Zeitreise: Februar 2002

In den Kinos lief „Herr der Ringe“.  Peter Jackson fand Mittelerde in Neuseeland, Frodo glotze wie eine Kuh und eine gewisse Arwen tauchte auf. Wir hatten uns überlegt, wie die Romanverfilmung ausgesehen hätte, wenn Metal-Bands Regie geführt hätten. Aus der Schnapsidee wurde dann selbstverständlich eine Trilogie, soviel Werktreue muss sein. 

Kostprobe: 

Wie sähe der Herr der Ringe-Film aus, wenn AC/DC Regie geführt hätten?

Die Hobbits wären kleine verschwitzte Kerle in kurzen Hosen, die wie blöd auf einem Bein durchs Auenland hüpfen. Boromir hätte eine ziemlich krächzige Stimme, würde ständig sein Horn anbrüllen und dabei etwas ungelenk herumzucken. Elfen, Frauen und andere Wesen mit graziler Ausstrahlung gäbe es gar nicht erst. Gimli, der alte Partyzwerg, wäre schon im Vorspann an seinem Erbrochenem erstickt. Der Ring wäre kein Ring, sondern eine große Glocke, an der Sauron ganz furchtbar teuflisch herumhängt und zu Beginn des Films mit einem markerschütterndem „HEEEELLLS BEEEELLLS!“-Schrei Mittelerde erbeben lässt, um sich kurz darauf grinsend eine Kippe anzuzünden und seine Lakaien mit den Hörnchenfingern zum Mitstampfen zu animieren.

Eine Storyline gibt es nicht, Hauptsache, der Film macht Laune. Teil drei sähe aus wie Teil eins und Teil zwei, nur irgendwie ein bisschen bluesiger. Irgendwie fänden es trotzdem alle geil…

Hier geht es zu den kompletten Storys:
Wie sähe der Herr der Ringe-Film aus, wenn  Metalbands Regie geführt hätten? – Teil 1
Wie sähe der Herr der Ringe-Film aus, wenn  Metalbands Regie geführt hätten? – Teil 2
Wie sähe der Herr der Ringe-Film aus, wenn  Metalbands Regie geführt hätten? – Teil 3

Und was war sonst noch? Wir haben Musikern Songs vorgespielt und sie um ihre Meinung dazu gebeten: Der Vampster-Lauschangriff mit Andreas Bradl (SOUL DEMISE) und Jesse Pintado (NAPALM DEATH).  Für das Wacken Open Air kündigten  NUCLEAR ASSAULT ihre Reunion an, für das WITH FULL FORCE die DEAD KENNEDYS.
IMMORTAL standen mit „Sons Of Northern Darkness“ auf Platz 58 der deutschen Albumcharts. MTV kündigte eine „Sitcom“ mit OZZY OSBOURNE an – das war damals noch so unvorstellbar, dass die vampster-News dazu mit den Worten „Ist das nun ein Scherz oder ernst gemeint?!“ Leider wahr war die Meldung von EXODUS-Sänger Paul Baloff, der mit 41 Jahren einen Hirnschlag erlitt und ins Koma fiel – am 2. Februar 2002 entschied seine Familie, die  die lebenserhaltenden Maschinen abzuschalten.

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andrea

Kümmere mich seit 1999 um Reviews, Interviews und den größten Teil der *Verwaltung*, Telefon-Dienst, Beschwerdestelle, Versandabteilung, Ansprechpartner für alles, Redaktionskonferenz-Köchin…