CRYONIC TEMPLE: Immortal

CRYONIC TEMPLE: Immortal

Business as usual, nur besser und bodenständiger – CRYONIC TEMPLE spielen auch auf ihrem 4. Album melodischen Heavy Metal, bei dem die Gitarren exakt und fett aus den Boxen tönen, während die Rhythmusgruppe ordentlich Druck macht. Immer wieder werden Erinnerungen an JAG PANZER, BRAINSTORM, HEADHUNTER und RUNNING WILD wach, die die Band jedoch durch weichspülerfreie, aber dennoch typisch skandinavische Melodien auflockert. Wegen dem starken Gesang von Neuzugang Magnus Thurin (ex-MINDSCAPE) klingt die Musik zudem häufig nach TAD MOROSE bzw. BLOODBOUND. Insbesondere die Refrains werden durch die charismatische Stimme aufgewertet.

 CRYONIC TEMPLE verstehen es, das Tempo geschickt zu variieren. Nur selten wird aufs Gaspedal gedrückt und selbst dann klingt die Musik kaum nach dem Tralala-Speed Metal, den man sonst von schwedischen Bands gewohnt ist. Flotte Songs wie Train Of Destruction klingen vielmehr fast schon rotzig und heavy. Ansonsten domieren über weite Strecken dicht arrangierte Riffwände, die durch diverse Tempodrosselungen noch an Dynamik gewinnen. Lediglich die sporadischen cleanen Einschübe passen nicht in den Gesamtzusammenhang. Beim Opener Immortal fällt das dank des starken Refrains kaum ins Gewicht, beim abschließenden Doppelpack As I Sleep/Departure irritiert das Geplänkel dagegen ziemlich. Unterm Strich bleiben dennoch über 90% guter Heavy Metal mit ordentlich Dampf und transparentem Sound. Puristen, die eine zeitgemäße Produktion zu schätzen wissen, sollten Immortal antesten.

Veröffentlichungstermin: 21.11.2008

Spielzeit: 51:38 Min.

Line-Up:
Magnus Thurin: Gesang
Leif Collin: Gitarre
Esa Ahonen: Gitarre
Bjorn Svensson: Bass
Hans Karlin: Schlagzeug

Homepage: Metal Heaven

MySpace: http://www.myspace.com/cryonictemple

Tracklist:
1. Immortal
2. Standing Tall
3. Where Sadness Never Rests
4. Beg Me
5. Freedom Calling
6. Fear Of The Rage
7. Time
8. Fight To Survive
9. Train Of Destruction
10. As I Sleep
11. Departure