ERUPTION: Cloaks Of Oblivion

ERUPTION: Cloaks Of Oblivion

Da trudelt eine Email ins Postfach, dass eine neue Promo zum Download zur Verfügung steht. ERUPTION…  Hm… Schriftzug sieht nach Speed oder Thrash Metal aus. Aus Slowenien, aha. Schauen wir uns das doch mal genauer an. Mischung aus Thrash und Power Metal? Sänger mit hoher Stimme? Alles klar, count me in. Mein Interesse ist geweckt. Und tatsächlich hauen die Slowenen auf ihrem dritten Album eine Ladung Power Thrash raus, der mir verdammt gut reinläuft. Dabei zeigt sich die Band deutlich von der guten, alten US-Schule beeinflusst. Ähnlichkeiten vor allem zu NEVERMORE und späteren SANCTUARY springen einem geradezu ins Gesicht. Vor allem die düstere Grundstimmung erinnert deutlich an die frühen NEVERMORE. Aber auch Bay Area Thrash und US Power Metal ala HELSTAR prägen den Sound von „Cloaks Of Oblivion“. Abgerundet wird das ganze mit einem Schuss MACHINE HEAD.

Die gesamte Band ist spielerisch auf absolutem Top-Level aber vor allem das Spiel der beiden Gitarristen Andrej Čuk und Grega Kamenšek ist verdammt virtuos. Da braucht sich niemand hinter den genannten Referenzen zu verstecken. Klemen Kalin´s Gesang, der häufig an WARREL DANE erinnert ist ebenfalls hervorzuheben. Großes Kino, was der Mann da leistet, auch wenn das Original natürlich unerreicht bleibt. Textlich sind ERUPTION im Science Fiction-Bereich unterwegs. Das Ganze geht in die allseits beliebte “Die Maschinen übernehmen die Herrschaft”-Richtung. Düstere Texte, die perfekt zur Musik passen.

Nach dem Intro gibt es mit dem Nackenbrecher “Sanity Ascend” direkt eine richtige Power Thrash-Granate. NEVERMORE meets Bay Area in Perfektion! Mit den bereits vorab veröffentlichten “Drones” und “The Yearning” haben ERUPTION zwei weitere Knaller von diesem Kaliber in der Hinterhand. Sägende Riffs und die hohen screams – einfach geil! Dann gibt es noch dramatischen Mid Tempo Power Metal im Titelsong oder den groovenden Mid Tempo-Thrasher “Reborn Into Demise”. Das finstere, langsame “This Barren Existence” lässt einen Menschen davon berichten, wie er an eine Maschine angeschlossen wird. Mit einem Draht durch eine Wirbelsäule liegt er gelähmt da und hört eine Stimme in seinem Kopf. Im letzten Drittel wird dann das Tempo angezogen und der Song geht wieder in Richtung Power Metal. Den Abschluss bilden mit “Seven Archons” und “The Prophet” zwei weitere Power Metal-Stücke, von denen vor allem der, über sieben Minuten lange, Rausschmeißer noch mal ein echtes Highlight ist.

All das servieren ERUPTION hier auf ihrem dritten Album auf Top-Niveau. Auch die fette Produktion genügt höchsten Ansprüchen. Da hat die Band ganze Arbeit geleistet. Das alles macht  “Cloaks Of Oblivion”  zu einem grandiosen Album, welches mich völlig unvorbereitet erwischt hat. Hoffentlich machen ERUPTION mit diesem Album einen großen Schritt nach vorne. Verdient hätten Sie es! Lasst euch dieses Highlight nicht entgehen!

VÖ: 02.05.2017

Spielzeit: 48:29

Line Up:
Klemen „Buco“ Kalin – vocals
Andrej Čuk – guitars
Grega Kamenšek – guitars
Nika Krmelj – bass
Ivan „Tegla“ Cepanec – drums

Produziert von: Simon Jovanović & Eruption

Label: Xtreem Music

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/EruptionMetal/

Tracklist:
01. Pharos
02. Sanity Ascend
03. Cloaks of Oblivion
04. Drones
05. Reborn Into Demise
06. The Yearning
07. This Barren Existence
08. Seven Archons
09. The Prophet

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