METALLICA: Kill ´Em All

METALLICA: Kill ´Em All

Es wird wirklich Zeit, dass endlich mal ein echtes METALLICA-Album in dieser Rubrik besprochen wird. Es kann ja wohl nicht angehen, dass ausgerechnet die selbst betitelte Pussy-Scheibe das einzige Album der Four Horsemen ist welchem hier gehuldigt wird. Klar, das schwarze Album ist objektiv betrachtet sicherlich keine schlechte Scheibe und hat einen ganzen Haufen starker Songs zu bieten aber gegen das, was METALLICA auf ihren ersten drei Scheiben abgeliefert haben kommt diese Scheibe nicht an. Also nehme ich mich mal meinem persönlichen Liebling, dem Debüt Kill ´Em All an.

Kurz vor der Veröffentlichung hatte man sich noch von Gitarrist Dave Mustaine getrennt, der den anderen wohl ein wenig zu schwierig war und ihn durch den damaligen EXODUS-Gitarristen Kirk Hammet ersetzt, der seine Stammband somit ebenfalls noch vor der Veröffentlichung ihres Debüt-Meilensteines Bonded By Blood verließ. Dave Mustaine gründete daraufhin ja frustriert MEGADETH, aber das muss ich hier wohl niemandem mehr erzählen. Natürlich tue ich es trotzdem, schließlich muss ich ja die Zeilen voll bekommen. So erklären sich auch die Song-Credits auf Kill ´Em All bei denen hinter vielen Titeln noch der Name Mustaine zu finden ist. Somit ist der MEGADETH-Kopf für einige der kapitalsten METALLICA-Klassiker wie Metal Militia oder The Four Horsemen, welches er mit anderem Text unter dem Namen The Mechanix auch auf Killing Is My Business veröffentlichte, verantwortlich. Was zum Teufel war doch gleich Enter Sandman ???? Gegen ein vielschichtiges Opus wie The Four Horsemen kann der wohl größte METALLICA-Hit aller Zeiten zu keiner Sekunde anstinken. Dazu kommen der tierisch rockende Opener Hit The Lights, die Abrissbirne No Remorse oder das stumpfe aber unglaublich effektive Seek And Destroy welches auch heute, 25 Jahre nach der Veröffentlichung von Kill ´Em All, seinen festen Platz in der Setlist eines METALLICA-Gigs hat.

Sicherlich haben sich wahrscheinlich fast alle anderen Alben der Band besser verkauft und waren bis auf vielleicht noch And Justice For All und den St. Anger-Totalausfall besser produziert, aber wen zum Teufel interessiert das? Dieses Album verkörpert wie kein zweites die ungestüme Wildheit für die diese Band einmal stand. Hier wurde einfach noch frei von der Leber weg drauf losgespielt ohne Zuhälterklamotten oder Blechdosen-Drumsound. Bang that head that doesn´t bang!

Veröffentlichungstermin: 1983

Spielzeit: 51:21 Min.

Line-Up:
James Hetfield – rhythm guitar, vocals
Kirk Hammet – lead guitar
Cliff Burton – bass
Lars Ulrich – drums

Label: Megaforce Records

Homepage: http://www.metallica.com

Tracklist:
01. Hit The Lights
02. The Four Horsemen
03. Motorbreath
04. Jump In The Fire
05. (Anesthesia) Pulling Teeth
06. Whiplash
07. Phantom Lord
08. No Remorse
09. Seek & Destroy
10. Metal Militia

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