DIABLERIE: The Catalyst Vol. 1: Control

DIABLERIE: The Catalyst Vol. 1: Control

Tja, da haben sich DIABLERIE ja einiges vorgenommen: Über 15 Jahre nach ihrem Debütalbum „Seraphyde“ machen die Finnen mit ihrem zweiten Album, „The Catalyst Vol. 1: Control“, den Auftatkt zu einer Album-Trilogie. Da mag man nur hoffen, dass die Zeitspannen zu den zukünftigen Alben (wesentlich) kürzer werden.

Aber auch musikalisch lässt sich die eine oder andere Hoffnung für die Zukunft ausdrücken, als dass DIABLERIE einen ganz eigenen Stil ihr Eigen nennen können. Schließlich arbeiten die Finnen mit ganz viel Electro-Stilmitteln, die in ein Extreme Industrial-Setting eingebettet werden. Das ist mitunter reizvoll und innovativ, aber manchmal auch etwas altbacken, wenn man den einen oder anderen Electro-Effekt genauer unter die Lupe nimmt. Dennoch gibt es manches zu entdecken und vor allem die leicht wirren und knackigen Up-Tempo-Passagen erinnern in Ansätzen an TWILIGHT OPHERA („Odium Generis Humani“).

Eine eigene Note haben auch die Dark Wave-Elemente, die oft und gerne fließend in deathige Industrial-Parts übergehen („Osiris“). Band-Mastermind Henri Villberg (Ex-RAPTURE) zeigt dabei durchaus seine stimmliche Bandbreite, die von verzerrten Cyber-Spoken Words über leidenden Klargesang bis hin zu gängigen Growls reicht. Dem nicht genug holten sich DIABLERIE auch noch Gastsänger mit ins Boot – zum Beispiel den stimmlich unverkennbaren Mika Luttinen (IMPALED NAZARENE).

Unverkennbar ist letztendlich aber auch das Album an sich – nur es richtig einzuordnen, fällt schwer. In manchen Momenten gerät man ins Staunen und nickt anerkennend dazu, ein anderes Mal fühlt man sich gar etwas gelangweilt, als dass man nicht allzu viel mit einer Passage anzufangen weiß.

Veröffentlichungstermin: 27.01.2017

Spielzeit: 48:23 Min.

Line-Up:
Henri Villberg – Gesang, Bass & Electronics
Tomi Ullgrén – Gitarre
Kimmo Tukiainen – Gitarre & Backing Vocals
Petri Mäkipää – Schlagzeug

Gast-Musiker:
Mika Luttinen (IMPALED NAZARENE) – Gesang („Rabid (Dogs of Church and State)“)
MC Raaka Pee (TURMION KÄTILÖT) – Gesang („Wear My Crown“)

Label: Primitive Reaction

Homepage: https://diablerie.fi

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/Diablerie

Tracklist:
1. Hexordium: The Final Realisation that You Don´t Matter
2. Selves
3. Rabid (Dogs of Church and State)
4. Wear My Crown
5. Odium Generis Humani
6. You Stop You Die
7. Grey
8. This Drastic Clique
9. Osiris
10. I Am The Catalyst

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Christian Wögerbauer
Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge