ASYLUM ON THE HILL: Passage to the Puzzle Factory

ASYLUM ON THE HILL: Passage to the Puzzle Factory

Ha, nach den ersten beiden Titeln von Passage to the Puzzle Factory dachte ich mir noch, ´ASYLUM ON THE HILL haben irgendwie Ähnlichkeit mit DANKO JONES.´ Da hatte ich den Waschzettel noch nicht gelesen, denn der kleine Mann aus Toronto ist tatsächlich auf dem Album zu Hören. Doch dazu später.

Denn zuerst ist es das Cover, das meine Erwähnung findet: es kommt warscheinlich selten vor, dass ich in einem Review einen gehörnten Affen auf einem rosa Kinderfahrrad vor einer düsteren, mondbeschienenen Landschaft erwähnen kann, deshalb tue ich das jetzt gleich mal. Sowas schmückt nämlich die Front des Albums – auch nicht übel.

Könnte man dank des Covers noch irgendwelchen verkorksten Noiserock vermuten, lassen die vier Herren aus Kentucky überraschend geradlinigen Southern-/ Stonerrock erklingen – kommt vermutlich daher, dass Dave Angstrom den meisten HERMANO-Fans bekannt sein dürfte, denn wer mal mit John ´Johnny Cash´ Garcia zusammengearbeitet hat, kann eigentlich nur rocken. So wie zum Beispiel BRANT BJORK, der meiner Meinung nach immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt … aber ich schweife ab.
Um wieder auf ASYLUM ON THE HILL zurückzukommen: der Einfluss der Stonerikone Garcia ist auf Passage to the Puzzle Factory nicht zu kurz gekommen, so erinnern einige Gesangslinien von Angstrom verdächtig an ihn, besonders in Go Tell It On The Mountain scheint … Into The Exam Room Pate gestanden zu haben.  Auch die restlichen 14 Titel bleiben im gleichen Fahrwasser und weichen nur minimal vom krachenden, auf´s-Maul-mäßigen Stoner/ Hardrock-Typus ab, bleiben typisch amerikanisch breitbeinig und großmaulig. Und wer könnte – wenn ich schon einmal von Großmaul spreche – besser auf ein solches Album passen, als DANKO JONES?
Das werden sich auch ASYLUM ON THE HILL gedacht haben, denn auf Last Ride ist eben jener Vorzeigestänkerer zu Hören.

Wem das jetzt zu sehr nach Lobeshymnen klingt, dem muss ich jetzt leider in die Parade fahren, denn auch ASYLUM ON THE HILL haben ihre unschönen Momente: Passage to the Puzzle Factory klingt auf Dauer etwas zu gepresst und eintönig und beweist einmal mehr, dass auch die größten Rocker das Riff nicht neu erfinden und sich irgendwann jedes Lied gleich anhört. Gleich gut zwar, aber eben gleich. Fans kann das aber schön egal sein.

Veröffentlichungstermin: 04.02.2011

Spielzeit: 51:22 Min.

Line-Up:

Dave Angstrom – vocals, guitar
Jason Groves – bass
Phil Kring – drums
Jeff Garner – guitar

Label: Suburban Records

Homepage: http://www.asylumonthehill.com/

MySpace: http://www.myspace.com/asylumonthehill

Tracklist:

1. I Got You
2. Bad Reputation
3. Go Tell It On The Mountain
4. La Pistola
5. Interruption
6. Beneath The Unfold
7. Devil´s Disco pt. 1 & 2
8. Some Kind Of Wonderful
9. Last Ride
10. Forevermore…
11. Honey Bee
12. Stones Will Wash Away
13. Blood On The Doorway pt. 1 & 2
14. Seasons Of Hurt Introduction
15. Seasons Of Hurt

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