GRAND MAGUS: The Hunt

GRAND MAGUS: The Hunt

Von Rise Above zu Roadrunner und nun zu Nuclear Blast. GRAND MAGUS haben nach Hammer Of The North erneut das Label gewechselt. Richtig überrascht hat mich das nicht, ich hatte mich eh gefragt, wie diese Band und Roadrunner Records zusammen gefunden haben. Nun also das schwäbische Metal-Imperium. Auch im Line Up gab es eine Änderung, Schlagzeuger Seb hat die Band dieses Jahr verlassen und wurde durch Ludwig Witt ersetzt, der bereits bei den SPIRITUAL BEGGARS mit JB zusammen gespielt hat und dort auch immer noch aktiv ist.

Musikalisch gab es keine Änderungen, auch auf The Hunt bieten GRAND MAGUS den, von den letzten Alben gewohnten stampfenden, klassische Metal, der vor allem von JUDAS PRIEST und BLACK SABBATH zur DIO-Ära beeinflusst wurde. Und hier zeigen GRAND MAGUS erneut keine Schwächen und liefern neun erstklassige Metal-Hymnen ab. Ok, wenn man nach Kritikpunkten suchen möchte, könnte man anmerken, ein oder zwei Refrains vielleicht etwas simpel gestrickt sind. Auf dem Vorgänger waren GRAND MAGUS da vielleicht einen Tick stärker. Ansonsten liefert JB allerdings eine erstklassige Gesangsperformance ab.

Und auch was das Gitarrenspiel angeht, liefert JB hervorragende Arbeit ab, vor allem die großartigen, urwüchsigen Riffs von Songs wie dem Opener Starlight Slaugther oder Sword Of The Ocean. Auch seine Soli sind erste Sahne, wie man unter anderem ebenfalls beim Opener hören kann. Herausragend ist auch die wunderbar natürliche Produktion von Nico Elgstrand. So muss ein Schlagzeug verdammt noch mal klingen! Meiner Meinung nach absoluter Referenz-Sound, was klassischen Metal angeht.

Weiter auf einzelnen Songs einzugehen ist eigentlich kaum nötig, alle Lieder auf The Hunt sind stark, Ausfälle gibt es erneut keinen einzigen. Das Kunststück muss den Schweden auch erst mal einer nachmachen. Etwas heraus sticht Son Of The Last Breath. Der Song wird in der ersten Hälfte von Akustikgitarre, Streicher und JB´s ungewohnt ruhigem und etwas tieferen Gesang getragen, bevor er sich nach dreieinhalb Minuten dann zu einem langsamen Stampfer wandelt. Das darauf folgende Iron Hand kommt dann fast schon überfallartig, handelt es sich hierbei doch um den schnellsten Song des Albums. Ein dreeinhalbminütiger Headbanger erster Klasse. Der Rausschmeißer Draksådd wiederum hat eine dezente 70er-Schlagseite.

Wie gesagt, auf The Hunt gibt es kein Füllmaterial, alle neun Songs sind richtig gut. Wer die letzten GRAND MAGUS-Alben schon mochte, der wird wohl auch um The Hunt nicht herum kommen. Selbiges gilt für alle Fans von schnörkellosem, klassischen Metal der alten Schule.

Veröffentlichungstermin: 25.05.2012

Spielzeit: 44:38 Min.

Line-Up:
JB – vocals, guitar
Fox – bass
Ludwig – drums

Produziert von Nico Elgstrand
Label: Nuclear Blast

Homepage: http://www.grandmagus.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/grandmagusofficial

Tracklist:
01. Starlight Slaughter
02. Sword Of The Ocean
03. Valhalla Rising
04. Storm King
05. Silver Moon
06. The Hunt
07. Son Of The Last Breath
08. Iron Hand
09. Draksådd

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