AVAST: Mother Culture

AVAST: Mother Culture

AVAST aus Stavanger sind 2016 zum ersten Mal mit einer selbstbetitelten EP in Erscheinung getreten und präsentieren mit „Mother Culture“ ihr Debütalbum. Musikalisch haben sich die Norweger dem atmosphärischen Black Metal verschrieben, doch wer auf verzärtelte Träumereien hofft, ist bei AVAST doch an der falschen Adresse.

AVAST fühlen sich an wie ein Schwelfeuer

So mögen zwar die Harmonien, die wohl von bizarren Gitarren- und Bassstimmungen herrühren, einen an Post Black Metal-Bands denken lassen, doch AVAST rasen solchen Gedanken schon im Titeltrack emsig davon. Immer wieder halten sie indes inne, wirken plötzlich verträumt und erinnern an ALCEST. Doch nach „Mother Culture“ will man diesem sanften Frieden nicht so recht glauben, denn AVAST fühlen sich an wie ein Schwelfeuer, das jederzeit wieder ausbrechen kann.

Titeltrack „Mother Culture“ als Anspieltipp

Das epische „Mother Culture“ ist es dann auch, das sich schon von Anfang an als Anspieltipp empfiehlt. Über acht Minuten verbringen AVAST mit ihrem Opener und nehmen ähnliche Harmonien in „The Myth“ auf. Die Norweger zelebrieren hypnotische, tonnenschwere Riffs genauso wie die Passagen, die durch aggressives Black Metal-Gekreische angereichert sind. Interessant ist die Fähigkeit AVASTs, stimmige Songs zu schreiben, die gleichermassen von Raserei und langsamen, atmosphärischen Parts getragen werden. Und immer wenn die Norweger sich auf ihre Zartheit besinnen, sind die Gedanken an ALCEST (abgesehen vom Gesang) nicht weit. In „An Earnest Desire“ lassen AVAST hingegen die Rhythm Section sprechen und verzaubern mit stilvollen Basslines und abwechslungsreichem Drumming.

Fesselnde Schwarzmetall-Melancholie von AVAST

AVAST schaffen auf „Mother Culture“ eigenständige Schwarzmetall-Melancholie, die sich wie ein dunkler See um den Hörer herum ausbreitet. Stimmiges Songwriting, epische Flächen und immer wieder leidenschaftliche Gefühlsausbrüche – AVAST haben ihr eigenes Stück atmosphärischen (Post) Black Metal geschaffen, das einen nicht mehr loslässt. Starkes Album!

Veröffentlichungsdatum: 26.10.2018

Spieldauer: 39:00

Label: Dark Essence Records

Website: http://avastband.bandcamp.com/

Facebook: https://www.facebook.com/avastband

 

Line Up
Stian Steensnaes – Drums
Trond Salte – Gitarren
Hans Olaf Myrvang – Vocals, Bass
Örjan Kristoffersen Lund – Gitarren

Trackliste

  1. Mother Culture
  2. The Myth
  3. Birth Of Man
  4. The World Belongs To Man
  5. An Earnest Desire
  6. Man Belongs To The World