ERADICATOR: Into Oblivion

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Elf Jahre ist das jetzt schon her, dass ERADICATOR ihr Demo “Back To The Roots” veröffentlichten. Das Debüt “The Atomic Blast” feiert nächstes Jahr auch schon zehnjähriges. An so einer Band, die man seit den ersten Schritten verfolgt, merkt man, wie die Zeit vergeht. Nun steht bereits das vierte Album der Jungs in den Startlöchern und wie den vorherigen Scheiben war die Vorfreude groß – und das Grinsen kaum aus dem Gesicht zu kriegen, als die CD dann endlich im Briefkasten lag.

Stilistisch bleibt die Band im gewohnten Territorium, nämlich verhältnismäßig melodischem Thrash Metal, der vor allem nach Bay Area klingt. Bisher hat die Band bei der Produktion seit dem Debüt mit Jörn Michuta zusammengearbeitet. Dieses Mal entschied man sich für Martin Buchwalter. Der Schritt hat sich gelohnt, denn “Into Oblivion” klingt noch mal eine Ecke besser als seine Vorgänger.

“Into Oblivion” ist die bisher abwechslungsreichste und reifste Platte von ERADICATOR

Auch was das Songwriting angeht, haben ERADICATOR noch mal eine Schippe drauf gelegt und liefern mit “Into Oblivion” ihre bislang abwechslungsreichste und reifste Platte ab. Mit “Moshproofed”, “Wake Up To War” oder “Read Between The Lies” liefern ERADICATOR klassisches Up Tempo Thrash-Futter während bei “Overcome The Blackness” oder dem Mid Tempo-Groover “Drown The Truth” das Tempo geschickt gedrosselt wird. Bei “Doomsday” oder “Paint The White Flag Black” wagt man auch ein paar vorsichtige Blicke über den Tellerrand. “Paint The White Flag Black” geht in den Strophen noch als typischer Thrasher durch, der Refrain ist dann melodisch und irgendwie fast schon hymnisch.

ERADICATOR haben mit “Into Oblivion” ihr bisheriges Karrierehighlight abgeliefert

Aber egal in welche Richtung ERADICATOR beim Songwriting gegangen sind – es kam immer Qualität heraus. Kein Stück wirkt lieblos oder überhastet zusammen geschustert. Das alles macht “Into Oblivion” zum bisherigen Highlight der Bandkarriere. Im Vergleich zu den beiden, qualitativ ungefähr gleichwertigen Vorgängern “Madness Is My Name” und “Slavery” haben sich ERADICATOR hier einfach in allen Belangen noch mal steigern können.

Ihren Platz neben KREATOR, OVERKILL, MEGADETH und Co. auf meiner Kutte hat sich der schicke ERADICATOR-Patch zum neuen Album jedenfalls mehr als verdient. ERADICATOR sind weiterhin eine der besten Bands, die man im deutschen Underground finden kann. Im Vergleich zu so manchem Speed und Thrash-Hype der letzten Jahre haben ERADICATOR meiner Meinung nach deutlich die Nase vorn. Aber ohne hippes Retro-Image mit Ketten und Nieten lässt sich das wohl schwerer vermarkten. Macht nicht den Fehler, euch “Into Oblivion” entgehen zu lassen!

Veröffentlichungsdatum: 09.03.2018
Spielzeit: 44:16

Line Up:
Sebastian „Seba“ Stöber – guitars, vocals
Robert „Robb“ Wied – guitars
Sebastian Zoppe – bass
Jan-Peter „Pitti“ Stöber – drums

Produziert von: Martin Buchwalter & Sebastian Stöber @ Gernhart Studio
Label: Green Zone Music

Bandhomepage: www.eradicator.de
Facebook: facebook.com/EradicatorThrash

ERADICATOR „Into Oblivion“ Tracklist

01. Moshproofed
02. Doomsday
03. Wake Up To War
04. Overcome The Blackness
05. Read Between The Lies (Videoclip bei YouTube)
06. Into Oblivion
07. Decadence Remains (Lyric-Video bei YouTube)
08. Paint The White Flag Black
09. Drown The Truth
10. Weaponized