Kabelentknoter, Evilizer und Co. – Neues von der Musiker-Cebit

Musiker haben es nicht einfach. Wie soll man bei all den digitalen Effektgeräten, Stimmgeräten und Aufnahmeprogrammen den Durchblick wahren? Nun findet wie alle Jahre wieder die große Technologiemesse Cebit in Hannover statt, und wieder einmal wird der Verbraucher mit einem wahren Elektronik-Overkill konfrontiert. Vampster hat sich auf der Messe vorab für euch umgesehen und bringt Licht ins dunkle Wirrwarr aus Bits und Bytes. Was sind die wirklich wichtigen Neuigkeiten auf dem Markt, die für den schwermetallischen Musikus wahren Fortschritt bedeuten? Wie können sich Musiker gemeinsten Vorurteilen und bösartigsten Witzen Marke Woran erkennt man, daß ein Schlagzeuger anklopft? Er wird schneller dabei! widersetzen? Vampster stellt einige bahnbrechende Neuerungen vor, die unseren Helden das anstrengende Tour- und Studioleben erleichtern werden, egal ob Undergroundact oder Stadionfüller…

Der Taschenrechner für Schlagzeuger:

Typische Situation für Drummer im Proberaum: Der Songwriter (nennen wir ihn der Einfachkeit halber mal Gitarrist, denn welche Band behält schon im Ernst einen Basser, der offenbart: Jungs, ich hab´ ´nen Song geschrieben!…) schaut dich groß und strafend an, weil mal wieder der Groove völlig in die Binsen ging. Gegen gute Argumente wie Halt´s Maul, ich hab´ richtig gespielt, DU hast dich vergriffen! sind solche Mimosen ja meistens völlig verschlossen. Doch mit dem Taschenrechner für Schlagzeuger ist dieses Dilemma ab sofort Vergangenheit! Für die einfachen Bedürfnisse des Drummers ausgelegt (nur die Tasten ´1´, ´2´, ´3´, ´4´ sind vorhanden, und die Plus-Taste ist in ein Fußpedal eingearbeitet, um dem Bewegungsdrang unserer Trommelfreunde Rechnung zu tragen), bietet dieses Gerät trotz gewisser Frequenztaktstörungen, die den Technikern nach wie vor Rätsel aufgeben, das perfekte Mittel, um Gitarristen das Maul zu stopfen, denn das Ergebnis aller Berechnungen ist immer das gleiche: Der Drummer kommt jedes Mal bei der ´1´ raus!

Die Bassisten-´Nanny´:

Eine große Entlastung für Gitarristen stellt diese Neuheit aus dem Reich der Roboter und Cyborgs dar. Mußte jeder Saitenhexer ansonsten immer erst mal den Basser zum Proben abholen und noch anziehen, füttern und auf´s Klo bringen, bevor´s losgehen konnte, so hat er nun die Möglichkeit, die Bassisten-´Nanny´ auf den immer etwas unselbständigen Tieftöner anzusetzen. Sie kümmert sich um all die alltäglichen Aufgaben, vor die ein Basser sich machtlos gestellt sieht: Putzen, Körperpflege, Essensaufnahme usw., alles wird von der Nanny besorgt. Zugleich besitzt sie ein Sprachmodul, das bis zu drei Sätze in loser Reihenfolge unserem Viersaitenquäler eintrichtern kann, während dieser wehrlos in der Badewanne oder mit vollem Mund am Tisch sitzt. Vorprogrammiert sind Beim Gitarrensolo drehst du dich aber etwas leiser, ja?, Und nimm´ dem Drummer die schwere Bassdrum ab beim Aufbauen! sowie Hier lang geht´s zur Bühne…. Die recht geringe Speicherkapazität des Sprachmoduls liegt in langen szientifischen Ökonomieversuchsreihen begründet, in denen herauskam, daß die ´Nanny´ zwar mehr speichern könnte, der Bassist aber nie mehr als drei Sätze auf einmal zu behalten vermochte…

Der Evilizer:

In der Wunderwelt der Effektgeräte sorgt dieser infernalische kleine Bastard für Aufsehen. Wie viele Blackmetalsänger standen schon vor dem gleichen Problem: Muttern fährt einen noch bis um die Ecke vom Club (denn mit 15 darf man trotz Einzelkindstatus Zahnarzt-Papis Daimler halt noch nicht selbst lenken – aber wer will das auch schon, wenn das Kennzeichen nicht 666 enthält!), nach dem Abschiedsbussi schnell ihr noch nachgewunken und flott die Nietenarmbänder und Corpsepaint (passenderweise war noch Schminke vom gar nicht so weit in der Vergangenheit liegenden Kinderfasching übrig) angelegt und schon kann es losgehen in Richtung Auftrittsort. Doch dann der Schock beim Soundcheck: Was im Proberaum dank verratztem Bassamp als Gesangsanlage so richtig schön fies und krächzig klang, ist über die P.A. vor Ort zu einem jämmerlichen Winseln und Räuspern verkommen, und auch die restlichen Spuren des Stimmbruchs sind plötzlich wieder alle da. Was nun? Dabei wollte doch die krasse Gothictusse mit den Vampirzähnen aus der neunten Klasse heute abend vorbeischauen! Wie nur die Blamage abwenden? Satan sei Dank gibt es da ab sofort Abhilfe: Der Evilizer nimmt jeden noch so schwachbrünstigen Röchler auf, jagt ihn durch seine – natürlich umgedreht angeschlossenen – Schaltkreise, und heraus kommt ein satter, bluttriefender, markerschütternder Schrei, der wahlweise klanglich an die Worte Saaaatan, Eeeeevil und Hooooordes of se blääääck immoläischn spectre angeglichen werden kann. So klappt´s auch mit der Gothictusse (auch wenn die eine Woche später plötzlich Punk hört und rosa Haare statt schwarzen hat…). Schmankerl am Rande: Den Evilizer gibt es in vier Farbausführungen: hellschwarz (siehe Abbildung), dunkelschwarz, mattschwarz und schwarzglänzend!

Der sprechende Spiegel für Sänger:

Spätestens seit dem Film Still Crazy (absolut empfehlenswert!) wissen wir um die Not von Sängern vor dem Auftritt… die Gitarristen kümmern sich ums weibliche Geschlecht und die Drogen, der Drummer trommelt sich und seine Timingschwankungen warm und der Basser… nun, der ist eben Basser… Aber keiner ist da, der in diesem Moment so wichtige Sätze wie Junge, dir wird die Meute zu Füßen liegen!, Alter, du bist der Allerbeste! oder Ohne deine Bühnenpräsenz wären wir doch nur eine miese kleine Dorfcombo! zu unserem Sängerknaben sagen könnte! Dabei sind gerade diese kleinen, charmanten Untertreibungen das, was er nun hören muß, um sein schüchternes, bescheidenes Ego vor so vielen Menschen präsentieren, ja offenbaren zu können. Also nichts wie her mit dem sprechenden Spiegel für Sänger! Das Goldkehlchen kann endlich mit einem vernünftigen Gegenüber reden, das es versteht und ihm genau die genannten Sätze sowie dank Sprachmodul auch weitere wichtige Variationen wie Junge, ohne dich wär´ deine Band doch nur ´n Haufen egoistischer Hansel! oder Mach´ dir nur eben noch den Hosenstall zu, dann werden sie dich liiieben! sagt. Und die Show ist gerettet! Wichtig für die Mitmusiker: Da ein Sänger, um seine Stimmbänder zu schonen, generell nicht beim Ausräumen und Aufbauen helfen kann, spielt für seine Mitstreiter das Gewicht und die Sperrigkeit des sprechenden Spiegels vermutlich eine wichtige Rolle. Hier ist Entwarnung angesagt, der Spiegel ist handlich und dank neuester Raumfahrtechnik sehr leicht. Ein zusätzlicher Vorteil: Einfach den Spiegel als erstes backstage aufbauen, den Sänger davorsetzen, das hat den Vorteil, daß dieser nicht mehr genau dann mitten am Bühnenaufgang rumlungert, wenn man gerade mit der 25-Kilo-Marshallbox hoch will…

Der Kabelentknoter:

Gerade für Bands mit zwei Halbgött… Klampfern stellt sich auf der Bühne immer wieder das gleiche Problem: Da tollt man ein wenig herum, will mal den Fuß auf jede der Monitorboxen gestellt haben, und schon hat sich der Aktionsradius dank Kabelsalat auf wenige Zentimeter reduziert! Was nun? Der Kabelentknoter muß ran! Bislang hießen diese noch humanoiden Werkzeuge Roadies, aber nun genügt es, die Kabel auszustöpseln, in den volldigitalen Entknoter einzulegen, et voilà: Am anderen Ende kommen – nach Neuzusammensetzung und -lötung – zwei niegelnagelneue Kabel unverknotet heraus! Das einzige Problem, das die Techniker noch nicht lösen konnten: Da Gitarristen – wie von Vampi bereits sehr gut beobachtet – selbst bei Blackmetalbands aus reiner Selbstverständlichkeit heraus grundsätzlich bei Kabeln die Farben Altrosa, Himmelblau, Schimmelgrün und Neongelb bevorzugen, ist die Farbgebung der neu geformten Kabel zumeist gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig bis schwer 70er-Jahre-lastig.

Die Playstation für Keyboarder:

Wir alle haben es schon erlebt: Auf einem TRUEmetalkonzert zelebriert mal wieder eine Band ihren echten Stahl, alles bangt und post auf der Bühne herum, nur ab und zu wird man durch den Trockeneisnebel einer armselig mitwippenden Gestalt geWAHR… der Keyboarder! Er ist eigentlich nur aus zwei Gründen dabei: zum einen ist er kräftig gebaut und kann prima Bassboxen aus dem Kofferraum lupfen (´herauswuchten´ für alle Nichtschwaben…), zum anderen ist da eben diese Bandhymne, wahlweise Warrior of Metal, Son of Evil oder Steel and Chains of Leather, in deren bombastischen Refrains plötzlich ein Keyboardchor erklingen muß. Dumm nur, daß es zuvor eine Stunde lang nix für den Keyboarder zu tun gibt. Was liegt näher, als eine Playstation ans InsTRUEment anzuschließen!? Bedienbar durch wahlweise festzulegende Keyboardtasten (möglichst nicht e, c und d, denn die werden ja später beim Bandhymnenrefrain gebraucht, und nach einer Stunde Flippern ist nicht jedes Keyboard mehr frei von Funktionsstörungen…), zeichnet sich die Keyboarderplaystation durch unauffälliges Design aus (der Bildschirm wird über die Soundanzeige gelegt, denn die Bombastchöre für später können ja zuvor schon eingestellt werden). Zugleich ist die Playstation auch der Bühnenshow zuträglich, denn nichts verleitet einen so schön zum wilden Rumhüpfen und InsTRUEmentzerstörenwollen wie ein schon nach 30 Reihen beendetes Tetrisspiel. Die Stiftung WAHRentest hat dieses Gerät bereits unter die Lupe genommen, ihr Urteil: Too TRUE to be good!…

Die Groupiescannersonnenbrille:

Als äußerst hilfreich in heißen Situationen entpuppt sich dieses Utensil. Wie jeden Abend auf Tour scharen sich ungefähr 666 leichtbekleidete Mädels um unseren Rockstar, nennen wir ihn einfach mal Pjotr Stihl. Wie soll Pjotr nun herausfinden, welche davon an diesem Abend die große Ehre haben soll, von ihm vernascht zu werden? Mit dem Groupiescanner kein Problem… mit seinen Optionen ´Ehering´, ´Aknekonzentration´ und ´IQ-Blitztest´ (Einstellbar bis IQ 50) wird schon mal die erste Auswahl getroffen, danach bestimmen der Paarungsbereitschaftsdeterminant, das Körbchengrößenortungsmodul sowie die nackte-Haut-vs.-Lack-und-Leder-Fetzen-Proportionale das optimale Groupie. Und unser Pjotr kann sie getrost vernaschen, ohne sich weiterhin Illusionen hingeben zu müssen, eine andere wäre vielleicht nicht ganz so dämlich, aber trotzdem blond gewesen… Und das beste am Groupiescanner? Sein zielgruppenorientiertes Design: Integriert in das Rockstarutensil Numero Uno, die Sonnenbrille, gibt es ihn in drei Ausgaben: Modell ´Mantafahrer-Schweinerocker´ im legeren 70er-Jahre-Cop-Look, Modell ´Blackmetal´, das sogar die Mittsommernacht finster werden läßt, und Modell ´Manowar´ mit integrierten Scheuklappen…

Die Monitorboxenfußraste:

Unerläßlich für jeden Gitarrero, der was auf sich hält! Denn egal wie flitzelig man als Guitar Hero auch seine Soli runterrödelt, wirklich zählt im Endeffekt doch nur eines: das Gepose! Und die Königin unter den Poserposen ist nunmal das locker-legere Hochstellen eines Fußes auf eine in ausgeklügelter Position zum Backingvocals-Mikro stehende Monitorbox! Doch nicht immer hat der Gitarrist bei all dem Von-den-kleinen-Mädels-in-der-ersten-Reihe-angehimmelt-werden und Heimlich-mit-dem-Fuß-am-Fußschalter-sich-ein-kleines-bißchen-lauter-machen die Ruhe und die Konzentration, um unfallfrei die gewagte Pose einzunehmen, weshalb die Monitorboxenfußraste Entlastung schaffen kann. Einfach den gewünschten Fuß auf die Raste stellen, die dann auf die vorher eingestellte Höhe an der Monitorbox hochfährt, et voilà: Unser Saitenquäler steht in glamourös-legendärer Pose auf den Brettern, die die Welt bedeuten… bzw. mit einem Fuß auf der Monitorbox, die wahres Rockstartum bedeutet!

Das Stimmgerät für Bassisten:

Klar, zugegeben, im Fachhandel bekommt man bereits ein Stimmgerät für den Bass. Doch wirklich dazu beigetragen haben diese kleinen Geräte nicht, daß einem der grassierendsten Krankheiten unserer viersaitigen Freunde Einhalt geboten hätte: dem schnellen Anzupfen einiger wahlloser Flageoletts auf dem Bass, gefolgt von den Sätzen Stimmt so, des paßt (basst?)… und Krass, ich muß meinen Bass nie stimmen! Eindeutige akustische Gegenbeweise werden stur ignoriert, denn wer weiß, was beim Drehen der am Kopf des Instruments befestigten Hebel geschieht! Das neuentwickelte Stimmgerät für Bassisten ist nun mit dem Anspruch auf dem Markt angetreten, diesem Übel den Kampf anzusagen. Neben dem traditionellen Stimmgerät vereinigt es wichtige weitere Features in sich: Einen Kopfaufsatz für den Bass, welcher die vom Stimmgerät vorgegebene richtige Tonhöhe hindreht, sowie einen Kopfaufsatz für den Bassisten, welcher zwei integrierte Ohrschützer ausfahren kann, um den armen Viersaitenwicht vor dem Schock eines plötzlich sauber klingenden Basses zu schützen.

Gitarristenohropax:

Selbst den Großen des Business wie z.B. Dave Mustaine (sorry, Frank 🙂 ) passiert es ständig: Da schifft man extra seine komplette 16-teilige Marshallboxenwand aus den Staaten ein, dreht voll auf (und heimlich am Fußschalter gleich noch ein bißchen lauter…), fängt mit dem Set an… und hört plötzlich nur noch Bass, Drums und die schrägen Vocals des immer noch gejetlagten Sängers (im Falle vom guten Dave liegt letzteres wohl weniger am Jetlag, aber lassen wir das, bevor Fränkie-Boy mir endgültig an die Gurgel geht…)! Nachdem auch der Monitorsoundmischer alle demonstrativen Ich-stell-mich-direkt-vor-die-Verstärker-um-zu-hören-ob-sie-überhaupt-funktionieren-Aktionen stoisch ignoriert hat, bleiben einem nur zwei Möglichkeiten: Entweder beugt man sich erneut dem Diktat der Klangbanausen und zockt mit betont beleidigter Miene das Set runter oder man bedient sich dieser neuen Erfindung: Dank perfider tontechnischer Messungen ist es nämlich gelungen, einen Ohrenstöpsel zu erschaffen, der exakt alle Bass-, Drum- und Vocal-Frequenzen ausfiltert und dafür jedoch sämtliche Gitarren-Frequenzen in voller Pracht durchläßt. Nie mehr Streit mit verständnislosen Mitmusikern nach dem Konzert (Also, iiich hab´ fast nur deine Scheiß-Klampfe gehört, da willst du behaupten, du hättest dich nicht gehört???) und nie mehr Gänsehaut von den knappen Tonverfehlungen des Sängers, der den Jetlag mittlerweile mit massig Alkohol zu bekämpfen versucht hat…

Soweit die offiziellen Neuerungen aus den Häusern MicroHard und MacYngwietosh. Doch gerade Nachwuchsmusiker kennen die folgende lästige Situation: Man nimmt an einem Bandwettbewerb teil, und plötzlich tauchen andere Bands auf, die ebenfalls gewinnen wollen! Um solchen frechen Burschen gewappnet gegenüberzustehen, gibt es nun – neben den Klassikern Doppelseitiges Klebeband auf dem Bassdrumklöppel, Bier in den Verstärker kippen, Alle Keyboardtasten schwarz färben und Kunstblut auf Silikon-Öl-Extrarutschig-Basis auf der Bühne verspucken – auch aus der Welt der Bits und Bytes auf dem Schwarzmarkt so einige vielversprechende Neuheiten, die in solchen Situationen oder auch im Falle einer zu gut ankommenden Supportband Abhilfe schaffen können…

Der Funkstörer:

Noch nie war Verwirrung so leicht zu stiften! Einfach schnell die Frequenz des von Omi gestifteten Senders des Nachwuchsgitarristen der anderen Band rausgefunden, und schon kann man mit diesem wunderbaren Gerät auf der gleichen Frequenz mit Gitarre oder Bass, wahlweise auch mit Keyboard oder dem Folterkeller der Instrumente, dem Saxophon, vom Backstagebereich aus herrlich aus dem Takt und jenseits aller Tonleitern mitdudeln und die Akteure auf der Bühne schön ins Schwitzen bringen. Erst zornige Blicke in die Runde auf der Suche nach dem Trottel in der Band, dann fortschreitende Verwirrung und zuletzt heftige Schweißausbrüche, wenn die Gewißheit im Großhirn eintrifft, daß dieser Song unrettbar vergeigt ist und man im Leben nicht wieder alle an der gleichen Stelle zum Aufhören bringen kann – all das wird sich vor den Augen des Publikums abspielen, während man selbst backstage in aller Ruhe behauptet, man spiele sich gerade warm…

Der Saitenansäger:

Perfide, bösartig, raffiniert: der Saitenansäger! Leicht in der Handhabung, schnell in der Ausführung und einfach zu verstecken in Gitarrenkoffern, Bassdrums oder Verstärkerboxen! Mit den Wahltasten Alle sechse, Eine nach der anderen und Einzelsaite ist man für jede Situation gewappnet. Unter dem eh ständig geäußerten Vorwand Ey, Alter, steile Axt, wo haste denn die her, kannichmalprobiern? wird die Klampfe des Konkurrenten kurz ausgeborgt, der Saitenansäger schnell angesetzt und schon sind die Saiten so weit angesägt, daß es nur noch ein paar kräftige Powerchords braucht, um gerade den wichtigen Opener zu einem Desaster werden zu lassen und die Stimmung des Publikums mit einer Zweitgitarrensuchaktion oder einem langwierigen IchwechselmalschnelldieSaite-Prozeß unter den Nullpunkt sinken zu lassen.

Der UV-Stift:

Schwarzlicht kann etwas Gemeines sein… vor allem, wenn man zuvor mit dem UV-Stift die Instrumente der Konkurrenz mit Sprüchen wie We suck, Wo bleiben die fauligen Tomaten? oder – besonders geeignet bei großen Klampfenformen oder auch den direkt vor´m Auftritt angezogenen T-Shirts – Du da mit dem breiten Kreuz und den vielen Muckis… schick´ uns doch mal deine Freundin backstage! verziert hat und dem Lichtmann ein Bierchen vorbeigebracht hat, damit dieser für das richtige Ambiente, sprich UV-Licht, sorgt. Und schon freut sich die Band ganz und gar nicht mehr darüber, endlich mal mit einer vernünftigen Lightshow auftreten zu können! Aber das Leben ist zu kurz für Fair Play…
 
Ich danke im speziellen Uwe Gebhard für die Inspiration und boxhamster für die Idee zum Evilizer sowie allgemein allen Bands und Musikern (und Bassern 😉 ), mit denen ich schon musizieren durfte, für die lustigen Zeiten!

Bilder: boxhamster

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