AT THE GATES: Slaughter Of The Soul

AT THE GATES: Slaughter Of The Soul

We are blind to the world within us – waiting to be born  – Worte die in die Metalgeschichte eingingen, eröffneten sie doch seinerzeit ein wegweisendes Deathmetal-Alben. Ein Album, das Geschichte schrieb, kreiert von einer Band, die zur Legende wurde und deren Einfluss auf die heutige Metallandschaft gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Die Band: AT THE GATES aus Götheborg. Ihr größter Geniestreich: Das Album Slaughter Of The Soul.

1995 konnte wohl noch kaum jemand ahnen, welchen Einfluss diese Scheibe auf die harte Musik haben sollte. Am 14.November 1995 wurde der Melodic Death Metal geboren! Keine andere Band hatte es in einer solchen Konsequenz gewagt, den ursprünglichen, rohen schwedischen Death Metal a la GRAVE oder UNLEASHED mit derart emotionalen Melodiebögen zu paaren wie es diese Visionäre um Brüllgott Tompa Lindberg und die Björler Brüder gewagt hatten. Der Höhepunkt dieses Schaffens und leider auch das letzte Album war Slaughter Of The Soul. Die Songs der Björler Brüder zeichneten sich schon immer durch eine mal mehr (Blinded By Fear, Unto Others), mal weniger (Cold, Slaughter Of The Soul, Under A Serpent Sun) deutliche Thrash-Kante aus, die bei AT THE GATES schon angedeutet, bei der jetzigen Band der Björlers, den kaum minder geilen THE HAUNTED, die größten Akzente setzt.

Nach einem kurzen Intro brettert Blinded By Fear im Highspeed um die Ecke und mäht einen dermaßen um, dass man mit einem dicken Grinsen ob dieses musikalischen Uppercuts im Staub liegt. Verdammt schnell, thrashig und dabei immer harmonisch – einfach genial. Und das war erst der Opener.Songs wie Slaughter Of The Soul oder Unto Others ziehen dir mit ihrem Höllentempo das Fleisch von den Knochen, während Groovemonster wie Cold oder Under A Serpent Sun das, was dann noch übrig ist, mit Wonne zerschmettern.

Tompa Lindberg bringt hier die Leistung seines Lebens und erweckt Textstellen wie 22 Years of Pain … And I can feel it closing in mit einer Intensität zum Leben, dass man seinen Schmerz körperlich mitfühlt. Mir fällt kaum ein anderer Sänger ein, der die Verzweiflung und Wut in seinen Texten  (Always The Same, my tired eyes have seen enough, of all your lies, my hate is blind!) derartig inbrünstig und intensiv rüberbringt wie er. Da ist die Gänsehaut programmiert. Was dieses Album aber vor allem so bahnbrechend macht, sind Songs wie Cold oder Into The Dead Sky, die mit ihren ultramelodischen Parts Maßstäbe für ein ganzes Genre setzten, die nur von sehr wenigen Bands bisher erreicht wurden.

Hier ist für jeden Freund harter Musik etwas dabei! Egal ob ihr besonderen Wert auf Atmosphäre, Aggression oder Melodie legt, lasst euch auf „Slaughter Of The Soul“ ein…Ihr werdet es nicht bereuen! Ein Album in dem man sich verlieren kann!

Gastreview von Metalhat

Veröffentlichungstermin: 14.11.1995

Spielzeit: 32:14 Min.

Line-Up:
Tomas Lindberg – Gesang
Anders Bjorler – Gitarre
Martin Larsson – Gitarre
Jonas Bjorler – Bass
Andrian Erlandsson – Schlagzeug

Tracklist:
1.Blinded By Fear
2.Slaughter Of The Soul
3.Cold
4.Under A Serpent Sun
5.Into The Dead Sky
6.Suicide Nation
7.World Of Lies
8.Unto Others
9.Nausea
10.Need
11.The Flames Of The End