DENIAL: Trail Of Devastation [Eigenproduktion]

DENIAL: Trail Of Devastation [Eigenproduktion]

Ganz neu ist die Vermengung von melodischem Death Metal, dezenten Keyboards und Klargesang ja nicht mehr. Um Punkte für Innovation sammeln zu können, kommen DENIAL folglich ein paar Jahre zu spät. Was machen die Jungs also grundelgend anders, damit Trail Of Devastation in der überlaufenen Szene überhaupt bestehen kann?

So nüchtern es klingen mag, eigentlich tun sie nichts in diese Richtung. Die Gitarren pendeln zwischen eingängig schwedisch und ein wenig thrashig, während sich der Mann am Mikro wütend durch die Strophen grunzt, bevor er im Refrain meist zu rauem Klargesang übergeht. Kennt man alles schon und hat man so auch bereits zu Genüge in ähnlicher Form serviert bekommen. Deswegen ist Trail Of Devastation aber noch lange nicht schlecht. Für sich betrachtet haben wir es sogar mit einer grundsoliden Platte zu tun. Die elf verschiedenen Songs sind ohne Ausnahme gelungen und bieten mit Mind Penetration sowie dem von Tad Williams´ Otherland-Romanen inspirierten Out Of Control sogar zwei Ausreißer nach oben. Auch das aus der Reihe tanzende Dimension 666, das schwerpunktmäßig auf Cleangesang mit Ohrwurmpotential setzt, sollte nicht unerwähnt bleiben. Fehltritte leistet sich die Band in musikalischer Hinsicht keine, lässt aber trotzdem noch Raum für Steigerungen. So fehlt den meisten Kompositionen einfach noch der letzte Funken zum ganz großen Hit inklusive unsterblichem Refrain. Aber da es sich bei der Scheibe ohnehin um das erste Full-Length Album der Hagener handelt, ist das letzte Wort in dieser Hinsicht sicher noch nicht gesprochen. Einen kleinen Schnitzer leisten sich DENIAL gegen Ende allerdings doch noch. Dadurch, dass Sänger Gavin nach jeder Textzeile zwischen Deutsch und Englisch wechselt, ergeben sich einige unfreiwillig komische Passagen wie But is this the solution die du dir gewünscht hast? oder Der Druck lastet schwer on your shoulders. Ein kleiner, aber feiner Schönheitsfehler, der nicht unbedingt hätte sein müssen.

Aber sei´s drum, für ein Debüt geht Trail Of Devastation absolut in Ordnung. Um sich aber in Zukunft von der Masse absetzen zu können, gilt es noch ein wenig den eigenen Stil zu verfeinern. Eins ist jedoch sicher: Ist dies erstmal geschafft, wird man von DENIAL noch einiges zu hören bekommen.

Veröffentlichungstermin: 01.11.2008

Spielzeit: 54:57 Min.

Line-Up:
Gavin-Dennis Merten: Vocals
James Oliver Frost: Guitar
Bartosz Wojciech: Guitar
Christoph Schemmann: Bass
Christian Respondek: Drums

Produziert von DENIAL
Label: Eigenproduktion

Homepage: http://www.denial-music.de

MySpace: http://www.myspace.com/denialmetal

Tracklist:
01. 29 / A
02. Prophet Of Disgust
03. Start To Live
04. Dimension 666
05. System Failure
06. My Gift
07. Change
08. Out Of Control
09. Trail Of Devastation
10. Life Till Death
11. Mind Penetration
12. Broken Wings
13. Trail Of Devastation (feat. Sebo)