ALBERT HAMMOND: In Symphony

ALBERT HAMMOND: In Symphony

Dem regelmäßigen Feedback nach zu urteilen haben wir ja doch reichlich Alt/Hippie-Rocker, die vampster.com regelmäßig besuchen, und eben denen braucht man ALBERT HAMMOND nicht vorstellen. Seine Hits wie It Never Rains In Southern California, I´m A Train, Down By The River oder Free Electric Band stehen für den Zeitgeist der frühen 70er. Später hat der aus Gibraltar stammende, heute in Los Angeles lebende Mann mal eben für andere Musiker Welthits geschrieben wie The Air That I Breathe (HOLLIES), 299 Miles From LA (ART GARFUNKEL), One Moment In Time (WHITNEY HOUSTON), When I Need You (LEO SAYER), Nothing´s Gonna Stop Us Now (STARSHIP) und viele mehr. Gab es zuletzt mit Legend eine Sammlung seiner Hits gemeinsam mit diversen DuetpartnerInnen, so legt er nun nochmal nach mit einer orchestrierten und unter Mitwirkung eines Chors in den berühmten Abbey Road Studios aufgenommenen Zusammenstellung seiner bekanntesten Songs und mehr.

Vieles ist für mich fast ein Déjà-vu, da ich den sympathischen bodenständigen Musiker erst im Sommer Live erlebt habe, nur mit der Gitarre in echter Singer/Songwriter-Manier und eben vielen Songs, von denen man nicht geahnt hätte, dass diese aus der Feder von ALBERT HAMMOND stammen. Schön, dass er nun seine Vision umsetzen kann, die Songs in einem anderen Gewand präsentieren zu können. Und klar, zum Auftakt It Never Rains In Southern California und das dezent treibende I´m A Train, da schunkelt man sofort mit. Give A little Love und Nothing´s Gonna Stop Us Now, 80er halt. Die nicht zu übertriebene Symphonische Umsetzung, gut eingefangen von Produzent Rob Mathes (u.a. STING, BRUCE SPRINGSTEEN, CARLY SIMON), steht den Songs gut, gerade natürlich auch den ruhigeren Liedern. Das sentimentale Alejete ist die spanische Version des CELINE DION-Hits Just Walk Away, der natürlich auch aus HAMMONDs Feder stammt. Nett die Geschichte zu Estrellita: Mein Onkel nahm mich auf, als ich 8 Jahre alt war und diese Nummer sang. Er ließ diese Aufnahme auf Schelllackplatten pressen, die er auf Gibraltar verkaufte. Ich behielt ein Exemplar davon, aber ich wusste eigentlich nie, warum. Jetzt weiß ich’s, denn in der Version, die sich auf meinem neuen Album befindet, singe ich mit mir selbst. Es gibt toll gemachte Songs eines gestandenen Musikers, dem Gesang hört man durchaus an, dass Herr Hammond mit 72 Jahren natürlich nicht mehr die Energie aus Zeiten seiner eigenen Hits hat. Heute durchzieht seine Stimme eine wohlige Wärme, die hier mit orchestraler Begleitung ebenso rüber kommt wie live allein auf der Bühne. Passend ist er bei uns demnächst auch mit dem Leipziger Symphonieorchester unterwegs.

Tourdaten bei vampster: ALBERT HAMMOND

Ok, Jungrocker, die durch die Retro/70er-Rock-Welle auf der Suche nach alten Rockhelden sind, für die ist In Symphony Schunkelmusik für – nun ja, reifere Menschen. Wer aber alt genug ist, die spannende Zeit erlebt zu haben, als ALBERT HAMMOND seine Hits noch topaktuell auf K-tel-Platten präsentierte, der findet hier schön arrangierte vertraute Songs, bei denen man gern mal zugeben darf, dass man alt genug ist, die wahren Helden der Musikgeschichte in ihrer besten Zeit erlebt zu haben und nicht durch irgendwelche Fernsehshows mit peinlichen Auftritten alternder One-Hit-Wonder. Fazit: Wer beim Namen ALBERT HAMMOND wohlwollend nickt, der sollte mal reinhören. Wer hingegen ratlos mit den Schultern zuckt, der sollte eher mal eine Best Of mit seinen Original-Hits mitnehmen.

Veröffentlichungstermin: 21.10.2016

Spielzeit: 53 Min.

Produziert von Rob Mathes

Label: BMG Rights Management / Warner Music

Homepage: http://www.alberthammond.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/AlbertHammondOfficial

Tracklist:
1. It Never Rains In Southern California
2. I´m A Train
3. When I Need You
4. Give A Little Love
5. Alejate
6. To All The Girls I´ve Loved Before
7. Estrellita
8. When You Tell Me That You Love Me / One Moment In Time – Medley
9. Nothing´s Gonna Stop Us Now
10. Don´t Turn Around
11. The Free Electric Band
12. The Air That I Breath

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Frank Hellweg

Lebensmotto „stay slow“, Doomer halt….
Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!