CIRITH UNGOL: King Of The Dead (Ultimate Edition)

CIRITH UNGOL: King Of The Dead (Ultimate Edition)

Wenn es um das gerne und häufig genutzte Wörtchen „Kult“ und seinen nicht allzu entfernten Verwandten „kauzig“ geht, dann sind CIRITH UNGOL sicherlich eine der, wenn nicht DIE Metal-Band, auf welche beides am stärksten zutrifft. Vier Alben hat die Band aus Kalifornien zwischen 1981 und 1991 veröffentlicht, bevor man sich nach dem Release des Schwanengesangs „Paradise Lost“ auflöste. Seitdem träumt wohl die komplette KEEP IT TRUE-Klientel von keiner Reunion so sehr, wie der von CIRITH UNGOL. 2015 war es dann plötzlich soweit. Und nun, Ende April spielt die Band auf dem KEEP IT TRUE-Festival. Ein perfekter Zeitpunkt für die Veröffentlichung der Ultimate Edition von „King Of The Dead“, dem zweiten CIRITH UNGOL-Album von 1984.

Neben dem Album, welches von Patrick W. Engel remastered wurde, sind auf der CD ein paar Bonustracks enthalten. Außerdem enthält die Ultimate Edition eine DVD mit einem Auftritt aus dem Jahr 1983. Zur Qualität der Aufnahme kann ich nichts sagen, da mir zur Besprechung nur die Songs der CD vorliegen.

Wem man CIRITH UNGOL noch vorstellen muss, dem sei gesagt, dass der stark Siebziger-lastige Proto-Metal der Band vor allem durch den schrillen, kratzigen Gesang von Tim Baker polarisiert. Ich zähle mich auch eher zu den Menschen, die CIRITH UNGOLs Alben trotz und nicht wegen seinem Gesang mögen. Musikalisch sind die BLACK SABBATH der Siebziger sicherlich als großer Einfluss auf den Sound der Band zu nennen. Wer beim Anfang des Titeltracks nicht an den Beginn von  „War Pigs“ denken muss, der sollte sich mal die Ohren putzen. Als Vergleichs-Bands fallen mir DARK QUARTERER oder CAULDRON BORN ein, die sicherlich dieselben Fans ansprechen. Dass CIRITH UNGOL diese und viele andere Bands maßgeblich mitgeprägt haben, steht außer Frage.

Wenn man sich mit dem krassen Gesang und dem etwas dünnen Gitarrensound anfreunden kann, dann offenbaren Songs wie die ausufernden Epen „Master Of The Pit“ und „King Of The Dead“ genauso Ihren Reiz wie das vergleichsweise schnelle und kurze „Death Of The Sun“ oder das doomige „Finger Of Scorn“. Die tollen Cover von Michael Whelan, allesamt Artworks für Bücher vo Michael Moorcock runden das Epic Metal-Gesamtpaket ab. Neulinge im CIRITH UNGOL-Kosmos können sich überlegen, ob Sie sich „King Of The Dead“ günstig in der Standard-Version zulegen, oder ob ihnen der Bonus-Inhalt den Aufpreis für die Ultimate Edition wert ist. So oder so ist „King Of The Dead“ nicht der schlechteste Einstieg in die Diskographie dieser faszinierenden und eigenwilligen Band.

VÖ: 28.04.2017

Spielzeit: 74:57

Line Up:
Auf „King Of The Dead“:
Tim Baker – vocals  
Jerry Fogle – guitars  
Michael „Flint“ Vujejia – bass  
Robert Garven – drums

Aktuell:
Tim Baker – vocals
Jim Barraza – guitars
Greg Lindstrom – guitars, keyboards
Robert Garven – drums
Jarvis Leatherby  Bass

Produziert von:

Label: Metalblade Records

Mehr im Netz: facebook.com/cirithungolofficial
Tracklist:
01. Atom Smasher
02. Black Machine
03. Master Of The Pit
04. King Of The Dead
05. Death Of The Sun
06. Finger Of Scorn
07. Toccata In Dm
08. Cirith Ungol
09. Last Laugh (live 1984)
10. Death Of The Sun (Alternate Mix)
11. Master Of The Pit (Live 2016)
12. King Of The Dead (Live 2016)
13. Cirith Ungol (Live 2016)

DVD Live at The Roxy, 19.01.1983
01. Atom Smasher
02. I’m Alive
03. Black Machine
04. Master of the Pit
05. King of the Dead
06. Death of the Sun
07. Finger of Scorn
08. Cirith Ungol

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