ALTARIA: The Fallen Empire

ALTARIA: The Fallen Empire

Melodic Metal Bands aus Skandinavien gibt es wie Sand am Meer. Die einzigen, die da noch mithalten können, sind wohl die Italiener. ALTARIA sind auch so ein Fall. Die Songs und Lyrics könnten rein theoretisch von jeder beliebigen Band des nördlichen Europas stammen und auch Sänger Taage Laiho klingt wie der typische Melodic Metal-Sänger skandinavischer Prägung. Er macht seine Sache gut, ohne dabei Herausragendes zu leisten, wie es eben Dutzende anderer auch tun. Also könnte ich doch jetzt einfach ein beliebiges Review einer solchen Scheibe nehmen, den Text kopieren, die Songtitel und Musikernamen ändern und schwups, wieder ein Artikel fertig. Hach ja, manchmal ist das Leben als Schreiberling so einfach und unbeschwert. Was? Oh Chef! Wie bitte? Wenn ich noch einmal versuche, einen Artikel eines Kollegen zu klauen, muss ich die neue MAJESTY-CD besprechen??? Au weia… Na gut, dann müssen wir die Sache halt anders angehen.

Aaaalso: Bei The Fallen Empire handelt es sich um das dritte Album von ALTARIA und rein objektiv kann man nichts Schlechtes über diese Scheibe sagen. Das Album ist gut produziert, der Sänger nervt nicht und einige richtig ordentliche Songs haben die Jungs auch an Bord. Und sogar tolle Songtitel wie Valley Of Rainbows. LEUTE! Das hier ist Metal und kein Ponyhof! Menschenskinder… Wo war ich? Ach ja… die neue ALTARIA-CD. Wie gesagt: Schlecht ist diese CD keinesfalls, nur gibt es Bands wie ALTARIA inzwischen im Dutzend billiger und diese Schweden spielen nun wirklich nicht in der ersten Liga des Melodic Metals. Vor 10 Jahren hätten die Jungs vielleicht noch für Begeisterung sorgen können, aber heutzutage bekommt man an jeder Ecke ordentliche bis gute Melodic Metal-Scheiben. Und ALTARIA bemühen sich nicht gerade, sich großartig von den Legionen an Mitbewerbern abzuheben. Wer also beinharter Genre-Fan ist und am Monatsende mal wieder nicht weiß, wohin mit der Kohle oder auch die Vorgänger-Alben schon im Schrank stehen hat, der soll um Himmels Willen seinen Willen bekommen und sich diese CD kaufen; alle anderen können ruhigen Gewissens fünfzehn Euro ans Tierheim spenden.

Veröffentlichungstermin: 25.03.2006

Spielzeit: 53:54 Min.

Line-Up:
Taage Laiho – vocals

J-P Alanen – guitars

Marko Pukkila – bass

Tony Smedjebacka

Produziert von Jonas Kjellgren @ Black Lounge Studios/Sweden
Label: Metal Heaven / Soulfood

Homepage: http://www.altariamusic.com

Email: altaria@altariamusic.com

Tracklist:
01. Disciples

02. Valley Of Rainbows

03. Abyss Of Twilight

04. Frozen Hearts

05. Crucifix

06. Showdown

07. The Lion

08. Outlaw Blood

09. Chosen One

10. Access Denied

11. The Dying Flame (European Bonus)

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