EXECRATION: Return To The Void

EXECRATION: Return To The Void

Für ihr letztes Album “Morbid Dimensions” konnten EXECRATION 2014 einen Spellemannspris (das norwegische Äquivalent zum Grammy) abräumen. Und auch unser Christian war sehr angetan vom dritten Album der Norweger, wie in seinem Review zu „Morbid Dimensions” nachzulesen ist.  Mit ihrem vierten Album “Return To The Void” ist die Band nun bei Metalblade gelandet, die sich damit mal wieder geschmackssicher zeigen. Laut eigener Aussage handelt es sich bei “Return To The Void” um das bisher kompakteste Album der Band. Zumindest was die Spielzeit angeht, kann man da nur zustimmen. Während die letzten beiden Alben ungefähr eine Stunde lang waren, kommen EXECRATION diesmal bereits nach vierzig Minuten zum Ende. Das reicht den Norwegern für sieben Songs plus zwei kurze Instrumentalstücke.

EXECRATION spielen hauptsächlich Death Metal der vertrackten, progressiven Sorte, ergänzt um etwas Black Metal, der hier allerdings wirklich nur noch ganz am Rand stattfindet. Die düstere, spacige Atmosphäre von “Return To The Void” geht Hand in Hand mit dissonanten Riffs und vertrackten Rhythmen, zwischendurch auch mal längeren ruhigen, sphärischen Parts wie bei “Cephalic Transmissions”.

Soundeffekte setzen EXECRATION ebenfalls hier und da ein, wenn, dann aber sehr dezent. Das ganze fühlt sich an wie ein finsterer Science Fiction Horrortrip. Manchmal klingt das wie eine Death Metal-Version von VEKTOR, dann mal nach IMMOLATION und dann doch wieder ganz anders. Bei “Unicursal Horrorscope” und dem, in Norwegisch gesungenen Rausschmeißer, “Det Uransakelige Dyp” kommt auch tatsächlich mal ein wenig schwarzmetallische Kälte zum Zuge.

Dazu passt das Artwork von Zbigniew M. Bielak wie die Faust aufs Auge. Christian Johansen und Jørgen Maristuen haben ihre Äxte, wie bei vielen technischen Extrem Metal-Bands,etwas höher gestimmt als man es von einer Standard Knüppel-Kombo gewohnt ist – das trägt viel zur speziellen Atmosphäre des Albums bei.  Allerdings steht die Rhythmus-Abteilung hier keinesfalls im Hintergrund. Drummer Cato Syversrud als auch der recht prominent im Mix bedachte Basser Jonas Helgemo bekommen Raum um zu zeigen, was sie draufhaben. Dabei wird jedoch nie unnötig gefrickelt, alles passt sich perfekt in die Songs ein. Vor allem ist “Return To The Void” trotz aller Komplexität ein recht zugängliches Album: EXECRATION schaffen den Spagat zwischen Anspruch und Eingängigkeit ziemlich gut. Fans anspruchsvollen Extrem Metals sollten hier die Ohren spitzen, diese Norweger sind heiß!

VÖ: 14.07.2017

Spielzeit: 41:35

Line Up:
Christian Johansen – guitar, vocals
Jørgen Maristuen – guitar, vocals
Jonas Helgemo – bass
Cato Syversrud – drums

Label: Metalblade

Mehr im Netz: http://facebook.com/execrationnorway

Tracklist:
Eternal Recurrence
Hammers of Vulcan
Nekrocosm
Cephalic Transmissions
Blood Moon Eclipse
Unicursal Horrorscope
Through the Oculus
Return to the Void
Det Uransakelige Dyp

Teilen macht Freude: