vampster Jahresrückblick 2017 von Boris

  1. THE RUINS OF BEVERAST: Exuvia
    Die fulminante Rückkehr der deutschen Black/Doom-Elite. Nach den beiden für die TRoB Verhältnisse eher schwächeren Vorgängern brilliert nun „Exuvia“ auf allen Ebenen: Sei es die wuchtige Produktion, sinistere Atmosphäre oder ultramassive Gitarrenriffs – gegen dieses Mammutwerk ist 2017 schlicht kein Kraut gewachsen.
  2. IMPETUOUS RITUAL: Blight Upon Martyred Sentience
    Wie der perfekt inszenierte nihilistische Death/Black Metal zu klingen hat, fragt man am besten die australischen Brutalos IMPETUOUS RITUAL, die auf ihrem insgesamt dritten Full-Length den bis dahin ahnungslosen Hörer in den pechschwarzen Chaosstrudel hineinziehen.
  3. PRIMITIVE MAN: Caustic
    Auf „Caustic“ gibt das amerikanische Sludge/Doom-Powertrio der abgrundtiefen  Misanthropie den freien Lauf und liefert hiermit eine Abrissbirne ab, die ihresgleichen sucht und die selbsternannte Genre-Elite auf die hinteren Plätze verweist.
  4. FULL OF HELL: Trumpeting Ecstasy
    Momentan gibt es nichts, was die Kraftpakete FULL OF HELL auf ihrem Vormarsch noch aufhalten könnte, was die Band mit ihrem jüngsten Deathgrind-Manifest eindrucksvoll wie mühelos unter Beweis stellen kann.
  5. 1476: Our Season Draws Near
    Die mit Abstand eigenwilligste Platte auf der Liste, die sich gekonnt sämtlichen Schubladen entzieht. Das neue Machtwerk des kongenialen Duos aus New England ist erneut ein Volltreffer und passt mit seiner äußerst gelungenen Mischung aus Goth, Post-Punk, Hardcore, Folk und Prog Rock mit einer Prise Black Metal wie kaum eine andere Platte zu der kalten Jahreszeit.
  6. DYING FETUS: Wrong One To Fuck With
    Die Formkurve der Death Metal Institution zeigt auch weiterhin steil nach oben, denn „Wrong One To Fuck With“ ist die stärkste DYING FETUS Platte seit „Destroy The Opposition“
  7. ALL PIGS MUST DIE: Hostage Animal
    So langsam scheint die Truppe um den CONVERGE Schlagzeuger Ben Koller ihrem Supergroup-Status immer mehr gerecht zu werden. Das bockstarke „Hostage Animal“ ist eindeutig das potenteste Album in der bisherigen Band-Diskographie und steht somit mehr als verdient auf dieser Liste.
  8. FRIENDSHIP: Hatred
    Bitte nicht ohne die Aufbissschiene genießen! Der rabiate Mix aus Hardcore Punk, Sludge, Grind und Powerviolence lässt niemanden kalt, der auch heute noch den Bands wie HEARTLESS, DEAD IN THE DIRT und WEEKEND NACHOS nachtrauert.
  9. (DOLCH): III: Songs Of Happiness…Words Of Praise
    Auf die beiden EPs „I“ und „II“ folgt nun die MLP „III“, welche nach den Angaben der Band das Rohmaterial für die kommende Langrille beinhaltet. Das Ergebnis genügt den höchsten Qualitätsansprüchen und darf auf gar keinen Fall in einer gut sortierten Musiksammlung fehlen.
  10. THE BODY & FULL OF HELL: Ascending A Mountain Of Heavy Light
    Wo THE BODY & FULL OF HELL drauf steht, ist die Qualität Programm. Wie gewohnt der pure Mindfuck par exellence.

 

 

  1. BLUT AUS NORD: Deus Salutis Meæ
    Angesichts der nahezu makellosen Diskographie und des damit verbundenen Kultstatus‘ der Franzosen wiegt dieser, hoffentlich einmaliger, Ausrutscher umso schwerer. Selbst für eine B-Seiten-Sammlung reicht das Gebotene aufgrund der fast schon penetranten Monotonie und des halbherzigen Songwritings über weite Strecken nicht mehr aus.
  2. ARCH ENEMY: Will To Power
    Wie’s im Moment aussieht, hat die Frischzellenkur in Form von Jeff Loomis und Alissa White-Gluz wenig bis gar nichts gebracht. Die Band wird sehenden Auges an die Wand gefahren und wirkt im Moment wie eine Selbstparodie.
  3. ELECTRIC WIZARD: Wizard Bloody Wizard
    Die einstigen Zugpferde des Stoner Doom Metal präsentieren sich in einer erschreckend schwacher Form und verkommen langsam aber sicher zu einer karikaturesken Version von BLACK SABBATH.
  4. KING WOMAN: Created In The Image Of Suffering
    Kreuz und quer gehört und trotzdem kann der gesamte Hype um die diese Band bzw. Frau nach wie vor nicht nachvollzogen werden. Die Scheibe hat zwar ihre Momente, aber die wirklich tolle Gesangsstimme von Frau Kristina Esfandiari macht alleine kein gutes Album. Alles in allem substanzlos und blass.
  5. SUFFOCATION: …Of The Dark Light
    Die Brutal Death Metal Ikonen schaffen es immer noch nicht, an ihre Glanzzeiten anzuknüpfen. Trotz des partiellen Generationswechsels im Line-Up bleiben frische Ideen bzw. Abwechslung leider Mangelware.

 

  1. GOLD auf dem Desertfest Berlin 2017
    GOLD sind die Shootingstars des Underground schlechthin – nicht nur aufgrund ihres musikalischen Könnens, sondern auch wegen ihrer tighten Live-Auftritte. Ein definitives must-see.
  2. SLEEP auf dem Desertfest Berlin 2017
    Drop out of life with bong in hand. Mehr braucht man dazu nicht sagen.
  3. DISFEAR im SO36 Berlin
    Ein Traum ist endlich wahr geworden. Die alten Haudegen um Tomas „Tompa“ Lindberg haben nichts verlernt und wissen immer noch, wie man die ganzen Clubs in Schutt und Asche legt.
  4. COBALT im Feierwerk München
    In den Fachkreisen gilt der COBALT Mastermind Erik Wunder als Genie. Leider konnte er aus unerklärlichen Gründen bei den mehreren Live-Gigs nicht mitwirken, aber nichtsdestotrotz ist die Band auch ohne den Boss live eine Klasse für sich.
  5. DINOSAUR JR. auf dem Dachauer Musiksommer 2017
    Selbst im strömenden Regen bei den Herbsttemperaturen lassen J Manscis und Co. nichts anbrennen und können ihren exzellenten Ruf als eine mächtige Live-Institution mehr als bestätigen.


Hatte endlich mal die Ehre, die großartigen SLEEP live zu bestaunen und wurde dabei nicht enttäuscht.

Das gesamte „Super“wahljahr 2017.

Vorfreude auf die kommenden Scheiben von PIG DESTROYER, TODAY IS THE DAY, PORTAL, EAGLE TWIN, URFAUST und A PERFECT CIRCLE.

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BKa