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ANGANTYR: Haevn

CD-Review vom 16.08.2007   drucken senden

cdreview - ANGANTYR: HaevnEs ist ein Risiko, ein Album mit mehr als 70 Minuten Länge herauszugeben. Nicht selten wird die Zeit, die es mit Musik zu füllen gibt, zum Stolperstein, ungewollte Längen schleichen sich ein, und die Spannung reicht nicht aus, um den Hörer an das Werk zu fesseln. Dennoch versuchen immer wieder Bands, die 70-Minuten-Grenze zu überschreiten. Dies kann auf billige Weise geschehen. Konkret kann das alles von 20-minütigen "stille Treppe"-Passagen, zeitraubendem Rauschen bis Endlosschleifen von minimalistischem Keyboardgedudel bedeuten. Und denkt man an die Qualität von ANGANTYRs letztem Album "Sejr" zurück, fällt es schwer zu glauben, dass Ynleborgaz auf "Haevn" die ganze Zeitspanne mit ähnlicher Qualität schwarzmetallischer Natur füllen wird.

Und doch tut er es. Mit zischenden Gitarren zieht er durch eine gute, rohe Produktion, die "Haevn" perfekt zu Gesicht steht. Keine überflüssige Politur verfälscht die rauen Black Metal-Klänge, die von majestätischen Melodien durchwachsen sind. Wieder werden dezente Cellotöne eingesetzt, die genau dort zum Tragen kommen, wo sie sein müssen. ANGANTYR betreiben keinen orchestralen Mummenschanz, der über langweilige Riffs hinwegtäuschen muss. Denn obwohl "Haevn" kein Feuerwerk der Abwechslung ist, fesselt der dänische Misanthrop mit seiner Musik zu jeder Sekunde - egal wie lang der Song ist.

Musikalisch hat sich ANGANTYR im direkten Vergleich zum ebenfalls grandiosen "Sejr" nur wenig verändert. Die einzelnen Stücke mögen ausladender geworden sein und die Einbindung des Streicherelements ausgefeilter - doch die dichte Stimmung, die alle Schattierungen zwischen heroisch, roh, menschenverachtend und einlullend annimt, legt Ynleborgaz` Black Metal auch auf "Haevn" nie ab. Nein, sie atmet durch jede Pore, sei es durch die wunderschön melancholische Streichereinbindung in "Tågefolket" oder den ebenfalls Gänsehaut hervorrufenden Abschluss von "Blod For Blod, Liv For Liv". Dazu gesellen sich rauhbeinige Stampfer à la "Baghold", die jedoch ebenfalls mit den typischen, fast schon heroisch wirkenden Gitarrenmelodien aufwarten. Hierbei werden nicht selten Erinnerungen an die alten norwegischen Zeiten wach, die wohl in den Sound von ANGANTYR einfließen, ihn jedoch nicht dominieren.

Sämtliche Songs auf "Haevn" zeigen, dass ANGANTYR wiederum eine leidenschaftliche, fesselnde Symbiose von Melancholie und herbem Schwarzmetall gelungen ist. Wer auf der Suche nach intensiven Black Metal-Klängen einer ausgedehnten Reise nicht abgeneigt ist, wird bei diesem dänischen Juwel fündig. Eindrücklich!

Veröffentlichungstermin: 27.04.2007

Spielzeit: 71:32 Min.

Line-Up:
Ynleborgaz: sämtliche Instrumente, Vocals

Gastmusiker
Anja Lillemaehlum: Cello

Label: Det Germanske Folket

Homepage: http://www.angantyr.dk


Tracklist:
1. Et Varsel Om Død
2. Thulens Ord
3. Baghold
4. Tågefolket
5. Danemordet
6. Fødslen Og Byttet
7. Blod For Blod, Liv For Liv




ANGANTYR im vampster-Archiv

Es wurden 5 Artikel zu ANGANTYR im vampster-Archiv gefunden.
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CD-Review
ANGANTYR: Svig (24.08.2010)
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ANGANTYR: Sejr [Re-Release] (23.08.2006)


News
ANGANTYR: geben Trackliste bekannt (25.03.2007)
ANGANTYR: geben Albumtitel bekannt (10.03.2007)




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