HANDS OF ORLAC / THE WANDERING MIDGET: Split

HANDS OF ORLAC / THE WANDERING MIDGET: Split

Nachdem sowohl HANDS OF ORLAC als auch THE WANDERING MIDGET eine kleine Schaffenspause eingelegt haben, melden sich die beiden dem Doom Metal zugehörigen Bands mit einer gemeinsamen Split zurück. Eine an sich gute Idee, um sich wieder ein wenig ins Gedächtnis zu rufen, ehe die Bands mit ihrem jeweils dritten Album wieder von sich Reden machen wollen.

Den Start machen HANDS OF ORLAC, die sich im Psychedelic / Occult Rock-Segment des Doom Metals bewegen und nicht zuletzt aufgrund des Flöten-Einsatzes stark an BLOOD CEREMONY erinneren, aber dabei nicht an die düstere Brillanz der Kanadier heranreichen. Dazu fehlt es Sängerin Ginevra ein Stück weit an Charisma und den Songs an Dramatik, wenngleich der überlange Opener „Curse Of The Human Skull“ durchaus seine kompositorischen Vorzüge zur Geltung bringen kann, als dass er nicht mit unterschiedlichen Elementen geizt. Der kürzere und zweite Song „From Beyond the Stars“ ist tighter, aber mit einem netten Riff und einem eingänigen 60er-Jahre Horror-„Ah-ah-Ah“ versehen. Zu den beiden Interludes braucht man keine Worte verlieren.

THE WANDERING MIDGET mit majestätischer Atmosphäre

Allzu viel erklärende Worte bedarf es auch bei THE WANDERING MIDGET nicht, als dass das finnische Trio – wie auch schon bei „The Serpent Coven„-Rezension angedeutet – als kleiner REVEREND BIZARRE-Bruder gelten kann. Ein ganz und gar nicht schlechtes Verwandtschaftsverhältnis, das sich im 18-Minüter „Where We March The Vultures Follow“ niederschlägt. Der mit Bedacht aufgebaute Track versprüht dabei eine gewisse majestätische Atmosphäre und Epik, fordert aber auch ein wenig die Geduld, als dass das Intro etwas gar lang gewählt scheint und der Spannungsbogen im Gesamten an den ertragbaren Anschlag gespannt wird, ehe sich Bandleader Samuel Wormius mit seinem ungestümeren Gesang und Gitarrenspiel auszeichnen kann. Aber das Genre mäßige Plansoll wird vollends erfüllt, als dass man in diesem Track die Trademarks des Epic Doom Metals durch die Bank serviert bekommt.

So gesehen bekommt man mit dieser Split zwei unterschiedliche Spielarten des Doom Metals präsentiert, die sich großteils an (besseren) Vorbildern orientieren, aber zum Komplettierung einer Genrenischen-Sammlung durchaus beitragen können.

 

Veröffentlichungstermin: 08.09.2017

Spielzeit: 40:54 Min.

Line-Up HANDS OF ORLAC:
Filippo – Bass & Keyboards
Ginevra – Flöte & Gesang
Jens Rasmussen – Schlagzeug
Alex Moraitis – Gitarre

Line-Up THE WANDERING MIDGET:
Thomas Grenier – Bass
Jonathan Sprenger – Schlagzeug
Samuel Wormius – Gesang & Gitarre

Label: Cruz Del Sur Music

Homepage: https://handsoforlac.bandcamp.com

Homepage: https://thewanderingmidget.bandcamp.com

HANDS OF ORLAC / THE WANDERING MIDGET „Split“ Tracklist:

1. HANDS OF ORLAC – Curse Of The Human Skull (13:38)
2. HANDS OF ORLAC – Per Aspera (1:14)
3. HANDS OF ORLAC – From Beyond The Stars (6:04)
4. HANDS OF ORLAC – Ad Astra (1:47)
5. THE WANDERING MIDGET – Where We March The Vultures Follow (18:12)

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Christian Wögerbauer

Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.

Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge