BLOODBATH: Resurrection Through Carnage

BLOODBATH: Resurrection Through Carnage

Musiker aus solch innovativen wie originellen Bands wie KATATONIA, EDGE OF SANITY und OPETH haben sich zusammen gefunden um das genaue Gegenteil derer Hauptbands zu machen. Ohne Kompromisse, ohne doppelten Boden und vor allem ohne einen Gedanken an diejenigen zu verschwenden, die da meinen, BLOODBATH würden aus rein kommerziellem Interesse Death Metal der uralten Schule spielen hat das Quartett einen ultraderben Hammer eingezimmert, der sich (mit Blut) gewaschen hat.

Hier wird zitiert, was das Zeug hält, sowohl alte ENTOMBED als auch GRAVE, DISMEMBER und hier und da sogar die Frühwerke von MORBID ANGEL geben die Vorlage für einen räudigen Hund, der so stümperhaft gar nicht daherkommt. Es sind zwar recht simple Riffs auf diesem Death Metal-Hammer, aber auch einige clevere Ideen, Breaks und Melodien finden sich auf BLOODBATHs erstem kompletten Album. Die großen Namen hinter diesem Projekt halten was sie versprechen und beweisen, dass BLOODBATH nach dem 3-Track Debüt Breeding Death keine Eintagsfliege sind, sondern noch weit mehr drauf haben.

Dazu ist das Material auch viel zu abwechslungsreich und intensiv. Die Songs sind allesamt Hits, egal, ob ihr den Opener Ways to the Grave oder das geniale Mass Strangulation nehmt. Aber nicht nur Death Metal hat sich eingeschlichen, auch einige, dezent eingesetzte Black Metal-Schraddeleien fanden ihren Weg auf den Silberling der Schweden. Die Drums rotzen die meiste Zeit im flotten Mosh-Tempo dahin und der Bass bildet für die räudig abgemischten Instrumente das ideale Fundament. Mikael Äkerfeldts Grunzgesang passt nicht nur zu seiner genialen Hauptband OPETH, sondern auch perfekt zu diesem Blutbad.

Abschließend bleibt nur das Fazit: Kurzweilig und böse. Eines frage ich mich aber schon seit geraumer Zeit: Hätte ich diese Platte genauso gut gefunden, wären die Akteure dahinter versteckt geblieben? Ich bin sicher, Ressurection Through Carnage hätte mich bestimmt genauso überzeugt, denn diese Musik ist zeitlos und nicht altmodisch.

Spielzeit: 40:57 Min.

Line-Up:
Mikael Äkerfeldt – Vocals
Anders Nyström – Guitars
Jonas Renske – Bass
Dan Swanö – Drums

Label: Century Media

Homepage: http://www.bloodbath.biz

Tracklist:
1. Ways to the Grave
2. So You Die
3. Mass Strangulation
4. Death Delirium
5. Buried by the Dead
6. The Soulcollector
7. Bathe in Blood
8. Trail of Insects
9. Like Fire
10. Cry My Name