BULLET: Dust To Gold

Bullet_dust-to-gold-cover

Klar macht es mehr Spaß über Bands zu reden, zu denen man einen persönlichen Bezug hat. Wie cool ist es da, den treuen 64er Volvo-Bus auf dem sechsten Album von BULLET zu sehen. Selbst schon drin gefeiert, dazu Erinnerungen an den sympathischen Papa vom Drummer, der so oft die Band sicher in ihrem Partybus durch die Lande gerollt hat. Dessen Campingplatz-Tip mir schon zwei tolle Urlaube in der Nähe der Bandheimat Växjö beschert hat. Was das mit „Dust To Gold“ zu tun hat? Äh nichts, außer dass es auf dem neuen Album viel um das Leben on the road, um Freiheit, Abenteuer und den unendlichen Spaß einer leidenschaftlichen Metal-Band geht. Und da trägt eben dieser alte Volvo-Bus seinen Teil bei in der Geschichte der Band. Weg mit dem sentimentalen Getue, wieder rein in den Player mit der vorab gesagt starken neuen Scheibe.

BULLET sind wie ihr alter VOLVO-Bus: stahlhart und unverwüstlich

Es gibt nicht wie gewohnt ein Intro, hier gibt es sofort den Tritt in den Popo. So richtig! Eine fette Uptempo-Attacke, das Enerielevel geht sofort auf 100%, man hat die Jungs sofort wieder lieb. „Ain´t Enough„, das Leben ist schön, mach was draus! Catchy, tanzbar, live sicher ein Knaller wie auch „Rogue Soldier“. Tolle Leads wie immer, Alex scheint die letzten Jahre gern auch mal MICHAEL SCHENKER gehört zu haben. BULLET ist es egal was andere Bands machen, sie runden ihren traditionellen Hard`n´Heavy-Sound mit viel AC/DC und ACCEPT weiter ab, ohne nach Trends oder Änderungen zu schauen. Wo ich bei ACCEPT gewöhnlich die „Breaker“ oder „Restless And Wild“-LPs auflege, hat es kürzlich dank BULLETs Single „Fuel The Fire“ die „Balls To The Wall“ auf den Plattenteller geschafft. Der Uptempo-Kracher „One More Round“ mit starken Twin-Guitars hingegen macht Lust, mal wieder THIN LIZZYs „Renegade“ aufzulegen. Ganz bei BULLET hingegen sind wir wieder bei „Wildfire“, wo sie die perfekte Symbiose typischer AC/DC- und ACCEPT-Elemente präsentieren. Haben die Schweden immer schon so sehr nach früh-80er JUDAS PRIEST geklungen wie beim feurigen „Screams In The Night“? Bis hin zum abschließenden Titeltrack, das mit dezentem DIO-Riffing und viel 80er Hair-Rock-Flair daher kommt und doch wieder AC/DC durchklingen lässt, macht das neue Album mächtig Spaß.

BULLETs „Dust To Gold“ bietet weitaus mehr als den vertrauten AC/DC-trifft ACCEPT-Mix

Sehr willkommen ist der Ruck Richtung Metal, der das gesamte Album prägt. Partymucke hin oder her, so feurig und energisch klangen die Jungs noch nie. Was ebenso Spaß macht ist der Sound von „Dust To Gold“, der hier unterm Kopfhörer herrlich warm und trocken kommt. Da hört man, dass analog aufgenommen wurde. Über die Anlage oder auch im Autoradio hingegen kommt der Sound auch mit mächtig Druck. Hier klingt nichts gewollt Retro, hier klingt es schlichtweg einfach gut! Dem hübschen Digipack liegt ein Wendeposter bei.

BULLET: Sympathische Band mit starkem neuen Album

Klar mag ich die Band, dass mir BULLETs „Dust To Gold“ so gut gefällt hatte ich aber nicht erwartet. Ein echter Gute Laune Bringer, der so schnell nicht aus dem Player verschwinden wird. Wer die Schweden eh mag, der wird begeistert sein. Aber jeder Fan ehrlicher, knackiger Hard`n´Heavy-Mucke wird das neue BULLET-Album lieben!

Veröffentlicht: 20.04.2018

Spielzeit: 39:08 Min.

Lineup:
Hell Hofer – Vocals
Hampus Klang – Lead Guitars
Alex Lyrbo – Lead Guitars
Gustav Hector – Bass
Gustav Hjortsjö – Drums

Produziert von Bullet und Mankan Sedenberg

Label: Steamhammer/SPV

Homepage: http://www.bulletrock.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/bulletband

Die Tracklist von „Dust To Gold“:

1. Speed And Attack
2. Ain´t Enough
3. Rogue Soldier
4. Fuel The Fire
5. One More Round
6. Highway Love
7. Wildfire
8. Screams In The Night
9. Forever Rise
10. The Prophecy
11. Hollow Grounds
12. Dust To Gold

Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!