CRYONIC TEMPLE: Chapter I

CRYONIC TEMPLE: Chapter I

CRYONIC TEMPLE: Schweden mit farbenfrohem Fantasycover, lustigen Songtiteln und Texten, die so klischeebeladen sind, dass selbst MANOWAR als feingeistige Lyriker erscheinen. Obendrein klingt die ganze Chose schwerstens nach HAMMERFALL, was zumindest in meinem Fall eher abschreckend als aufreizend wirkt. Aber: die sechs Skandinavier basteln ein kompaktes, immer nachvollziehbares Album, das vor Ohrwürmern nur so strotzt. Johan Johansson (kreativ sind die schwedischen Eltern ja nun wirklich nicht, was sich auf die Phantasie ihrer Sprösslinge von Zeit zu Zeit auszuwirken scheint…) singt in angenehmen Höhenlagen, etwas aggressiver als Herr Cans, trotzdem immer sehr melodisch. Die Songs sind extremst eingängig, durch die heftige Rhythmussektion trotzdem mit einem gesunden Härtegrad ausgestattet und nie zu düdelig. Veredelt werden 43 Minuten durch eine bombige Produktion. Und so könnten CRYONIC TEMPLE insgesamt als eine etwas härtere HAMMERFALL-Variante mit etwas reduziertem Pop-Anteil durchgehen und sind für alle Verfechter dieses Genres hochinteressant. Noch kein absolutes Highlight in der „true“ metallischen Sparte harten Musizierens, aber ein erstaunlich gutes Debüt. Abtörnend wirken auf die Dauer nur die primitiven Texte und das Fehlen des versprochenen HEAVY LOAD-Klassikers „Stronger Than Evil“, der im Booklet angekündigt wird, aber nirgendwo auftaucht. Gibt’s bei Hellion Records in Itzehoe.

Wings

Spielzeit: 43:43 Min.

Line-Up:
Johan Johansson – v

Esa T. Ahonen – g

Leif Collin – g

Jan C. Cederlund – b

Sebastian Olsson – dr

Jan Söderlund – key

Produziert von Mika Jussila
Label: Underground Smphony

Tracklist:
1.Heavy Metal Never Dies 2.Metal Brothers 3.Warsong 4.The Gatekeeper 5.Rivers Of Pain 6.King Of Transylvania 7.Steel Against Steel 8.Mighty Warrior 9.Over And Over