BOB WAYNE: Hit The Hits – Bonus-Edition

BOB WAYNE: Hit The Hits – Bonus-Edition

Bereits im Mai letzten Jahres hat BOB WAYNE sein Album Hit The Hits veröffentlicht. Nun schiebt der Mann, der seine Cowboystiefel wahlweise durch Seattle und Nashville wandern lässt, eine Bonus-Edition seines bereits siebten Albums nach. Denn Aufmerksamkeit ist dem Bärig-bärtigen Typ gewiss, er wird unsere Country-Pop-Rocker BOSSHOSS auf ihrer aktuellen Tour begleiten. Und auch BOB WAYNE zeigt sich passend als Country-Freak, der die gängigen Klischees nutzt, um internationale Hits unterschiedlicher Genres durch den Country und Western-Wolf zu drehen. Und das macht er richtig gut, Hit The Hits macht Spaß, wenn man keine Angst hat vor solcher Cowboy/Trucker-Mucke.

Man wippt sofort mit, wenn WAYNE und seine KollegInnen LED ZEPPELIN´s Rock`n´Roll als schmissigen Schunkel-Song präsentieren, statt Luftgitarre ist hier Line Dance angesagt. Wie es klingen würde, wenn der große JOHNNY CASH einen Titelsong zu einem James Bond-Film geschrieben hätte, das zeigt uns die Version von Skyfall von Meistersängerin ADELE. Sweet Child o´ Mine kommt so herrlich schunkelig, wie ein Ritt auf einem entspannten Muli durch die Steppe irgendwo in Tennessee,  Sympathy For The Devil könnte der Country-Hit für Black-Metaller werden. Auch BOB MARLEY´s I Shot The Sheriff macht Spaß, kommt von der Stimmung der CLAPTON-Version näher als dem Original. Aber BOB WAYNE sind die Originale eh egal, seine Versionen greifen nicht ins Songwriting ein, lassen aber durch die Umsetzung im Country-Stil ganz neue Songs entstehen. Alle Klischees dieses Genres werden hier gut umgesetzt verbraten, und dass das funktioniert, spricht natürlich auch für die Qualität der Vorlagen. Ok, ab der Hälfte ist zumindest der Überraschungseffekt raus, nicht aber der unterhaltsame Charme. Auch durch den Gesang bekommt RED HOT CHILI PEPPERS´ Under the Bridge einen dezenten BILLY IDOL-Touch im Western-Drive-In. Bei der Version von OZZY´s Crazy Train kann ich mir ein Grinsen kaum verkneifen, hier klingt WAYNE exakt wie der Sänger einer frühen Band von mir. Die anderen Songs gefallen, auch wenn einem die Originale von z.B. RIHANNA oder GNARLS BARKLEY nicht vertraut sind. Die beiden Bonus-Songs für die Tour-Edition unterhalten, ohne zu begeistern. Als kleines Highlight zeigt sich All About That Bass, der Song, mit dem das ganze Spiel für BOB WAYNE begann. Das Original von MEGHAN TRAINOR ist total albern, hier kommt es so lustig und überzogen, gepimpt mit einem unterhaltsamen Video, das macht Lust auf Sommer, Barbecue und Party!

Der Sound ist kraftvoll und passt ins Autoradio genauso wie in den Ghettoblaster für die Gartenfete, musikalisch ist alles souverän umgesetzt, die Stimme von BOB WAYNE passt, Amanda Contraras mischt mit zarter Girlie-Stimme etwas Niedliches dazu. Man muss kein Country-Fan sein, um an diesen Coverversionen Spaß zu haben, Gute Laune reicht, und die kommt halt mit der Scheibe. Da ist es kein Wunder, dass BOSSHOSS den Ami mitnehmen auf Tour, der wird mit seiner Band deren Zielgruppe ordentlich in Schwung bringen.

Tourdaten bei vampster: BOSSHOSS, BOB WAYNE
weitere Shows BOB WAYNE

Veröffentlichungstermin: 25.03.2016

Spielzeit: 51:03 Min.

Line-Up:
Bob Wayne – Vocals, Piano
Amanda Contreras – Backing Vocals, Chor
Andy Gibson – Steel Guitar, Dobro, Acoustic Guitar, Electric Guitar, Banjo
Billy Contreras – Fiddles, String Arrangements
Matt Bohli – Drums, Percussion
Dave Roe – Upright Bass

Gäste:
Rory Hoffmann – Harmonica, Baritone Guitar, Guitar (1,4,15)
Chris Scruggs – Gut String Guitar (12)
Josh McMurray – Banjo (3,4,14)
Kirk Donovan – Trumpet (12)
John McTigue III – Drums, Percussion (12)
Marshall Dymowski – Backing Vocals (11,13)
Duane Mark – Backing Vocals (3)

Produziert von Andy Gibson
Label: People Like You Records

Homepage: http://www.bobwayne.org

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/BobWayneOfficial

Tracklist:
1. Rock And Roll (LED ZEPPELIN)
2. Skyfall (ADELE)
3. Sweet Child O´ Mine (GUNS N´ROSES)
4. Sympathy For The Devil (ROLLING STONES)
5. I Shot The Sheriff (BOB MARLEY)
6. Crazy (GNARLS BARKLEY)
7. Under The Bridge (RED HOT CHILI PEPPERS)
8. Radioactive (IMAGINE DRAGONS)
9. Come Together (BEATLES)
10. Disturbia (RIHANNA)
11. The Kids Aren´t Alright (THE OFFSPRING)
12. All About That Bass (MEGHAN TRAINOR)
13. Crazy Train (OZZY OSBOURNE)
14. I Gotta Feeling (BLACK EYED PEAS)(Bonus)
15. I Will Survive (GLORIA GAYNOR)(Bonus)

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Frank Hellweg

Lebensmotto „stay slow“, Doomer halt….
Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!