DYNAMITE: Big Bang

DYNAMITE: Big Bang

Die Schweden DYNAMITE melden sich zurück, bringen ihr neues, drittes Album „Big Bang“ nun auf dem eigenen Label heraus. Und das soll kein Schritt zurück sein, im Gegenteil, statt wie bisher selbst am Sound zu basteln hat sich die 2012 gegründete Band mit Mankan Sedenberg in den PAMA Studios eingeschlossen. Der kennt sich aus, hat bereits mit Hard Rockern wie BON JOVI, EUROPE, PAUL STANLEY und mehr gearbeitet.

Es riecht – das Bandfoto sagt alles – nach Leder, nach Känguru-Leder! Nicht gerade das was man erwartet, wenn man gerade wieder nahe ihrer Heimatstadt Växjö beim Vildmarkscamping am gefühlten Ende der Welt residiert hat. Aber statt tiefenentspannte Schweden gibt es hier energischen Hard Rock mit reichlich AC/DC im Gepäck. Und das zur Abwechslung mal gezielt Richtung deren Zeiten mit dem ewig „neuen“ Brian Johnson, allein schon weil Mattis Karlsson die entsprechend kratzig-krähende Stimme mitbringt.  Warum nicht, die Bon Scott-Ära wird überall schon genug abgegrast. Begleitet wird er passend von den Kollegen mit den typischen Hahahaaa-Backings.

DYNAMITE: Känguru-Rock aus Schweden

Aber allein auf den „Back In Black“-Klon lässt sich Mattis Karlsson nicht reduzieren. Wenn die Songs etwas weiter Richtung Hair/Melodic-Rock wandern, dann mag man gern mal an SAMMY HAGAR bei VAN HALEN oder auch mal an TESLA´s Jeff Keith denken oder auch an CINDERELLA auf den ersten beiden Scheiben. Es gibt aber hauptsächlich die volle Ladung AC/DC, die aber eben sehr gut. Ein cooler Stampfer wie „Walk The Talk“, der Titelsong, wo man unweigerlich mit der Luftgitarre den Angus macht, Fans eben dieses Sounds haben ihren Spaß. DYNAMITE kicken viele der zahl/zahnlosen AC/DC-Klone locker von der Bühne, das im gepflegten Stil eines gut gelaunten Kängurus. Wenn die Schweden richtig Gas geben wie beim Rausschmeißer „Rock n´ Roll Ain´t Dead“ kommen natürlich Vergleiche zu AIRBOURNE auf. Wem deren betont auf Energie getrimmter Sound zu aufgesetzt wirkt, der wird sich hier bei DYNAMITE zuhause fühlen. Hier stimmen Atmosphäre, Sound, Groove, Melodien, nur nach Eigenständigkeit braucht man nicht suchen, Australiens Rockklassiker Nummer 1 ist hier in nahezu jedem Ton allgegenwertig. Da ist ein bluesiger Stadion-Rocker wie „Beg Borrow And Steal“, irgendwo zwischen TESLA, TYKETTO und MR. BIG durchaus eine willkommene Abwechslung.

Ob man mit dieser gezielten Vollbedienung an AC/DC-Sounds nun klarkommt ist ohne Zweifel Geschmackssache, mir ist es fast zu viel des Guten. Wobei des Guten wörtlich zu nehmen ist, denn DYNAMITE machen das richtig gut. Es gibt nichts zu meckern, viel zu feiern, und wenn die Senioren aus Australien nicht aufpassen fegen DYNAMITE auch die aus dem Player. Denn so energisch, dynamisch und knackig klingen die Ur-Väter dieses Sounds schon lange nicht mehr!

DYNAMITE im Video sehen

Zu „Turn Up The Heat“ gibt es ein Video mit kultigverdächtigem Dieter Bohlen-Stageacting von Mattis Karlsson. Der Song „Bring It On“ ist bereits als Vorab-Single erschienen bei den üblichen Portalen.

DYNAMITE: Video zu „Turn Up The Heat“ bei youtube

Veröffentlichung: 01.09.2017

Spielzeit: ca. 36 Min.

Label: Dynamite Produktions

Homepage: http://www.dynamitesweden.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/dynamitesweden

DYNAMITE Lineup:

Mattis Karlsson – Vocals/Guitar
Sebastian Hed-Plikas – Guitar
Jonas Hagström – Drums
Adam Butler – Bass

Die Tracklist von „Big Bang“:

1. March On (To The Beat Of Your Drum)
2. Bring It On
3. Turn Up The Heat
4. Walk The Talk
5. Hooked On You
6. Beg Borrow And Steal
7. Big Bang
8. All Bark No Bite
9. Got My Eyes On You
10. Dangertown
11. Rock n´ Roll Ain´t Dead

 

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Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!