BLOODBATH: Grand Morbid Funeral

BLOODBATH: Grand Morbid Funeral

Tja, was will man mehr: Bei Grand Morbid Funeral finden sich KATATONIA-, OPETH– und PARADISE LOST-Musiker zusammen, um die death-doomigen Anfangszeiten ihrer Bands wieder auferstehen zu lassen und holen sich dazu auch noch amerikanische Unterstützung in Person von Chris Reifert und Eric Cutler (jeweils AUTOPSY). BLOODBATH ist nach wie vor ein All-Star-Projekt, das jedoch in seiner Umsetzung homogen und gewachsen wirkt. Selbst mit dem neuen Sänger Nick Holmes, der die ebenfalls honorigen Mikael Åkerfeldt (OPETH) und Peter Tägtgren (HYPOCRISY) bestens vertritt.

Dass der  PARADISE LOST-Fronter auf Grand Morbid Funeral endlich wieder einmal seine Stimmbänder blutig grölt, darf mit Genuss vernommen werden – und die gutturalen, dreckigen Growls beweisen, dass der Brite in den vergangenen 20 Jahren nichts verlernt hat. Reminiszenzen an die britische Combo zu Gothic- und Shades Of God-Zeiten finden sich demnach auch auf dem vierten BLOODBATH-Album wieder, wenn dementsprechend vereinzelte Gitarren-Leads ertönen oder das Tempo etwas gedrosselt wird.

Doch großteils bewegt sich Grand Morbid Funeral auf Oldschool-Death Metal-Pfaden, die zwar nach wie vor die schwedische Herkunft ersichtlich machen, doch auch einen amerikanischen Touch beherbergen. Dabei lassen BLOODBATH nichts anbrennen, indem sie Song für Song ihre Routine und Klasse ausspielen: gleich mit den den beiden Openern (Let The Stillborn Come To Me und Total Death Exhumed) fesselt das Quintett den Hörer und hält auch in weiterer Folge das hohe Niveau, so dass das Album in Windeseile (Beyond Cremation) vorüberzieht und einfach nur ein leiwand (Famine Of God´s Word) zurücklässt.

Im Gegensatz zu früheren BLOODBATH-Alben ist Grand Morbid Funeral allerdings etwas sperriger (wie der Titeltrack beweist), aber auch abwechslungsreicher (etwa durch das langsamere Church Of Vastitas). Den dreckigen Sound hat sich die Band jedoch beibehalten und steigert damit die morbide und schaurige Ausrichtung des dargebotenen Death Metals. Und letzterer hat mit Grand Morbid Funeral wieder ein Referenz-Album dazu bekommen.

Veröffentlichungstermin: 21.11.2014

Spielzeit: 46:31 Min.

Line-Up:
Jonas Renkse – Bass
Nick Holmes – Gesang
Per Sodomizer Eriksson – Gitarre
Martin Axenrot – Schlagzeug
Anders Blakkheim Nyström – Gitarre & Backing Vocals

Gastmusiker:
Chris Reifert (AUTOPSY) – Gesang My Torturer
Eric Cutler (AUTOPSY) – Gitarre (Tracks 2, 6, 9, 10)

Produziert von BLOODBATH @ Ghost Ward Studios & City of Glass Studios in Stockholm (SWE); mixed von David Castillo
Label: Peaceville Records

Homepage: http://bloodbath.biz

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/bloodbathband

Tracklist:
1. Let The Stillborn Come To Me
2. Total Death Exhumed
3. Anne
4. Church Of Vastitas
5. Famine Of God´s Word
6. Mental Abortion
7. Beyond Cremation
8. His Infernal Necropsy
9. Unite In Pain
10. My Torturer
11. Grand Morbid Funeral

Christian Wögerbauer
Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge