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HAPPY THE MAN: The Muse Awakens

CD-Review vom 07.03.2005   drucken senden

cdreview - HAPPY THE MAN: The Muse AwakensMit HAPPY THE MAN haben InsideOut eine Band an Land gezogen, die ihre Ursprünge in den 70ern hat. Eigentlich brachte es die Band in dieser Zeit nur auf zwei Veröffentlichungen. Nämlich das Debüt "Happy The Man" (1977) und "Crafty Hands" (1978). Jedoch erlosch das Interesse an der Musik nie, so dass es seit 1989 mehrere Re-Releases und eine Livescheibe gab, bis man sich letztlich dazu entschloss - über 20 Jahre nach Beginn der Bandgeschichte - wieder gemeinsam neue Musik zu machen. Mit "The Muse Awakens" liegt jetzt ein neues Studioalbum der in ihrer Besetzung mittlerweile stark veränderten Band vor.

Was sich am Anfang noch nach einer sehr dubiosen Geschichte anhört, wird im Laufe von "The Muse Awakens" zu einer sehr angenehmen Angelegenheit. Retro-Sounds sind ja bekanntlich in, trotzdem wäre das für die gemeine Masse wahrscheinlich schon etwas besonderes, wie HAPPY THE MAN mit Saxophon, diversen Holzblasinstrumenten und Keyboards in relativ fröhlichen Klangfarben zu Werke gehen. Für den geschulten Progressive-Rocker sind derartige, klassische Sounds eigentlich nichts grundlegend Neues. Dennoch hebt sich die Musik der Amerikaner deutlich von ähnlichen Veröffentlichungen wie z.B. PROTO KAW ab, denn "The Muse Awakens" ist Programm und so ist das Album eigentlich der passende Soundtrack zu einem sonnigen Sonntagmorgen. Belebend wirkt die Musik über große Strecken. In einigen starken Momenten, wie im Titeltrack "The Muse Awakens" oder in "Maui Sunset", das seinem Namen durch Südsee-Klänge gerecht wird, nimmt die Musik fast Ambient-artige Züge an, die aber öfter mal durch sehr verspielte Passagen durchbrochen werden. Dann frickelt die Band wie man es aus der Neo-Prog-Ecke kennt: komplexe Rhythmik und schrille Harmonien, allerdings ohne die Gitarre zu sehr zu zentrieren, sie ist nur ein Instrument von vielen und hat auch im Sound keine Sonderrolle. Im Opener "Contemporary Insanity" leben HAPPY THE MAN ihre verspielte Seite total aus. Es besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass die Band technisch noch immer konkurrenzfähig ist, wie man auch in "Barking Spiders" hören kann, und auch in den komplexen Momenten ihre Eigenständigkeit behält, aber die dezent akzentuierten und mit diversen Flöten veredelten, ruhigeren Strukturen haben einfach mehr Klasse. In "Il Quinto Mare" verbindet die Band beide Elemente auf die klassische Art: nach einem hektisch, progressiven Auftakt nimmt die Band ab der Hälfte des über sieben Minuten langen Werkes das Tempo raus und lässt "The Muse Awakens" mit Meeresrauschen ausklingen. Ein weiteres Highlight ist der Mittelpart des geheimnisvoll daherkommenden "Shadowlites", dem einzigen Track mit Gesang. Das Album besticht auch durch die behutsam entwickelten Songstrukturen. Dazu schaffen es HAPPY THE MAN, sich nicht ständig zu wiederholen. Eigentlich klingt kein Takt wie der andere. Detailversessen ist die Band mit Sicherheit, was auch an dem mit hypnotischen Keyboardsounds versehenen "Stepping Through Time" auffällt.

"The Muse Awakens" ist ein Album, das Zeit braucht, dann aber auch viel zurückgibt. Nach anfänglicher Verwirrung wächst man langsam in die Welt von HAPPY THE MAN hinein. Interessant ist, dass - obwohl die Ruhe des Albums mehr überzeugt als die Hektik - keines der Elemente ohne das andere auskommen würde. Die Band beweist, dass Musik durch Kontraste lebendig wird und durch die positiven und beruhigenden Vibes, die durch Musik entstehen, wirkt das alles umso lebhafter.
Wenn die Band also noch etwas an den technischen Parts feilt und ihrem Sound etwas mehr Tiefe verleiht, dann könnte das nächste Album nicht nur ein außergewöhnliches und gutes Album werden, wie "The Muse Awakens", sondern ein fantastisches Album, das jeglicher Vergleichbarkeit entbehrt.

Veröffentlichungstermin: 01.12.2004

Spielzeit: 56:02 Min.

Line-Up:
Frank Wyatt - Saxes, Keyboards, Woodwinds
Stanley Whitaker - Guitars, Vocals
David Rosenthal - Keyboards
Joe Bergamini - Drums, Percussion
Rick Kennell - Bass

Produziert von Happy The Man
Label: InsideOut

Homepage: http://www.happytheman.com


Tracklist:
01. Contemporary Insanity (03:24)
02. The Muse Awakes (05:36)
03. Stepping Through Time (06:31)
04. Maui Sunset (05:10)
05. Lunch At The Psychedelicatessen (04:59)
06. Slipstream (04:43)
07. Barking Spiders (04:11)
08. Adrift (04:04)
09. Shadowlites (03:52)
10. Kindred Spirits (05:26)
11. Il Quinto Mare (07:22)



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