OZZY OSBOURNE: Speak Of The Devil – Live from Irvine Meadows ´82 [DVD] [Re-Release]

OZZY OSBOURNE: Speak Of The Devil – Live from Irvine Meadows ´82 [DVD] [Re-Release]

Was macht man mit einem Mann wie OZZY OSBOURNE, der gerade am 19. März ´82 seinen fantastischen Gitarristen und Freund Rhandy Roads (Ex-QUIET RIOT) bei einem Flugzeugabsturz verloren hat, mit dem die Solokarriere des Ex-BLACK SABBATH-Sängers so zukunftsweisend war? Seine Chefin und Gattin Sharon kennt da keine Gnade, sie schickt ihren Mann einfach los, um den aktuell laufenden Aufschwung im Rollen zu halten. So ging es mit NIGHT RANGER-Gitarrist Brad Gillis auf Tour, mal mit BLACK SABBATH-Klassikern, mal mit dem neuen Programm. Am 12. Juni 1982 im Amphitheater in Irvine Meadows/Kalifornien wurde eine Show zum Soloprogramm des Madman aufgezeichnet, die man nun auf DVD nachrüsten kann.

Im Booklet gibt es ein paar Bilder und Linernotes von Basser Rudi Sarzo, das war´s mit Bonusmaterial, hier zählt nur das aufgezeichnete Konzert. Bild- und Soundqualität sind dem Alter des Materials entsprechend, Hightech gibt´s woanders, hier halt dafür eine unterhaltsame Freakshow. Allein wenn der Madman beim Intro seine Jacke auszieht, dann hat das mehr Witz als manch komplette Standing Comedy-Show. Allein sein Bühnenoutfit ist schon den Erwerb der DVD wert. Die zweifelsohne brillanten Musiker liefern einen starken Job, haben ein vorgegebenes Stageacting und einen fest definierten Bewegungsradius, damit sie dem bösen Frontmann nicht die Show stehlen oder ihm gar bei seinen unkontrollierten Wanderungen über die Bühne im Weg stehen. Dabei ist es vor allem Brad Gillis, der jeden Blick wert ist, der NIGHT RANGER-Gitarrist ist definitiv die richtige Wahl gewesen. Ok, wer die Hard/Melodic-Rocker NIGHT RANGER kennt, der weiß, dass der Mann gut ist. Hier toppt er aber alle Erwartungen. Stichwort Erwartungen: wer OZZY OSBOURNE kennt und in jenen Tagen live gesehen hat, der weiß auch, dass dieser so live niemals gesungen hat, hier wurde die komplette Show im Studio überarbeitet. Den Spaß nimmt dies nicht, für den sorgt der Hausherr selbst. Es macht einfach jede Sekunde Spaß, diesem verrückten Knilch zuzuschauen, wenn er sich selbst über seine Sprünge freut, die meine 2-jährige Tochter jetzt schon übertrifft. Wie cool ist es, wenn OZZY mit klatscht, natürlich fernab des Taktes. Kurz mal stiehlt ein Zwerg ihm die Show, aber der zwischen irre und orientierungslos schwankende Blick des Madman zieht einen sofort wieder in den Bann. Die Bühne in Ritterburg-Optik ist ganz nett, die Songauswahl hat allerdings nichts mit dem gleichnamigen Live-Album zu tun, wo OZZY OSBOURNE im selben Jahr in gleicher Besetzung Klassiker von BLACK SABBATH verwurstet hat. Hier auf der DVD überwiegen die Songs seines ersten Soloalbums Blizzard Of Ozz, dazu gibt es Songs vom damals aktuellen Album Diary Of A Madman und am Ende unvermeidbar ein paar BLACK SABBATH-Hits.

Da es genau diese Show hier auch schon mehrfach als Video bzw. DVD gab, ist auch da Vorsicht geboten. Lieber mal genauer hinschauen, ob man das Teil nicht schon hat. Wenn nicht, dann wird es Zeit, denn abgesehen von den dargebotenen Heavy-Klassikern ist es schlichtweg ein Vergnügen, OZZY OSBOURNE zuzuschauen. Wer seine Freude hatte an der ersten Die Osbournes -Staffel, der wird sich auch hier amüsieren, oder gibt es hier jemanden, der diesen Mann wirklich ernst nimmt? Aber lieb haben wir ihn trotzdem alle, gelle?

DVD Format: NTSC Region 0
Bildformat: 4:3
Sound-Formate: DTS Surround Sound, Dolby Digital 5.1, Dolby Digital
FSK: 6

Veröffentlichungstermin: 13.07.2012

Spielzeit: 78:29 Min.

Line-Up:
Ozzy Osbourne – Vocals
Brad Gillis – Guitar
Rudy Sarzo – Bass
Don Airey – Keyboards
Tommy Aldridge – Drums

Label: Eagle Vision

Homepage: http://www.ozzy.com

Tracklist:
1. Over The Mountain
2. Mr. Crowley
3. Crazy Train
4. Revelation (Mother Earth)
5. Steal Away (The Night)
6. Suicide Solution
7. Guitar/Drum Solo
8. Goodbye To Romance
9. I Don´t Know
10. Believer
11. Flying High Again
12. Iron Man
13. Children Of The Grave
14. Paranoid

Teilen macht Freude:

Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!