ASPHYX: Deathhammer

ASPHYX: Deathhammer

2009 haben ASPHYX mit ihrem Comeback-Album Death… The Brutal Way einen echten Hammer in Sachen Old School Death Metal abgeliefert. Das Teil schlug zurecht ein, wie eine Bombe und die Band überzeugte auch live. Letztes Jahr gab es dann zwei Splits mit HOODED MENACE und THANATOS. Nun steht mit Deathhammer das zweite Album seit der Reunion an und seit letztes Jahr das Cover für Deathhammer veröffentlicht wurde, habe ich diesem Album entgegen gefiebert, denn ASPHYX zählen neben BOLT THROWER zu meinen absoluten Lieblingsbands, was Death Metal angeht.

Und Deathhammer zeigt, dass die Death… The Brutal Way keine Eintagsfliege war und ASPHYX in Sachen Death Doom immer noch eine Klasse für sich sind. Der Opener Into The Timewastes ist ein klassischer ASPHYX Up Tempo-Banger, vorwärts getrieben von Paul  Bagchus´ straightem Drumming. Das Bass-Break nach knapp anderthalb Minuten ist Alwin Zuur´s erste Visitenkarte. Der Titeltrack schlägt in eine ähnliche Kerbe, prescht noch mal eine Ecke schneller durch die Boxen. Geile Scheisse, wenn auch nicht ganz so überragend wie der Titeltrack des Vorgängers Death… The Brutal Way, einem der geilsten Death Metal-Hymnen der letzten Jahre. Dafür mit einem markigen this is real Death Metal you bastards von Martin eingeleitet.

Nachdem ASPHYX dich mit diesen beiden Faustschlägen weich geklopft haben, kriechen die finsteren Krallen des Doom Death aus den Lautsprechern und ziehen dich in die Tiefe. Willkommen auf dem Minefield. Wie sagt man so schön: Wer suchet der findet, wer drauf tritt verschwindet. Jeder Schritt könnte dein letzter sein, ein Entkommen gibt es nicht. Mit einem Songtitel wie Der Landser macht man sich speziell in Deutschland sicher keine Freunde. Wer aber Zweifel an der Gesinnung von Martin van Drunen hat, den verweise ich auf mein Interview mit ihm, zum ersten HAIL OF BULLETS-Album, in dem er klar Stellung bezieht. Der Song an sich ist eine lange, brachiale Doom-Nummer, die dich weiter in die Tiefe zieht. Das kurze Solo am Ende hätte so auch auf von AHAB stammen können.

Zwischendurch treten ASPHYX bei Of Days When Blades Turned Blunt oder Reign Of The Brute wieder aufs Gaspedal. Das sind weitere, erbarmungslose Schläge in die Fresse. Das Riff von The Flood erinnert an Scorbutics oder auch M.S. Bismarck – anscheinend weckt das Thema Wasser eine ganz bestimmte Assoziation bei ASPHYX. We Doom You To Death stammt ursprünglich von der Split mit denn Doomstern HOODED MENACE und macht seinem Namen ganze Ehre. Den Abschluss des Albums bildet das achtminütige, epische As The Magma Mammoth Rises, ein brachialer, marschierender Stampfer, ein Gigant, der jeglichen Widerstand, der bisher noch nicht niedergeschlagen wurde einfach platt walzt. Hört diese massiven Riffs und Bobs marschierende Drums und ihr könnt euch bildlich vorstellen, wie dierser urzeitliche Gigant alles in seinem Weg zermalmt. Ganz, ganz groß!

Die limitierte Auflage von Deathhammer kommt als Mediabook mit einer Bonus-CD die fünf zusätzliche Songs enthält. Neben einer deutschen Version von Der Landser und den 7-Versionen von Death… The Brutal Way und We Doom You To Death gibt es noch das CELTIC FROST-Cover Os Abysmi Vel Daath sowie Bestial Vomit von MAJESTY, welche ebenfalls von 7-Singles bw. Splits stammen. Ganz klare Sache: Deathhammer hält das Niveau seines Vorgängers und ist die neue Bidel für jeden Doom Death-Maniac. ASPHYX haben hier wieder die perfekte Balance aus kurzen, schnellen Death Metal-Krachern und Doom Death-Monolithen gefunden. Wenn nicht noch ein Wunder geschiet, dann haben die Holländer mit Deathhammer das Old School Death Metal-Album des Jahres abgeliefert. Oder um es mit Martins Worten zu sagen: Kneel, you dogs!!!

Veröffentlichungstermin: 24.02.2012

Spielzeit: 47:34 Min.

Line-Up:
Martin van Drunen – vocals
Paul Baayens – guitars
Alwin Zuur – bass
Bob Bagchus – drums

Produziert von Harry Wijering @ Harrow Studio / Mix & Mastering: Dan Swanö
Label: Century Media

Homepage: http://www.asphyx.nl

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/officialasphyx

Tracklist:
01. Into The Timeastes
02. Deathhammer
03. Minefiled
04. Of Days When Blades Turned Blunt
05. Der Landser
06. Reign Of The Brute
07. The Flood
08. We Doom You To Death
09. Vespa Crabro
10. As The Magma Mammoth Rises

Teilen macht Freude: