AGRIMONIA: Rites Of Separation

AGRIMONIA: Rites Of Separation
Für diejenigen, die es noch nicht bemerkt haben: Greg Anderson, SUNN O)))-Mastermind und Southern-Lord-Inhaber, hat nun die dunkle Seite des Hardcore für sich entdeckt und nach MARTYRDÖD und WOLFBRIGADE mit AGRIMONIA den nächsten dicken Fisch aus Schweden an Land gezogen.
 
Mit dem traditionellen skandinavischen Crust hat AGRIMONIA nicht viel zu tun und wer auf Rites Of Separation einen D-Beat-Orkan erwartet, wird enttäuscht sein Gesicht verziehen und die Scheibe vermutlich links liegen lassen, denn die Band gehört ganz klar zu der neuen Generation von Crustbands, die sich nicht scheuen, über den Tellerrand zu schauen und das Genre neu zu definieren.

Mit den ausgewählten Zutaten aus (Neo)Crust, Sludge, Doom, Black und Death Metal kreieren die Schweden ein Werk, das einerseits wuchtig, finster und aggressiv ist, aber andererseits ein hohes Maß an Melodie und Atmosphäre an den Tag legt, vor lauter Intensität strotzt und mit den Alben solcher Koryphäen wie MORNE oder DOWNFALL OF GAIA mühelos mithalten kann. Trotz der komplexen Songstrukturen lässt keines der Lieder die nötige Eingängigkeit vermissen und so wirkt die gesamte Platte wie aus einem Guss, und der rote Faden geht zu keiner Sekunde verloren.  Keine Frage, in puncto Songwriting präsentiert sich hier die Band in einer meisterlichen Form. Dabei verdienen auch die aufwändigen,  jedoch zu jeder Zeit nachvollziehbaren Arrangements ein dickes Lob – hier steht ganz klar der Song  ohne  billige Effekthascherei im Vordergrund, die Keyboard-Parts verdichten die Atmosphäre, statt die musikalische Substanz zu verwässern. Genau wie die melodischen Gitarrenleads und -soli, die keinesfalls deplatziert wirken, dafür aber perfekt getimt und sauber gespielt sind.

Darüber hinaus wird die Scheibe noch mit einem Hammer-Sound aus dem Studio Fredman, wo bereits AT THE GATES und OPETH aufgenommen haben, veredelt. So steht Rites Of Separation soundtechnisch den beiden Schwergewichten in nichts nach, und wartet mit einem warmen und transparenten Klanggewand auf, in dem keine noch so kleine Facette verloren bzw. untergeht.
 
Mit Rites of Separation zeigen sich AGRIMONIA im Zenit ihres Schaffens und liefern ihren bis dato besten Longplayer ab. Die VESTIGES-Liebhaber, die DOWNFALL OF GAIA-Verehrer und die FALL OF EFRAFA-Versteher sollten, ja müssen hier bedenkenlos zugreifen.

Veröffentlichungstermin: 30.04.2013

Spielzeit: 59:45 Min.

Line-Up:
Martin: Bass
Pontus: Guitar, keys & backing vox
Christina: Vox & keys
Magnus: Guitar
Björn: Drums
                
Produziert von Fredrik Nordström
Label: Southern Lord Recordings

Homepage: http://www.agrimonia.info/
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/agrimonia.swe

Tracklist:

1. Talion
2. Hunted
3. While Life Lies
4. The Battle Fought
5. Awaiting

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BKa