie als „Mad Max machine convoy“. Nun ja, kennt man die alten Endtime-Klassiker, wo die wilde Gang mit schrägen Maschinen über staubige Highways einer trostlosen Welt brettern, passt!

Heavy, zäh, fast mag man an bluesige Doom-Rocker denken. Der Opener „Sullen Moon“ stampft dahin wie schlecht gelaunte ZZ TOP. Kraftvoll, energisch mit fettem Groove tritt „Break“ Popo, bittet fordernd mit LED ZEPPELIN-Vocals zum Tanz. Um beim nächsten Song eine dicke Portion heavy Grunge zwischen ALICE IN CHAINS und frühen SOUNDGARDEN einzuschieben. Hier und da muss ich in den Songs auch mal an diverse Maryland Doom-Bands denken. Mögen die Drums auf den ersten Wumms recht unscheinbar kommen, so bieten sie wie das überlegte Bassspiel genug zu entdecken. Die Gitarre fügt sich in die Songs und zelebriert die Kunst des einfachen und deshalb packenden Riff. Die Soli sind schlichtweg klasse und erinnern gern an den Blues in der Stilbeschreibung.

Die Vocals werden auch mal zur Herausforderung

Die Vocals von James Blake erinnern oft etwas an ein Mischung aus Chris Cornell (SOUNDGARDEN, AUDIOSLAVE) und GLENN HUGHES (DEEP PURPLE, BLACK COUNTRY COMMUNION). Sie sind hoch, energisch, abwechslungsreich und sehr stark, aber über die Länge des Albums auch mal echt anstrengend. Da ist es eine nette Abwechslung, wenn z.B. zum Ende von „Sing Loud“ mal einfach fett gerockt wird. Wobei gerade in den treibenden, zappeligen Momenten die Stimme richtig fordernd wird. Herrlich das knarzige „Panic“, viel passender kann man dies nicht vertonen! „Caught“, so simpel, aber packend, echte Männermusik. Das fällt immer wieder auf, alles wirkt hier sehr maskulin. Selbst das abschließende, lange, balladeske „You´re Gone“ ist kein echter Kuschelsong. So jammern nur echte Männer!

IDLEWAR: Maskulin, bluesig, heavy

IDLEWAR machen Heavy Blues Rock für Männer! Nicht ganz leichtgängig, teils gar sperrig, mit starken aber fordernden Vocals und tollen Gitarren. Was es nicht gibt sind Songs, über die sich das Album „Rite“ definiert. Den Hit für die Ewigkeit finden wir nicht. Aber ein Album, das man(n) eh gern im Stück hört. Ein starker Mix aus hartem Blues Rock, Grunge und 70er Hard Rock.

Veröffentlicht: 13.10.2017

Spielzeit: 42:16 Min.

Linup:
James Blake – Vocals, Bass
Rick Graham – Guitar
Pete Pagonis – Drums

Label: Off Yer Rocka Recordings

Homepage: http://www.idlewar.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/idlewartheband

Die Tracklist von „Rite“:

1. Sullen Moon
2. Break
3. Keep Your Word
4. Sing Loud
5. Come To Save
6. Hold On
7. Strain
8. Panic
9. Caught
10. Hang
11. You´re Gone

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Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!